Umgangsrecht und Sorgerecht für 2 jähriges Kind?

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8 Antworten

Das Umgangsrecht ist unabhängig vom Sorgerecht. Das bedeutet:

Wenn der tatsächliche (biologische) Vater die Vaterschaft für sein Kind anerkannt hat, so hat er auch "automatisch" das Umgangsrecht mit dem Kind. 

  • Das Sorgerecht (welches dann zur "Folge" hätte, dass ihr alle relevanten Entscheidungen für euer Kind zukünftig gemeinsam treffen müsstet...), müsste der Mann ggf. erst beim Familiengericht einfordern (- allerdings dürfte es ihm auch gegen deinen Willen nicht verwehrt werden, wenn das Kindswohl dadurch nicht gefährdet würde....)

In eurer Situation wäre sicherlich erstmal ein "betreuter Umgang" angeraten, also die Anwesenheit einer entsprechend ausgebildeten Person (z.B. Jugendamtsmitarbeiter....), so dass sich das Kind an seinen "neuen" Vater gewöhnen kann, danach wirst du ihm aber einen "normalen " Umgang gestatten müssen, der dem Alter des Kindes gerecht wird, also auch längere Besuche beim Vater (Wochenenden, Ferien, Feiertage...).

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Das Sorgerecht verwirrt doch kein Kind... das bekommt das doch gar nicht mit.

Das Jugendamt hat eine korrekte Aussage getroffen. Die Frist beträgt 2 Jahre.

Wenn falsche Vater nicht mehr als Vater eingetragen ist, hast Du automatisch die alleinige Sorge.

Der richtige Vater hat aber automatisch das Umgangsrecht und wird die gemeinsame Sorge erhalten, wenn er darauf klagt.

Und die gemeinsame Sorge wirst Du dann auch nur verhindern können, wenn Du nachweisen kann, dass der Vater das Kind mißhandelt oder mißbraucht.

Wenn der Vater Umgang will, fädelt man natürlich am besten langsam ein. Aber irgendwann wird sie dann übers Wochenende zu ihm gehen, so er das denn will.

Ein fremdelndes Kind schickt niemand übers Wochenende zum Vater.

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Kommentar von Sternchen852
17.11.2016, 09:49

also wenn der richtige Vater eingetragen wird erhält er nicht automatisch das gemeinsame Sorgerecht sondern nur das Umgangsrecht? Er muss es erst einklagen, dass er es bekommt? Habe ich das jetzt richtig verstanden?

Ja mit dem Umgang habe ich ja kein Problem nur halt Stundenweise mit mir vorerst. Später entscheidet eh das Kind selbst ob es möchte oder nicht. (Habe ich jedenfalls bei meiner Freundin so mitbekommen)

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Hallo,

das Umgangsrecht und das Sorgerecht bestehen unabhängig voneinander. Das heißt, dass auch ein nicht-sorgeberechtigter Elternteil, bei dem das Kind nicht lebt, ein Umgangsrecht mit dem Kind hat. Eine Möglichkeit wäre zu Beginn der begleitete Umgang. 

Das Sorgerecht müsste in einem familiengerichtlich zu führenden Verfahren beantragt werden. Ein gemeinsames Sorgerecht hätte dann zur Folge, dass ihr die relevanten Entscheidungen bezüglich des Kindes gemeinsam entscheiden müsst. 

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der leibliche vater hat natürlich das recht auf das gemeinsame sorgerecht. das verwirrt auch kein kind.

er hat natürlich dann auch sofort das recht auf umgang - ab vaterschaftsanerkennung.
du bist beim umgang nicht dabei wenn der vater das nicht möchte.

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Hallo,
Du widersprichst dir irgendwie selber. Erst sagst du du weißt nicht wer der Vater ist, später sprichst du vom Erzeuger? Weißt du denn wer der Vater ist?

Es wurde ja schon festgestellt, dass dein Exmann nicht der Vater ist.  Damit wird er von Amtswegen aus der Geburtsurkunde gestrichen (wenn er das denn schon beantragt hat). Damit hättest du automatisch allein die elterliche Sorge.

Versuch doch diese Fragestellungen offen und ehrlich mit dem Jugendamt zu klären, das sind keine Unmenschen.

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Kommentar von Sternchen852
17.11.2016, 10:40

nein ich weiß schon wer der Erzeuger der kleinen ist. Das steht fest.

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Kommentar von jeannylie
17.11.2016, 10:42

Und dein Ex will aber (auf dem Papier) der Vater bleiben?

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du musst den biologischen vater des kindes angeben, weil es das recht des kindes ist und erst nachrangig, weil du so an sozialleistungen kommst.

wenn der vater festgestellt wurde, die vaterschaft anerkannt hat, dann hat er auch anspruch auf gemeinsames sorgerecht. wenn er es nicht will, bekommst du das alleinige.

wenn er umgang will, wird er diesen auch bekommen:

- 2-3 nachmittage die woche mit einer übernachtung

- jedes zweite we von fr-mo

- hälftige feiertage und ferien

- drei wochen sommerurlaub sind so das mindeste was er einfordern kann.

voraussetzungen für alleiniges sorgerecht gibt es nicht. es sei denn der vater hat das kind massiv missbraucht und misshandelt. dem ist hier nicht so.

du hast das recht auf umgang, genau wie der vater. du hast die pflicht diesen zu ermöglichen und zu fördern. du hast die pflicht vernünftig und wohlwollend über den vater zu zeugen oder betrachtet man dich als gebärkuh und werferin des kindes?

das kind hat das recht auf umgang mit beiden eltern. du hast es bereits zwei jahre belogen, damit solltest du aufhören.

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Kommentar von misssixty68
06.12.2016, 13:25

2-3 Nachmittage ist nicht wahr,das Nicht WE des Vaters den Nachmittag ja

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Das solltest du mit einem Anwalt für Familienrecht abklären.

Soweit mir bekannt ist, gilt das Kind als ehelich, wenn es während der Ehe geboren ist. Also wäre dein Mann quasi der Vater.

Bei der Frage kommen sicher noch gute Antworten, warte mal ab.

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Kommentar von Ente222
17.11.2016, 09:18

Turbomann, sie schreibt doch, daß von behördlicher Seite bereits festgestellt wurde (Vaterschaftstest), daß ihr geschiedener Mann nicht der Vater ist. Wieso sollte er dann zahlen?

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Kommentar von Sternchen852
17.11.2016, 09:18

ja das Kind gilt als Ehelich wenn man die Vaterschaft nach dem 2. Lebensjahr  anfechtet. Somit habe ich den Zeitraum noch gehabt und es wurde ja ein Gen Test gemacht. Somit war es ja noch möglich.

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Da hast du dich leichtsinniger Weise in eine prekäre Lage gebracht.

Mit dem Grundsatz "kein Verkehr vor der Ehe" wärst du besser gefahren. Geh auf das Jugendamt und laß dich dort ausführlich über die Möglichkeiten beraten, gut für das KInd zu sorgen. Es gibt Kitas, so daß du arbeiten gehen könntest und nicht auf das Geld anderer angewiesen wärst.

Dann hättest du automatisch das alleinige Sorgerecht.

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Kommentar von Sternchen852
17.11.2016, 09:20

ich gehe ja Arbeiten, mache aber nochmal eine Ausbildung sprich so viel verdient man da nicht.. ich habe zwar noch zusätzliche Einnahmen, da ich viel verpachetet habe aber trotzdem.. 

Ja den Termin beim Jugendamt und beim Anwalt habe ich ja bald nur wollte ich vorher halt schonmal wissen was möglich wäre.

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Kommentar von Amtsschimmel25
17.11.2016, 09:37

@Ente222 : "Dann hättest du automatisch das alleinige Sorgerecht."

Wie kommst du auf diese Idee???

Innerhalb einer Ehe der das Kind als gemeinsames zugerechnet wird besteht kraft Gesetz das gemeinsame Sorgerecht.

Da die Mutter die gerichtliche Vaterschaftsanfechtung herbeigeführt hat und sie wohl auch mit einem Urteil, welches den Ehemann als ausschließt, einen Nachweis hat, dass der Ehemann nicht der Vater ist, sind alle rechtlichen Verhältnisse des Mannes zum Kind erloschen. dies betrifft zum Einen die Unterhaltsverpflichtung und zum Anderen auch das Sorgerecht.

Sie ist daher so gestellt, als währe sie bei der Geburt des Kindes unverheiratet gewesen. Sie übt also das alleinige Sorgerecht aus.

Wenn nun der tatsächliche Vater die Vaterschaft anerkennt oder diese gerichtlich festgestellt wird, ist er zwar unterhaltpflichtig, jedoch ist er nicht sorgeberechtigt, da keine Ehe besteht. Nur wenn beide eine Erklärung beim Jugendamt abgeben würden, dass sie außerhalb einer Ehe die gemeinsame Sorge ausüben wollen, wäre auch der Vater sorgeberechtigt.

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