Umgangsrecht/Sorgerecht bei unehelichen. Ist das nicht eine Frechheit?

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8 Antworten

Wenn du dich schon aufregst, dann bitte auch über die Väter, die das gemeinsame Sorgerecht haben dürfen, obwohl sie sich absolut nicht um ihre Kinder kümmern.

Es ändert sich ja momentan einiges in diesem Bereich.

Zu deinen Punkten.

Die Mutter kann zwar lockerleicht behaupten, dass der Erzeuger nicht der Erzeuger ist, aber sie kann nicht lockerleicht das Ergebnis eines gerichtlich angeordneten Vaterschaftstests leugnen.

Der Vater hat ein Umgangsrecht, dass ihm nur in gravierenden Fällen nicht gewährt wird. Verweigert die Mutter trotz gerichtlich gewährtem Umgangsrecht dem Vater das Umgangsrecht kann er sich von der Polizei helfen lassen um sich sein Recht zu verschaffen.

Was das Klagen angeht, so ist das nicht nur beim Umgangsrecht so, sondern in sehr vielen Fällen. Der eine hat ein Recht auf irgendwas und der andere verwehrt es ihm und dann klagt man sein Recht halt ein.

Und was würde die Polizei tun ? Ihre Türe eintreten ? Nein mal im Ernst : Die Kindsmutter könnte immer behaupten, dass es ihr oder dem Kind nicht gut geht... So wären dem Vater immer die Hände gebunden ? Und werden nochmals die Männerrechte gestärkt, bzw. bekommt der Vater auch die hälfte des Sorgerechtes ? Angeblich wurde es schonmal gestärkt, aber die Frechheit ist : Das der Vater klagen muss um sein Kind zu sehen...

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@grusselute

Die Polizei kommt mit einem Gerichtvollzieher und fordert die Mutter auf das Kind zu übergeben. Weigert sich die Mutter gibt es erstmal ein Zwangsgeld. Hilft das nicht, dann folgt eine Zwangshaft und hilft das auch nichts, dann wird der Mutter das Sorgerecht entzogen und auf den Vater (oder eine geeignete Person) übertragen.

Beim ersten Besuch von Polizei und Gerichtvollzieherin wird der Mutter gesagt, dass genau das passieren wird, wenn sie den Umgang nicht gewährt. Spätestens wenn ihnen klar wird, dass sie ansonsten das Sorgerecht verliert, kooperiert die Mutter in der Regel.

Was das Klagen angeht ist das halt in allen Bereichen so. Wenn du ungerechtfertigt gekündigt wurdest musst du klagen, obwohl der Arbeitgeber sich widerrechtich verhalten hat. Wenn du ungerechtfertigt aus der Wohnung geschmissen wirst, dann musst du dagegen klagen, obwohl dein Vermieter sich widerrechtlich verhalten hat. Man muss in unserem Staat sein Recht einklagen, es sei denn eine Strafverfolgung liegt im öffentlichen Interesse.

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@Panazee

Noch eine dumme Frage, aber ich kenne mich in dem Bereich Sorgerecht, etc. nicht so aus. Wer würde die Polizei bezahlen müssen ? Und würde die Polizei auch helfen, wenn ich nicht das Umgangsrecht hätte oder halten die sich aus familiären sachen raus ?

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@grusselute

Nahja, wenn es IHR nicht gut geht, ist es kein Grund, dass du dein Kind nicht sehen kannst. Auch ein Schnupfen des Kindes kannst du ja ebenso behandeln, wie auch die Mutter, außer das Kind ist bettlägerig und hat Fieber.

Da tut sich einiges FÜR die Väter, lies mal hier nach:

http://www.n-tv.de/politik/Das-Kindeswohl-entscheidet-article6643091.html

D.h. also, du kannst beim Familiengericht gemeinsames Sorgerecht beantragen. Ohne Widerspruch seitens Kindesmutter bekommst du es. Falls sie dem widerspricht (nur bei sehr triftigen und schwerwiegenden Gründen) wird dir das nach gerichtlicher Überprüfung verwehrt (falls sich die Widerspruchsgründe als wahr erweisen).
Eine persönliche Abneigung dir gegenüber ist z.B. kein triftiger Grund. Es geht lediglich um Gründe, die das Kindeswohl gefährden.

Was Umgangsrecht betrifft, falls es dir verweigert wird, müsstest du leider klagen. Hilfreich jedoch ist erst mal ein Gang zum Jugendamt. Die können z.B. zwischen dir und deiner Ex vermitteln.

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@aurata

Hmmm.....Zwangshaft wurde bisher noch nie praktiziert - zumindest sind mir keine Fälle bekannt. Letztendlich kommt es ja auch nicht dem Kindeswohl zu Gute die Mutter in Haft zu stecken. Man würde nach dem scheitern von Zwangsgeld eher eine gerichtliche Maßnahme zur elterlichen Sorge überdenken.

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@YJYjY

Das eine Mutter in Zwangshaft gekommen wäre ist mir auch nicht bekannt, aber die Möglichkeit besteht.

Es wird aber eher auf einen Entzug des Sorgerechtes hinauslaufen oder ähnliches.

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@grusselute

Das Umgangsrecht hast du immer, es sei denn du stellst in den Augen eines Richters eine Gefährdung für das Kind dar.

Trotzdem musst du es vor Gericht einklagen um es schriftlich als Gerichtsurteil zu haben. Mit dem Urteil kannst du dann zur Polizei. Zahlen wird den Einsatz der Steuerzahler, weshalb ich als Angehöriger der Steuerzahlerfraktion glücklich wäre, wenn das Einschalten der Polizei vermieden werden könnte.

Allerdings muss die Mutter dir das Kind schon wirklich vorenthalten. Einmal vergessen, dass es dein Wochenende ist reicht da nicht.

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Ja, sie würde eine Strafe bekommen. Das Familiengericht kann in einem Beschluß zum Umgang mit dem Kind ein Ordnungsgeld für den Fall der Zuwiderhandlung festsetzen.

Mag ja sein, dass Du gerade wegen irgendwas ziemlich gefrustet bist, aber zum Teil ist das völliger Dummfug, den Du hier schreibst und zum Teil gehört es zur Errungenschaft eines Rechsstaats, daß Streitigkeiten mit einem Gericht und nicht mit Selbstjustiz geklärt werden. Und wenn Du das Sorgerecht hast und morgen das Kind nicht mehr an die Mutter (zurück) herausgibst, müßte die genau so klagen....^^

Na, ganz so ist es nicht. Selbst wenn die Mutter angeben würde, er wäre nicht er Vater - heute gibt es sehr zuverlässige Methoden, das festzustellen. In einem muss ich dir allerdings zustimmen. Eine Kollegin von mir hat ein Enkelkind, dass der Vater und die Großeltern nur sporadisch sehen, obwohl richterlich angeordnet wurde "alle 14 Tage fürs Wochenende". Es ist jedesmal ein Krampf, wenn sie das Kind holen wollen, immer ist irgendetwas. Beim zweiten Gerichtstermin wurde dann nocheinmal darauf hingewiesen, dass sie das Kind zu bringen hat. Tut sie aber nie, meine Kollegin fährt immer die 60 km. Da finde ich schon, dass man sowas schärfer durchsetzen müsste.

Würde eigentlich die Kindesmutter eine Strafe bekommen, obwohl: Richterlich geklärt wäre, dass der Vater sein Kind sehen darf ? ----> Ja

Eine Mutter bringt automatisch den Nachweis das es ihr eigen Fleisch & Blut ist in dem sie ihr Kind auf die Welt bringt. Ein Vater muß eben erstmal diesen Nachweis bringen. Das heißt, ggf. Vaterschaftstest gerichtlich veranlassen sofern die Mutter der Anerkennung nicht zustimmt.

Das Gleiche gilt fürs Umgangsrecht. Verweigert die Mutter dieses, dann hast du das Recht es einzuklagen. Das Gericht entscheidet dann über das Umgangsrecht und kann bei anschließender Verweigerung ein Zwangsgeld (Beugegeld) festlegen. Solch zwangsgeld setzt aber immer voraus das vorab gerichtlich festgelegt wurde wann, wie, wo das Umgangsrecht ausgeübt wird.

Scheitert das Zwangsgeld, dann folgt meißt ein Vermittlungsverfahren, wo nochmals versucht wird mit der Mutter eine Einigung zu finden - auch das Jugendamt spielt in diesem Vermittlungsverfahren eine zentrale Rolle.

Und wenn alles scheitert, dann bleibt zuletzt nur noch die richterliche Überlegung Maßnahmen in Bezug auf die elterliche Sorge zu treffen.

Ich gebe dir also Recht - es ist ein Kampf - aber kein aussichtsloser!

Anhand deiner Frustration in deiner Fragestellung entnehme ich das du dich anscheinend in einem solchen Kampf befindest...? Wichtig ist: Gehe step by step gerichtlich gegen die Verweigerung vor und lasse dich durch die Hartnäckigkeit der Mutter nicht einschüchtern! Eine enge Zusammenarbeit mit dem Jugendamt ist außerdem immer von Vorteil!

Würde eigentlich die Kindesmutter eine Strafe bekommen, obwohl: Richterlich geklärt wäre, dass der Vater sein Kind sehen darf ? ----> Ja

Theoretisch ist das bei entsprechendem Gerichtsbeschluss mit Ordnungsandrohungen zwar möglich, wird in der Praxis jedoch aüßerst selten vollzogen.

Die Logig dahinter: Wenn man der Mutter schadet, schadet man ja auch dem Kind.

Daher können die Mütter bei uns leider fast alles machen was sie wollen.

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@Eifelmensch

Wenn du auf die Haft hinaus willst, dann lese mal bitte weiter oben die Kommentare. Ich habe bereits geschrieben das bisher kein Fall bekannt ist wo die Mutter wegen Verweigerung in Haft gekommen ist ---> genau aus dem Grund wie du es beschrieben hast. Mein "ja" war auf Zwangsgelder bezogen, welches ja auch den gewünschten Erfolg bringen soll - nämlich das Kind wie vereinbart herauszugeben. Wobei die "Logik " in dem Fall auch das Kind treffen kann, nämlich wenn das Zwangsgeld die Mutter in finanzielle Schwierigkeiten bringt.

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Das etwas ausführlicher und grammatikalisch korrekter formuliert und ab damit zu den regionalen Politikern! Wenn sich immer niemand beschwert ändert sich nie was! Die wollen von Dir gewählt werden und haben sich dann auch gefälligst um sowas zu kümmern!

Ich verstehe Dich durchaus (obwohl ich eine Frau, Mutter und Ehefrau bin), nur so sind die besch*** Gesetze nunmal.

Ebenso geht es übrigens auch umgekehrt: viele alleinerziehende Müttern müssen ihrem Unterhalt hinterher rennen und wissen nicht wie sie sich und ihr Kind durchbringen sollen.

Da gebe ich dir aus eigener erfahrung vollkommen recht der kindes vater hat null intresse an mein kind obwohl meine maus gerne mit dem vater kontakt haben will dann wurde ein eltern vertrag gemacht da er doch mal intresse zeigt und meine tochter sass nur rum der vater ist weg gefahren und das kind war allein mit der neuen frau und deren zu dem zeit punkt 5 gemeinsamen kinder in der wohnung jetzt meine tochter 9 fast 10 und sagt selber der papa ist doof sie sagt auch das mein freund für sie der papa ist traurig aber wahr der vater zahlt kein unterhalt macht mich an weil ich uvg bekam und wollte um unterhalt kämpfen soll mich mit dem JA zusammen setzen damit die kein unterhalt zahlen und auch nicht zurückzahlen wenn die mittlerweile 6 kinder haben dann müssten die doch keine geldnöte haben sonst würde man doch nicht so viele kinder haben ich muss dabei sagen er hat insgesammt 11kinder um 5 kümmert er sich garnicht er kauft seinen 6 kindern alles und ich muss sehen wie ich ab dem 15. bleibe

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wenn es einen vaterschaftstest gibt, der beweist, das der mann der vater ist, muss er unterhalt zahlen und aht aber dafür auch rechte, das kind zu sehen und ähnliches.

wenn die eltern des kindes sich da kindisch verhalten sind sie selbst dran schuld.

Ich bin für die generelle Abschaffung des gemeinsamen Sorgerechts.

Denn Eltern, denen das Kind wirklich wichtig ist, kümmern sich eh gemeinsam um die Belange des Kindes.

Wem das Kind egal ist, der macht das doch eh nicht - auch nicht mit gemeinsamen Sorgerecht.

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Ja, das finde ich (als Frau) auch eine Frechheit.

Man hört ständig, dass Frauen den Vätern die Kinder vorenthalten. Dabei halte ich es für zweifelhaft ob eine Mutter wirklich** immer** das bessere Elternteil ist. Die Rechte der Väter sollten definitiv gestärkt werden.

Unterhalt zahlen sollen sie immer bis zum Abwinken, aber wehe der Vater möchte sein Kind mal sehen.

Darüber wird wohl gerne vergessen, dass es auch Väter (mit gemeinsamen Sorgerecht) gibt, die von ihren Kindern nix mehr wissen wollen.

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