Umrüsten auf neue Dieselnorm wie geht das Eigentlich?

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7 Antworten

In der Auto-Industrie wird geschummelt, was das Zeug hergibt. Zum einen will man ruhig laufende Motoren mit hoher Leistungsdichte und spritzigem Fahrverhalten anbieten, zum anderen setzt die Politik da Abgasgrenzen, die der Motor im optimalen Leistungsbereich einfach nicht hin bekommen kann.

Und dann sind eben die einheitlichen Meßzyklen, die da auf dem Abgas-Prüfstand gefahren werden eben genau bekannt und Vorgeschrieben, und da war es ein leichtes, ins Motorsteuergerät ein Programm zu packen, dass dann den Motor in einer Betriebsart laufen lässt, die dem Motor in Sachen Haltbarkeit nicht gerade zuträglich ist, da der Motor dann mit deutlich höheren Druckspitzen deutlich rauer läuft, damit der dann eben den entstehenden Kohlenstoff-Feinstaub auch verbrannt bekommt, der sonst so fein ist, dass er auch einen Ruß-Partikelfilter einfach passiert.

Als der Schmu dann heraus kam, muss man dann das Motormanagement, und damit die Einspritzung so verstellen, dass nicht nur Leistung verloren geht, sondern auch das Gemisch im Motor heißer brennt, und stärkere Drehmoment-Spitzen auftreten. Die ersten Schäden an solchen Motoren sind dann schon aufgetreten.

Aber auch bei den Plug-In-Hybrieden wird wieder richtig geschummelt. Um den niedrigen Flotten-CO2-Ausstoß hin zu bekommen, der mittlerweile vorgeschrieben ist, wird einfach angenommen, dass diese Autos zumeist elektrisch fahren, und der Motor nur dann gebraucht wird, um zur nächstgelegenen Ladestation zu kommen. In der Praxis aber rollen die Autos nur elektrisch aus der Umweltzone heraus, um dann auf der Strecke im normalen Verbrennerbetrieb gefahren zu werden, um so dann für die Stadt am Zielort wieder einen vollen Akku zu haben. Im Verbrennerbetrieb brauchen die, durch das Zusatzgewicht an E-Motor und Akkus aber letztlich sogar mehr Sprit.

und alle 45 Millionen Autos auf Strom umzustellen geht auch nicht. Extra leicht gebaute Autos mit Carbon-Karosserie brauchen um die 20 kWh pro 100km, die schweren Blechkisten sogar um die 30, das bedeutet, das die bei 300 - 500 km Laufleistung so viel Strom, wie ein Durchschnittsdeutscher im Haushalt den ganzen Monat verbrauchen. So viel Kraftwerksleistung haben wir gar nicht. Zudem bräuchte man für eine Million an E-Autos die dreifache Menge an Lithium, wie weltweit überhaupt gefördert wird.

Die Messmethoden sind koplett f lsch angesetzt - die Lobbieisten haben dennen von der EU Kommision z.B. 145km/h statt 160km/h eingeredet damit stimmt das Deutsche Autobahnmittel der Geschwindigkeit nicht. Der Daimler Konzernchef spricht von "Führung im Antriebsstrang..." kein Wunder der wird bei Tesla zugekauft und die Batterien kommen aus Asien. Wenn die innerhalb der nächsten 5 Jahren Ihre Entwickler nicht dazu bringen etwas vernünftiges Serienfähig zu machen hat Gabriel unrecht denn dann produziert kein Deutscher Autobauer mehr ein einziges Auto denn die kommen dann aus China und den Asiatischen Ländern. Fazit die haben jetzt genau noch 1 Jahr Zeit den rest brauchen Sie für die Bürokratie!

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Die Dieselhersteller wollen sich in der Tat mit Hilfe von Dobrindt aus der Verantwortung stehlen. Das Softwareupdate funktioniert nämlich nicht in der praxis und kann zu Folgeschäden führen. Diese Strategie dürfte aber voll nach hinten losgehen, denn die Gerichte sehen das Ganze inzwischen völlig anders.

So gibt es breits mehrere Urteile, dass der Besitzer eines Skandalautos,das sich noch innerhalb der erweiterten Gewährleistung von 3 Jahren befindet,  das Softwareupdate wegen mangelnder Wirksamkeit und möglicher Folgeschäden nicht hinnehmen muss sondern sein altes Auto gegen ein neues gleichwertiges nach EURO6-Norm  eintauschen darf und das ohne Abzug einer Nutzungsgebühr oder dass er es gegen volle Erstattung des Kaufpreises zurückgeben darf. VW verfolgt allerdings die Strategie, dass nur Geld bekommt, wer auch klagt und alle anderen bekommen das Softwareupdate.

Die Rechtsschutzversicherung ARAG weigerte sich, die Prozesskosten gegen VW, Audi,  Skoda oder Porsche zu übernehmen. Inzwischen sind auch die rechtskräftig verurteilt, die Kosten voll zu übernehmen.

Insofern ist die Abmachung von Gestern eh Schall und Rauch und die Autolobby zusammen mit Dobrindt fahren sich immer tiefer in die finanzielle Katastrophe hinein, weil die Gerichte dieses miese Spiel wohl inzwischen durchschaut haben und nicht mehr mitmachen.

Gute Frage, und ich vermute dass das einfach nur Makulatur ist um die Leute und die Politik milde zu stimmen.

Denn letztendlich stellt sich auch die Frage, wenn das jetzt auf einmal so einfach möglich ist, wieso haben sie es dann nicht direkt getan?

Wieso musst du dann erst eine schummelsoftware her, wenn man doch so einfach mit einem Stück Software die Abgaswerte beeinflussen kann?

Meines Erachtens nach wie vor fortgesetzter Betrug.

Genau das ist auch meine Vermutung.

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Das geht gar nicht und wenn, mit einem riesigen technischen Aufwand.

Das Softwareupdate ist nichts anderes als Fortsetzung des ganzen Betruges mit anderen Mitteln. So umgerüstete Diesel stoßen in der Praxis noch genau so viel Gift aus wie vorher, aber Dobrindt kann einen Erfolg verkünden und die Autoindustrie weiter gegenüber der Gesundheit der Bevölkerung bevorzugen.

In der Theorie ist die Möglichkeit zur NOx Reduzierung per Software relativ einfach. Man spitzt etwas mehr Kraftstoff ein. Das ist kein Widerspruch.

Bei der Verbrennung im Dieselmotor ist deutlich mehr Sauerstoff vorhanden, als für die Verbrennung benötigt wird. Also hat man auch im Katalysator Sauerstoff im Abgas. Und nun muss man (vom Stickstoffoxid) den Sauerstoff vom Stickstoff trennen, in einer Sauerstoffatmosphäre. Das funktioniert halt nicht so prächtig. Also spritzt man mehr Diesel ein, um den Sauerstoffüberschuss zu verringern, und die Reduktion (ist das Fachwort) von NOx zu verbessern.

Nachteil davon: du hast weniger Leistung und/oder mehr Verbrauch und/oder mehr CO2 Ausstoß. 60% weniger Leistung wird das aber nicht sein. Das wird denke ich mal, bei einigen PS liegen. 

Wie dann das Rückgaberecht ausschaut hab ich keine Ahnung von.

PS: Ich weiß was du meinst, aber mit 3l oder 5l Motor drückt man den Hubraum eines Autos aus, nicht den Verbrauch.

Danke für die Antwort mit den 60% meinte ich die Leistung die das Fahrzeug dann hat also -40% wen man von Emmision 145g/km auf -40% reduziert sind das nicht geerade wenig. Möglich am Prüfstand.

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@weakbit1

Ja, da hatte ich einen Dreher drinnen. Ich meinte eigentlich auch 40% wie du sagtest.

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@Vando

ich möchte wissen wie die Autohersteller das dann in Zukunft mit den 95g/km zusammenbringen!? Die haben ja überhaupt keine Zeit mehr etwas brauchbares zu entwickeln. Wenn AVL in Graz schon Jahre braaucht einen Motor zu optimieren dann sollen die einmal zeigen was Sie können. Bin schon gespannt auf den Untergang der Deutschen Autoindustrie. Heute noch Hochnasig Morgen Geschichte.

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@weakbit1

Das frag ich mich auch. Vor allem weil heutzutage immer noch eine relativ starke SUV Nachfrage besteht und der Verbrennungsmotor wohl doch nicht mehr viel Entwicklungspotential hat.

Ich glaube, dass das nicht mit dem Verbrenner zu schaffen ist.

Die Automobilindustrie wird davon nicht untergehen. Es brauchen und wollen zu viele Leute ein Auto. Und es wär auch ziemlich schlecht für Deutschland. Die Autoindustrie ist mit einer der größten Branchen in Deutschland, vielleicht sogar die größte. Da hängen mehr oder weniger direkt 1.000.000 Arbeitsplätze von ab. Allein in WOB sind´s über 50.000.

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Die Leistung wird durch eine Nachrüstung zur Verringerung der Stickoxidemissionen nicht verringert, denn es ist nicht so einfach, wie man es sich vorstellt. "Weniger Schadstoffe = Weniger Leistung" stimmt halt nicht. 

ich meinte das bei baugleichem Auto. Wenn man jetzt einen anderen Filter der besser filtert einbaut stimmt Deine Aussage natürlich. Das ganze kann man nicht so einfach sagen denn die Motoren haben bei jedem anderen Betriebszustand einen anderen Ausstoß das ist für mich zu kopliziert ich bin kein motorentwickler.

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Nein, das geht nicht. Wenn es gehen würde, dann hätten wir nicht die aktuellen Probleme.

Wenn es gehen würde hätten die Autokonzerne es längst gemacht. Die haben aber auf Lügen gesetzt und ihre Fake-Software und dabei die Entwicklung verschlafen.

Jetzt bräuchte man Harry Potter um es plötzlich möglich zu machen.

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