Umgangsrecht Besuchsrecht oder lieber verweigern Kleinkind?

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6 Antworten

Wenn der Vater das Kind nicht sehen will, kann die Mutter nichts oder nur wenig dagegen ausrichten - sie könnte den Umgang allerdings nicht selbst untersagen, denn:

Das Umgangsrecht ist kein Recht der Eltern, sondern das Recht des Kindes auf Umgang mit beiden Eltern (BGB §1684), wenn es nicht mit ihnen beiden zusammen lebt (http://dejure.org/gesetze/BGB/1684.html). 

Es ist unabhängig vom Sorgerecht oder Unterhaltszahlungen.

Denn nur durch den Umgang/ die Besuche kann das Kind eine Beziehung/ Bindung zum anderen Elternteil aufbauen.

In diesem Rahmen hat der "betreuende Elternteil" - hier die Kindsmutter - eine "Wohlverhaltenspflicht: sie ist gehalten, auf den Umgang des Kindes mit seinem Vater positiv einzuwirken....(BGB §1684, Abs. 2)

Der umgangsberechtigte Elternteil - hier der Vater - hat die Kosten des Umgangs (Transport, Verpflegung, Unterkunft, Ausflüge) in der Regel allein zu tragen. (Nur, wenn die Mutter selbst mit dem Kind so weit weggezogen wäre, dass dadurch der Umgang für den Vater erschwert würde..., könnte sie ggf. an den Kosten beteiligt werden...)

Die Mutter ist lediglich verpflichtet, das Kind für die Besuche mit ausreichend Kleidung, Wechselwäsche...etc. auszustatten...

Über die Art und die Anzahl der Besuche müssen die Eltern sich selbst einigen und dabei auf die Belange des Kindes (Alter, Entwicklungsstand) und auch die des jeweils anderen Elternteils Rücksicht nehmen.

Wie, wo, bei oder mit wem... der Vater die Besuche dann gestaltet, bleibt allein ihm überlassen. Die Mutter hat diesbezüglich kein Mitspracherecht und der Vater ist ihr auch nicht Rechenschaft pflichtig - solange das Wohl des Kindes nicht in Gefahr ist.

Wäre das Kindswohl allerdings gefährdet, sollte/ könnte sich die Mutter an das Jugendamt wenden, dann könnte durch Empfehlung/ Gutachten o.ä. eine gerichtliche Entscheidung herbeigeführt werden, z.B. den Umgang unter Aufsicht zu stellen oder auszusetzen....

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Eigentlich muss sie nur das mit den Betäubungsmitteln angeben und dann ist der Umgang Geschichte!

Deine Freundin soll sich nen anständigen Kerl suchen, der das Kind lieb hat und gerne die Vaterrolle übernimmt, und dann lieber mit dem zusammen einen auf Familie machen.

Schädlich wird es allerdings bei ständig wechselnden Partnern, weil das Kind feste Bezugspersonen braucht an denen es sich orientieren kann.

Zu 1.: Wenn sie das alleinige Sorgerecht hat, überhaupt nicht.

Zu 2.: Er muss sich selber kümmern, wenn er das Kind sehen will.

Zu 3.: Sprit und Aufwand sind keine Argumente, und sie soll sich nicht den Kopf des Erzeugers zerbrechen.

Der Mann ist der Beschreibung nach ein verantwortungsloser und gleichgültiger Mensch und sollte besser ganz außen vor gelassen werden um das Kindeswohl nicht zu gefährden.

Da sie das alleinige Sorgerecht hat kann sie wohl alleine entscheiden, auch wo sich das Kind aufhalten darf/soll (Aufenthaltsbestimmungsrecht).

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Kommentar von hertajess
19.01.2016, 12:01

Eigentlich muss sie nur das mit den Betäubungsmitteln angeben und dann ist der Umgang Geschichte!

Träum mal schön weiter diesbezüglich. Denn eine Kindeswohlgefährdung ist in jedem Fall erst mal nachzuweisen. 

Naja, nach Deiner Auffassung trägt Dämchen selbstverständlich absolut keine Verantwortung bezüglich der Frage welches Männchen als zukünftiger Vater ausgewählt wird und welcher nicht. Unser Grundgesetz hat ja erst seit Mai 1949 Gültigkeit. 

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@ CLA2ooAMG

Vielleicht sollte sie sich mal von einem Anwalt für Familienrecht beraten lassen, wei das in ihrem Fall mit dem Umgangsrecht geregelt ist oder wird..

Sie hat das alleinige Sorgerecht wie du schreibst, warum lässt sie die Sache dann nicht auf sich beruhen, wenn er sich eh nicht sehen lässt?

Aber sie sollte trotzdem das Kind mit ihrer persönlichen Meinung über seinen Vater nicht beeinflussen. Irgendwann wird das Kind den Wunsch mal haben, seinen Vater zu sehen, wenn es selber entscheiden kann. Dann sollte der Weg für das Kind frei sein, ob es seinen Vater sehen will oder nicht.

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Kommentar von maja11111
18.01.2016, 13:34

aha und du zahlst den anwalt? noch hat sie asr, dem vater steht gsr zu, das kann er verlangen oder auf ihre kosten gerichtlich beantragten.

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Der Vater hat ein Umgangsrecht, dass man ihm von Gesetzes wegen nur in engen Ausnahmefällen völlig entziehen kann. Was die Mutter denkt, wünscht oder sich vorstellt ist in diesem Zusammenhang nicht entscheidend. Vielmehr kommt es einzig und allein darauf an, dwas das Beste für das Kind wäre. Es lässt sich keineswegs so pauschal sagen, dass es wegen der Unregelmäßigkeiten für das Kind besser wäre, den Vater gar nicht mehr zu sehen. So denkt vielleicht ein Erwachsener, aber so fühlt kein Kind. Auch ein seltener und/oder unregelmäßiger Umgang ist meist besser, als gar kein Umgang. Die Mutter muss hier sicherlich einige Opfer bringen. Aber sie hat nun mal ein Kind mit diesem Mann, und deshalb muss sie dessen Eigenarten eben auch bis zu einem gewissen Grad hinnehmen. Das ist nun mal das Schicksal, das einen treffen kann, wenn man sich mit einem Partner einlässt. Das soll nicht bedeuten, dass der Vater nicht verpflichtet wäre, sein Verhalten zu ändern und mehr Verlässlichkeit zu zeigen. Allerdings kann man ihn nicht dazu zwingen, und Umerziehung ist oft schwierig. Solange durch sein Verhalten nicht das Kindeswohl gefährdet wird, muss man sich letztlich wohl leider doch damit abfinden. Etwas anderes ist es natürlich, wenn der Vater z.B. wegen Drogenkonsum das Kind gefährden würde. Allerdings muss ihm das nachgewiesen werden. In diesem Fall käme ein begleiteter Umgang in Betracht, z.B. in Anwesenheit eines Jugendamt-Mitarbeiters. Die Kosten des Umgangs, insbesondere also die Fahrtkosten, muss der Vater tragen.

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in deisem falle wäre umgangsvereinbarung ganz wichtig.

in der regel gehen kinder ab einem halben jahr oder spätestens nach abstillen zu ihrem vater mit übernachtung.

eine umgangsvereinbarung sähe dann etwa so aus:

1. 2-3 nachmittage mit 1-2 übernachtungen, jedes zweite we von fr-so, hälftige ferien u. feiertage, drei wochen sommerurlaub

- hinweisen solltet ihr kv, dass er die kosten des umgangs beantragen kann beim jobcenter. die fahrtkosten, die kduanteile und regelsatz, werden dem vater dann für die zeit der umgänge gezahlt.

2. eigentlich wäre es vernünftig die kosten zu teilen. so handeln es erwachsene. oder sie teilt ihm mit das er doch die kosten beantragen sollen für den umgang.

3. äußerungen wie diese sagen eltern ohne verantwortung und solche äußerungen schädigen das kindeswohl. die km ist angehalten den umgang zu fördern und zu fordern. durchkommen würde sie damit nie, denn kv kann jetzt zwei jahre umgang aussetzen und in zwei jahren fordert er umgang und sie müsste ihn gewähren.

4. was er mit den anderen kindern tut, was er trinkt oder angeblich raucht ist seine sache. es geht die km nichts an.

ob das kind bezug hat oder nicht, es ist der vater des kindes und die mutter hat die pflicht den umgang zu fördern. als erwachsene würde sie sich mit kv hinsetzen und eine lösung für die situation finden.

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Der letzte Satz sagt doch alles :-) wenn er das Kind nicht sehen will- sein Problem. Hauptsache Unterhalt ist geregelt. Wie kann ein Mann so dumm sein?.....

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