Umkehr der Rollen?

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2 Antworten

Lieber Globalist; du hast am Anfang Deines Textes Deine Begriffe definiert. Das ist in der Philosophie unerlässlich; vielen Dank.

Wenn Du Dummheit als ,,Fähigkeit" beschreibst, ist das nach meiner Meinung nicht korrekt. Dummheit ist eine UNfähigkeit zu Vernunft. Die bei Dummheit erwähnten Fähigkeiten haben die als intelligent bezeichneten Leuten nämlich auch; nur setzen sie diese Fähigkeiten selten ein.

Wie macht man dem Pseudo intellektuellen klar, dass er das genaue Gegenteil von dem ist, was er zu sein glaubt?

Gemäß Deiner eigenen Analyse ist das gar nicht möglich, weil diese Leute sowieso meinen alles besser zu wissen und nicht zuhören können.

Beispiele gibt es hier bei GF zuhauf. Jemand stellt unter ,,Philosophie" oder ,,Quantenphysik" irgendwelche abstruse Theorien ein und damit es wie eine Frage aussieht am Ende ,,was meint ihr?" Die entsprechenden Kommentare lassen nicht lange auf sich warten, aber der Fragesteller liest sie kaum und hat keine vernünftigen Gegenargumente.

Leute die mit der Persönlichkeit des anderen Argumentieren

Das kommt leider zu oft vor. Trump lässt grüßen (Weltmeister in unsaubere Argumentation) Es gibt aber bei GF eine von mir akzeptierte Ausnahme: Wenn ein Pubertierender mal wieder mit einem unsinnigen Eintrag kommt, ist die Reaktion oft: ,,was hast Du geraucht?" oder ähnliches. Allzu blöde Einträge können leider nicht mit vernünftigen Argumenten widerlegt werden.

Reicht dieses als Antwort auf Deine Frage?

LinksGlobalist 05.07.2017, 17:10

Ob man "dummheit" nun als Fähigkeit, oder Abwesenheit einer Fähigkeit definiert - ist wohl nicht eindeutig festzulegen. 

Der Dumme, kann z.b. ruhiger Leben, da ihn weltliche Probleme nicht berühren - beispielsweise. Das könnte man durchaus als "Fähigkeit" bezeichnen. 

Strittig, somit finde ich "falsch" , "falsch"

Aber sonst - gute Antwort!  Danke . Ob es reicht? Ich nehme was ich kriege;)

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Wie macht man dem Pseudo intellektuellen klar, dass er das genaue Gegenteil von dem ist, was er zu sein glaubt?

Warum sollte man überhaupt diese Motivation haben?

Das Rollenmodell "notorischer Besserwisser" ist schließlich auch nicht viel besser und von Überheblichkeit geprägt.

Mir jedenfalls sind solche ideologischen Überzeugungsarbeiten und mögliche Bekehrungsversuche eher fremd.

Wenn jemand meint, sich in seinem Glanze sonnen zu müssen, kann er das von mir aus gerne tun - der Schatten fällt dann schon ganz von selbst auf ihn.

LinksGlobalist 04.07.2017, 17:51

notorischer Besserwisser, ist ein Symptom dessen. 

Wenn jeder soviel müll redet, muss man sich behaupten, um nicht darin zu versinken.

Mir jedenfalls sind solche ideologischen Überzeugungsarbeiten und Bekehrungsversuche eher fremd.

Ich habe jetzt auch nicht vor das in Gang zu setzten. Es wäre mir nur ein Anliegen allgemein klarzustellen was intelligent ist, und was nicht. 

Fühlst du dich vielleicht gerne überlegen, und hast deshalb kein Interesse daran dem Dummen das Werkzeug in die Hand zu geben ;)?

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Enzylexikon 04.07.2017, 17:55
@LinksGlobalist

Ich glaube, jeder der nicht pathologisch devot veranlagt ist, mag ein gewisses Gefühl von Überlegenheit. Aber man muss es ja nicht gleich kultivieren.

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ulrich1919 04.07.2017, 19:42
@Enzylexikon

Ich glaube, jeder der nicht pathologisch devot veranlagt ist, mag ein gewisses Gefühl von Überlegenheit

Interessant, wenn Du Leute welche nicht Deinen Vorstellungen entsprechen, als ,,pathologisch" bezeichnest. Überlegenheit vormachen, indem Du Anderen heruntermachst?

Es gibt nämlich noch eine zweite Art Menschen, welche die Überlegenheit nicht brauchen. Die alten Griechen haben bereits gesagt: ,,Erkenne Dich selbst.". Wer sich selbst richtig kennt, weiß um seine Stärken und Schwächen und braucht nicht zu zeigen, wie gut dass er ist. Er buhlt nicht um Anerkennung, sondern überlegt selbst, welche Ziele er zu folgen hat.

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Enzylexikon 04.07.2017, 19:54
@ulrich1919

Interessant, wenn Du Leute welche nicht Deinen Vorstellungen entsprechen, als ,,pathologisch" bezeichnest

Ich schrieb nicht umsonst nur "devot", sondern ganz bewusst auch "pathologisch" - um eine devote Neigung gegen schädliches Verhalten abzugrenzen

Wer sich selbst richtig kennt, weiß um seine Stärken und Schwächen und braucht nicht zu zeigen, wie gut dass er ist.

Das mag alles sein - dennoch ist kaum ein Mensch so stoisch, dass ihn Anerkennung kalt lassen würde.

Etwas Anerkennung genießen zu können, ohne sich darauf etwas einzubilden ist schließlich auch möglich. Wie gesagt, man muss solch ein Gefühl ja nicht gleich gezielt heranzüchten

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LinksGlobalist 05.07.2017, 17:06
@Enzylexikon

Ich glaube, jeder der nicht pathologisch devot veranlagt ist, mag ein gewisses Gefühl von Überlegenheit. Aber man muss es ja nicht gleich kultivieren.

Stimme ich zu, widerspricht aber etwas Ihrer ersten Aussage. 

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