Umsatzsteuer an Privatperson?

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5 Antworten

Natürlich ist es rechtens. Vermutlich hast Du der Firma nicht mitgeteilt, dass Du die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nimmst, und als Dank dafür, darfst Du die Steuer auch an das Finanzamt abführen.

Entweder Du verzichtest auf den Kleinunternehmer und führst es als reguläre Umsatzsteuer ab, oder Du möchtest Kleinunternehmer bleiben und führst die Steuer als ungerechtfertigter Steuerausweis nach § 14c UStG ab.

Oder die elegante Variation, Du sorgst dafür, dass die Abrechnungen korrigiert werden.

Übrigens mit dem "Verkauf" von Werbeflächen bist Du keine Privatmann mehr, sondern umsatzsteuerlicher Unternehmer.

Das ist richtig und ich werde diese Vermittlungsagentur (nicht direkt ich verkaufe die Werbung. darum bitten die Umsatzsteuer in Zukunft nicht mehr an mich zu erstatten.

Dann werde ich die 19% nach § 14c UStG abführen.

Was ich als letztes nicht verstehe, in dem Vermarkungsvertrag vermiete ich die Werbefläche. Was meinst du nun mit umsatzsteuerlicher Unternehmer?

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@RainerNeupert

Umsätze unterliegen nach § 1 Abs. 1 Nr 1. UStG nur der Umsatzsteuer, wenn Sie durch einen Unternehmer ausgeführt werden.

§ 2 UStG definiert dann was ein Unternehmer ist. Die meisten hören nach dem ersten Satz auf zu lesen, denn da steht: Unternehmer ist, wer eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit selbständig ausübt. Jeder Vermieter denkt dann sofort: "Oh, das betrifft mich ja gar nicht."

Dieser Absatz 1 hat aber auch noch einen dritten Satz: Gewerblich oder beruflich ist jede nachhaltige Tätigkeit zur Erzielung von Einnahmen, auch wenn die Absicht, Gewinn zu erzielen, fehlt oder eine Personenvereinigung nur gegenüber ihren Mitgliedern tätig wird.

Dieser dritte Satz bedeutet auch, dass jeder der beabsichtigt Einnahmen zu erzielen ein Unternehmer ist, und seine Umsätze somit auch grundsätzlich mal der Umsatzsteuer unterliegen.

Mit umsatzsteuerlicher Unternehmer meinte ich also Unternehmer im Sinne von § 2 UStG.

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Danke schonmal. Das Unternehmen ist Umsatzsteuerabzugsberechtigt, richtig. Habe ich es jetzt richtig verstanden,

  • dass ich die 19% erhaltenen € mit der Gesamtsumme gemeinsam versteuern muss oder dass ich die 19% erst einmal komplett zurückzahlen muss und dann den Rest weiter zu versteuern? Es geht mir nur darum, wieviel Rücklagen ich bilden muss, um die Steuern ggf. nachzuzahlen.

  • ich mich nicht illegal verhalte, wenn das Unternehmen mir die 19% an eine Privatperson auszahlt.

Es ist zwar keine große Summe, aber etwas komisch komme ich mir schon vor. Danke nochmals!

Ja ist es, denn die Firma ist ein Unternehmen, du solltest die Mehrwehrtsteuer abführen.

Sonst gibts Ärger, und erkundige dich lieber ob Du dich beim Finanzamt nicht besser als Kleinunternehemer anmeldet.

Da Du nicht umsatzsteuerpflichtig bist, dürftest du die auch nicht erhalten. Da du sie aber nun mal bekommen hast, müsstest du sie auch ans Finanzamt abführen.

Die Firma wird sicher vorsteuerabzugsberechtigt sein. Du als Otto Normal müßtest in Deiner Einkommenssteuererklärung diese Einnahmen angeben, selbstverständlich mit den 19 % Märchensteuer...

Danke schonmal. Das Unternehmen ist Umsatzsteuerabzugsberechtigt, richtig. Habe ich es jetzt richtig verstanden,

  • dass ich die 19% erhaltenen € mit der Gesamtsumme gemeinsam versteuern muss oder dass ich die 19% erst einmal komplett zurückzahlen muss und dann den Rest weiter zu versteuern? Es geht mir nur darum, wieviel Rücklagen ich bilden muss, um die Steuern ggf. nachzuzahlen.

  • ich mich nicht illegal verhalte, wenn das Unternehmen mir die 19% an eine Privatperson auszahlt.

Es ist zwar keine große Summe, aber etwas komisch komme ich mir schon vor. Danke nochmals!

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