Umgangsrecht eines nichtverheirateten Vaters in Kanada

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4 Antworten

So einfach wie von manchen hier dargestellt ist die Situation nicht. Denn um diese definierter prüfen zu können fehlen maßgebliche Fakten. Entscheidend ist, ob die Mutter das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht besitzt. Tut sie dies, ist ihr Wegzug nach Kanada keine strafbare Handlung im Sinne eines Kindesentzug nach 235 StgB. Somit kann ihr lediglich eine Verweigerung des Umgangsrechts nach §1684 BGB vorgeworfen werden. Dies jedoch auch nur, wenn sie den Umgang tatsächlich verweigert. Solange du die Möglichkeit hast, dass Kind in Kanada zu besuchen, über Webcam und Telefon Kontakt zu ihm zu halten, wird auch hier der Nachweis schwer. Sie müsste sich somit nur an den dir unverhältnismäßig entstandenen Kosten beteiligen. Das Haagener Abkommen ermöglicht dir in einer solchen Situation keine Rückführung nach Deutschland sondern lediglich die Möglichkeit, dass dein Umgangsrecht in Kanada vollzogen werden kann.

Anders stellt sich die Situation natürlich dar, solltest ihr beide über das Aufenthaltsbestimmungsrecht verfügen. Hier könnte nach ausgiebiger Prüfung tatsächlich ein Entzug nach §235 StgB vorliegen, welcher dir ganz andere Möglichkeiten, bis hin zur Rückführung bietet.

Grüße

Oli

www.kindesentzug24.com

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danke, trotzdem, ich habe das gesetz zwecks umgangsrecht zwar hinter mir, beschluss besteht bereits, aber wieso hört man solch erschreckende geschichten - das väter ihre kinder gar nicht mehr sehen weil die mutter das verweigert, das 2000000 väter in solch einer lage sich befinden, etc. weiss jemand welches gericht (D oder Kanada) zuständig für die neuregelung des umgangsrechts ist?

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Kommentar von sumba
06.02.2011, 13:47

hm du hast doch einen beschluss, warum brauchst du jetzt schon wieder einen?

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da die mutter ein alleiniges sr hat und somit auch alleiniges abr, ist von kindesentziehung und kindesentführung keine rede. du hast weiterhin die möglichkeit den umgang mit dem kind zu gestalten. der wird halt im rahmen nur sehr viel geringer ausfallen, beschränkt sicher auf einige wochen im jahr in kanada. aber darüber wirst du dich mit der mutter des kindes einigen müssen. wenn sie kein geld hat um die kosten mitzutragen, wirst du diese allein tragen müssen. ich denke auch nicht, dass die mutter dich ohne vorwarnung vor vollendete tatsachen gestellt hat. und ob sie den typen den sie geheiratet hat gut kennt oder nicht, entzieht sich wohl komplett deiner kenntnis.

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Kommentar von Papainliebe
06.02.2011, 23:41

der witz ist... sie hat uns vor vollendete tatsachen gestellt und ist einach nicht mehr vom "urlaub" zurück.. es ist eine schande für die bundesrepublik deutschland so etwas zuzulassen- von wegen sicherheit und demokratie.. das ich nicht lache.. mein kind wird mit unterstützung des jugendamtes von mir entfremdet..

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Setz Dich flugs mit einem Familienrechtler in Verbindung, der sich mit internationalen Fällen auskennt. Da Du "nur" das Umgangsrecht für Euren Sohn hast, aber weder das Sorge- noch das Aufenthaltsbestimmungsrecht, weiß ich nicht, ob dieser Fall unter das Haager Abkommen fällt.

Außerdem empfehle ich, dass Du Dich mal mit dem IAF (Verband binationaler Familien und Partnerschaften) in Bonn in Verbindung setzt:

Thomas-Mann-Straße 30

53111 Bonn

Fon: 0228 / 90904-0

Fax: 0228 / 90904-14

nrw AT verband-binationaler.de

www.verband-binationaler.de

Und sieh Dich auch auf der Website vermisste-kinder.de um, da solltest Du u.a. Infos zum Haager Abkommen finden.

Wichtig erscheint mir, dass Du möglichst schnell handelst, denn je länger Dein Sohn in Kanada lebt und dort seinen Lebensmittelpunkt entwickelt, desto schwieriger dürfte es werden, das Kind nach Deutschland zurückzuholen, sofern dafür überhaupt eine rechtliche Grundlage besteht.

Ich wünsche Dir viel Glück!

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Kommentar von Urbanessa
04.02.2011, 20:47

Habe noch ein bisschen gegoogelt: Offenbar greift das Haager Abkommen auch bei Entzug des Umgangsrechts, (s. Artikel 1 Abs. 2: http://www.hcch.net/upload/text28d.pdf)

Dann hoffen wir mal, dass Du ausreichend Geld und Geduld hast, um Dein Recht durchzusetzen. Alles Gute.

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