Umsatzsteuer als händler?

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4 Antworten

Als Kleinunternehmer stellst du keine Umsatzsteuer in Rechnung, das ist die Definition des Kleinunternehmers, die USt wird nicht erhoben (§ 19 Abs. 1 UStG).

Folglich darfst du auch keine Vorsteuer abziehen.

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Du kannst Vorsteuer und Umsatzsteuer miteinander verrechnen.

Du selber bekommst gar keine Steuer, die geht an das Finanzamt. Aber du spielst für sie den Steuereintreiber und darfst die Umsatzsteuer, die du einnimmst und die gezahlte Vorsteuer in den Erklärungen an das Finanzamt eintragen.

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Kommentar von ValliOkkel
23.11.2016, 01:06

Also ich zahle Vorsteuer, Rechne auf meine Ware Umsatzsteuer drauf um sozusagen die Vorsteuer "neutralisieren" (mir fällt gerade kein anderes Wort ein) und im Endeffekt ist dann die Umsatzsteuer, die ich auf das Produkt noch extra erhebe die Mwst, die der Kunde zahlt.. Ist das so richtig?:'D

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Kommentar von kevin1905
23.11.2016, 02:43

Du kannst Vorsteuer und Umsatzsteuer miteinander verrechnen.

Nur als Regelunternehmer. Als Kleinunternehmer sicher nicht.

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Kommentar von PLOOS
23.11.2016, 06:34

Klar geht das wenn du bei deinem erfassungsbogen vom Finanzamt angekreuzt hast das du Umst erheben willst auch wenn du Kleinunternehmer bist

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Zum einen es gibt Keinkleinunternehmen. Es gibt Unternehmen und Gewerbe.

Das was du meinst ist die Kleinunternehmerreglung nach § 19 UstG.

Danach bist du von der Umsatzsteuer (MwST) befreit, bzw sie wird vom Finazamt bei dir nicht erhoben, wenn der Jahresumsatz 17.500€ nicht übersteigt. ( Umsatz nicht gleich Gewinn)

Alle anderen Steuerarten und Abgaben bleiben von dieser Reglung unberührt.

Und wie kommt ihr immer auf diese Idee, dass euch das Finazamt was zu rückbezahlt?

Als Gewerbebetreibender , der die §19 UstG Reglung nutzt, bleibst du auf deiner verausgabten MwST sitzen. Du darfst die beim FA nicht gegenrechnen . Auch darfst du auf deinen Rechnungen die MwST nicht extra ausweisen.

Ich verstehe bis jetzt immer noch nicht, was ihr euch an Steuerersparnissen durch diese § 19 reglung versprecht. Ihr spart nichts.

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Nein, der Fehler, von diesem Kleinunternehmen-Statut ist es, dass die MwSt nicht in Rechnung gestellt werden kann. Und man kann auch die Vorsteuer (=die MwSt, die der Kleinunternehmer auf seine Einkäufe bezahlt) nicht abziehen. <

Deshalb sind Kleinunternehmen als Lieferanten für richtige Firmen auch ziemlich wenig interessant. Dieses Kleinunternehmens-Konzept ist eine bösartige Sauerei gegen die Menschen, die sich auf solch eien Mist einlassen.   

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Kommentar von ValliOkkel
23.11.2016, 01:43

Och das macht mich jetzt bisschen sauer muss ich sagen.. 

Das Problem ist,dass ich nur als Kleinunternehmen handeln kann,da ich noch zur Schule gehe und das Jobcenter mich finanziert. Für ein richtiges Unternehmen fehlt mir da die Zeit wobei es ja eigentlich keinen Unterschied macht bis auf,dass wenn man mehr als 17,500€ im Jahr Umsatz macht man die Steuer bezahlen muss. Eigentlich wäre es doch dann besser mehr als 17,500€ Umsatz zu machen bei sagen wir mal trotzdem nur 160€/Monat Gewinn oder? Dann kann mir das Jobcenter nämlich nichts abziehen und ich habe trotzdem meinen Gewinn.

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Kommentar von kevin1905
23.11.2016, 02:46

Dieses Kleinunternehmens-Konzept ist eine bösartige Sauerei gegen die Menschen, die sich auf solch eien Mist einlassen

Es verringert den Verwaltungsaufwand für den Unternehmer aber auch die Finanzverwaltung ungemein und soll gerade Gründern helfen sich am Anfang auf das Wesentliche zu konzentrieren, dem generieren von Kunden und geschäftlichen Kontakten.

Die KU-Regelung hat schon ihre Daseinsberechtigung. Und wenn der Kundenkreis überwiegend aus Endverbrauchern besteht, ist dagegen auch nichts einzuwenden.

Es bleibt ja immer noch die Option zur Regelbesteuerung zu optieren.

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