Umsatzsteuer auf Versandkosten?

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4 Antworten

Wenn du Ware als Gewerbetreibender einkaufst, kann du die bezahlte Mehrwertsteuer als Vorsteuer geltend machen.

Wenn du Ware verkauft, musst du Mehrwertsteuer berechnen.

Die Differenz zwischen berechnete, also vereinnahmte MwSt. und Vorsteuer führst du an das Finanzamt ab.

Du verkaufst nun ein Spiel zum Bruttopreis von 1,00 EURO, in diesem VK-Preis sind die 19% MwSt. enthalten, also nicht wie du gerechnet hast 19 Cent sondern 16 Cent, ok? Nun kommen noch die Versandkosten iHv. 1,45€ drauf. Falls es sich hierbei um eine schlichte Briefmarke der Deutschen Post AG handelt, ist diese im übrigem von der Mehrwertsteuer befreit.

Also falls du mal später groß bist und ein Handel mit Spielen betreiben möchtest, folgende Rechnung bitte dann aufmachen; ein Spiel 0,84 EURO Netto + 1,45 EURO Versandkosten = 2,29 EURO Gesamtpreis zzgl. 19% MwSt. (0,44 EURO) 2,73 EURO Rechnungspreis

Auf der anderen Seite liegt dir für den Einkauf des Spiels eine Rechnung vor, evtl. 0,60 EURO zzgl. 19% MwSt. (0,11 EURO) = 0,71 EURO sowie für die Briefmarke 1,45 EURO ohne Ausweisung MwSt.

Also von den durch Verkauf vereinnahmten Mehrwertsteuer iHv. 0,44 EURO setzt du die bei Einkauf angefallenen Vorsteuer iHv. 0,11 EURO ab und den Differenzbetrag von 0,33 EURO zahlst du ans Finanzamt.

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Kommentar von Hotbird
30.10.2011, 13:00

Vielen Dank! Vor allem Danke für den Hinweis mit 16 Cent statt 19.

nun: würde das foglendermasen aussehen:

  • Verkaufspreis: 1,50€
  • Versandkosten: 2,50€ (die, die ich verlange weil ich auch da etwas verdienen will)

bedeutet auf der Rechnung:

  • Versandkosten (Steuerfrei) 1,45€ (die die ich auch tatsächlich bezahle ->DP)
  • Artikel XY 2,14€
  • MwSt: 0,41€

Summe: 4,00€

Weil ich den Artikel für 0,29€ (netto) gekauft habe bleibt mir also 1,85€ Gewinn übrig. Richtig?

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Kommentar von Hotbird
30.10.2011, 13:06

Oder muss ich in dem Fall, dass ich für den Versand mehr verlange als er eigentlich kostet diesen als Dienstleistung aufstellen und besteuern? also:

  • Artikel XY: 1,26€
  • Versandkosten: 2,10€
  • MwSt: 0,64€

SUMME 4,00€

Welches der beiden Möglichkeiten muss bzw. darf ich anwenden?

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Bzw. sehen wir es mal so:

Die Versandkosten betragen 1,45€, und das Versandmaterial heruntergerechnet auf 0,105€ - In der Versandkostenangabe Verlange ich aber 2,50€ für den Versand.

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"Nun kommen noch die Versandkosten iHv. 1,45€ drauf. Falls es sich hierbei um eine schlichte Briefmarke der Deutschen Post AG handelt, ist diese im übrigem von der Mehrwertsteuer befreit."

Das ist falsch! Auch, wenn nur die reinen Portokosten weiterberechnet werden, sind diese umsatzsteuerpflichtig. Zum einen handelt es sich um eine Nebenleistung. Nebenleistungen teilen das steuerliche Schicksal der Hauptleistung. Zum anderen ist nur die Abgabe der Briefmarken durch die Dt. Post umsatzsteuerbefreit.

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Den Vorsteuerabzug hast Du nur, wenn Du selber Unternehmer bist.

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