Umsatzart, Umsatzort, Steuerbarkeit, Steuerpflicht

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Die Frage war doch schon gut gestellt! Ist der Umsatz steuerbar klärt der § 1 UStG. In Deinem Fall Absatz 1 Nr. 1. Lieferung oder sonst. Leistung, die Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausführt. Nach § 3(1) UStG wissen wir - Lieferung ist die Verschaffung der Verfügungsmacht über einen Gegenstand. Denke mal die Maschine können wir zweifelsfrei so einsortieren. Du arbeitest da und in Deinem Ausbildungsbetrieb wird augenscheinlich sowas produziert, man hat das schon mehrfach getan und will es auch weiter, also ist Dein Arbeitgeber Unternehmer. Und Du hattest gesagt, dass das was kostet, also gegen Entgelt. Steuerbarkeit nachgewiesen. Wo wird die Leistung erbracht? § 3 Abs.6 UStG - Wird der Gegenstand befördert, ob durch den Lieferer oder Abnehmer. Ort der Lieferung bei Euch in Hannover. Das kann auch einer von beiden einer Spedition auftragen oder die Post. Ort der Lieferung Werkgelände. Inland. Jetzt geht es allerdings weiter. Ist der Vorgang denn jetzt auch steuerpflichtig. Dafür brauchen wir den § 4 UStG und da steht gleich unter 1a) Ausfuhrlieferungen (§ 6) - Haben wir hier - Norwegen ist nicht in der EU, ist Drittland. Übrigens alles was ich geschrieben habe unterstellt - Der Abnehmer ist Unternehmer. Bei Privatperson würde ich mir das nochmal angucken und wenn es sich um Autos handelt auch. Hoffe die Prüffolge einfach bißchen deutlicher gemacht zu haben. §1 i.V.m. § 2, dann §3 Abs1 + 5a, 6ff, und dann Finale § 4 in diesem Falle i.V.m. § 6 Viel Spaß dabei!!!

Umsatz aus Lieferung und Leistung. Als Umsatzort würde ich Ausland annehmen, da das Produkt nach Norwegen verkauft wurde. Statistisch ist es für ein Unternehmen weniger wichtig, wo die Ware übergeben wird, sondern eher wohin sie verkauft wird. Was mit "steuerbarer Umsatz" ist mir nicht ganz klar und wenn der Umsatz ins Ausland geht, wird wohl keine Umsatzsteuer verrechnet.
Aber es wäre auf jeden Fall sinnvoller, mit deinen Kollegen zu reden. Nur die können Dir erklären, wie verschiedene Dinge bei euch gehandhabt werden (z.B. Klassifizierung des Umsatzes nach welchen Kriterien).

warum willst du denn nicht die Kollegen fragen? Trau dich doch einfach. Wenn du noch in der Ausbildung bist und neu in der Buchhaltung, dann mußt du doch nicht mit "fremden" Wissen glänzen wollen - Fragen stellen ist keine Schwäche in dieser Situation.

Die Logik bei der Umsatzsteuer Sondervorauszahlung?

Hallo Umsatzsteuerprofis,

eine kleine GbR mußte Anfang 2016 eine Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung (1/11) leisten (1000€, fiktiver Wert). Im laufenden Geschäftsjahr mußten 10.000€ (fiktiver Wert) Umsatzsteuer abgeführt werden. Insgesamt hat man also 11.000 an Umsatzsteuer bezahlt die man bei der UmstErklärung angibt. Die zuviel gezahlte Umsatzsteuer, in dem Fall die 1000€ Sondervorauszahlung, erhält man dann zurück (geh ich mal stark von aus)

Wenn man die Sondervorauszahlung nach der Abgabe der Umst Erklärung sowieso wieder zurückbekommt, weil ja zuviel gezahlt, wieso muß man die dann überhaupt zahlen? Die Logik vom Gesetzesgeber leuchtet mir nicht ganz ein.

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Wie werden Exporte und Reihengeschäfte umsatzsteuerrechtlich behandelt?

Hallo,

als Beispiel füge ich einen Sachverhalt ein:

Ich würde es so beurteilen:

Es handelt sich um ein Reihengeschäft nach § 3 Abs. 6 Satz 5 UStG, da mehrere Unternehmer über denselben Gegenstand Umsatzgeschäfte abschließen und der Gegenstand gelangt unmittelbar vom ersten Unternehmer an den letzten Abnehmer. GmbH und Glas AG schließen einen Kaufvertrag ab über 100.000 Euro. Es handelt sich um eine Lieferung nach § 3 Abs. 1 UStG und der Lieferort ist Münster nach § 3 Abs. 6 UStG. Es handelt sich demnach nach § 1 UStG um einen steuerbaren Umsatz und mangels Steuerbefreiung um einen steuerpflichtigen Umsatz. Ag kann Vorsteuer beim Einkauf von Glas AG geltend machen nach § 15 UStG. Die AG liefert nach Zürich. Nach §4 UStG sind aber Exporte in Drittländer steuerfrei. Für den Export muss die GmbH also keine Umsatzsteuer bezahlen. Transport stellt sonstige Leistung dar nach § 3 Abs. 9 UStG. Nach § 3a Abs. 2 UStG ist der Ort Berlin. Der Transport ist steuerbar nach § 1 UStG und steuerpflichtig mangels einer Steuerbefreiung.

Was haltet Ihr davon??

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Wie sieht es mit der Bezahlung von Steuern beim dropshipping aus?

So mir stellt sich dabei die Frage, da ich als Dropshipper nur den Käufer "vermittel" und mir einen Gewinnzuschlag daraufaddiere. Zahle ich dann Umsatz auf den Preis was im Shop steht oder auf meinen tatsächlichem Gewinn?

Weil wenn ich als Beispiel einen Ball für 10€ beim Lieferanten finde, 2€ für Werbung und sonstige Gebühren draufgehen und mir einen Gewinn i. H. v. 5€ pro Ball kalkuliere, dann habe ich persönlich ja nur die 7€ gesehen, weil der Rest ja direkt an den Lieferanten geht.

Was ist dann mein tatsächlicher Umsatz und muss anschließend versteuert werden (auf die 17€ oder auf die 7€?) Weil wenn man mit den 17€ rechnet dann ist man schnell weit über 17.500€.

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