Umgangsrecht aus Verzweiflung erzingen?

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5 Antworten

Ich denke, dass man nicht über irgendwelche Anwälte seine Kinder dazu nötigen soll, bzw kann, sie zu sehen.. Ich würde an seiner Stelle, sollte er die Handynummern der Kinder haben immer wieder sms schicken und sie um ein klärendes Gespräch bitten. Auch könnte er einmal versuchen, sie nach der Schule abzupassen und sie ebenfalls darum bitten. Geht das alles nicht , oder bringt das alles nichts, muß er sich leider erstmal damit abfinden. Leider werden die Kinder oft negativ von den Müttern beeinflusst und da die Kinder auch meistens bei den Müttern leben- haben sie natürlich ein leichtes Spiel. Wenn die Kinder alt genug bzw älter geworden sind, sind sie warscheinlich eher bereit, sich bei ihm zu melden. Deinem Freund bleibt nichts anderes übrig, als darauf zu warten. Umso mehr Druck er eventuell übers Familiengericht ausübt, umso mehr geht warscheinlich der Schuß nach hinten los. Abwarten..in den meisten Fällen melden sich die Kinder irgendwann..

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Kommentar von MeineNase
12.07.2013, 10:34

Ich häng mich mal ganz frech an die hilfreichste Antwort dran.

  • Der einzige Grund ist oft, dass die Mutter nach der Trennung bewusst oder unbewusst Macht über das Kind ausübt.

Wer meint, es müsse da immer handfeste Gründe für die Mutter geben, den Vater vor dem Kind schlecht zu machen, der täuscht sich gewaltig und hat von Psychologie keine Ahnung. Hier wird als ein möglicher Grund aus dem Ärmel geschüttelt, der Vater hätte sich möglicherweise während der Beziehung nicht fair und lieb ggb der Mutter verhalten, da kommt das Verhältnis zum Kind noch gar nicht zur Erwähnung. Als "Beweis" für diese Gründe wird dann angegeben, eine Mutter würde sich niemals grundlos den Strapazen einer Alleinerziehenden aussetzen. Wieder geht es nur um die Mutter, nicht etwa um die Bedürfnisse des Kindes.

Ich lese daraus, dass es quasi die elterliche Pflicht der Mutter zu sein scheint, ihr Kind vor dem bösen anderen Elternteil zu schützen. Ob er böse ist, entscheidet die Mutter, nicht das Kind.

Schade, dass

  1. weiterhin behauptet wird, das Kind sei mit 15 alt genug, um am Ende einer jahrelangen Gehirnwäsche durch die Mutter nun angeblich alt genug ist, um sich scheinbar frei für oder gegen den Vater zu entscheiden.

  2. behauptet wird, der Vater hätte dieses schleichende Problem Entfremdung rechtzeitig erkennen müssen, geschweige denn, etwas gegen diese Manipulation der Mutter tun können. - (Viele stehen vor der Entscheidung, Umgang gerichtlich regeln zu lassen und dadurch die Mutter weiter zu verärgern, ihr weitere "Gründe" für ihre Manipulationen zu geben und den Entfremdungsprozess weiter zu verschärfen - diese Bemühungen des Vaters werden gewohnheitsgemäß als Aggression ggb der Mutter angesehen - die Frage "was hat er denn in den 3 Jahren versucht?" lässt sich im Nachhinein immer leicht stellen! )

  3. weiterhin die Ursachen der Entfremdung in der Paarbeziehung der Eltern gesucht werden und die Beziehung Kind - Vater nicht als unabhängige Beziehung anerkannt wird, Sie scheint eine Fortführung der Beziehung der Eltern zu sein. Hatte der Vater irgendwann die Chance, sein Versagen ggb der Mutter in seiner Beziehung zum Kind wieder gut zu machen? Nein, denn die Mutter weiß das mit allen Mitteln zu verhindern. Sie müsste sonst ihren Anteil am Scheitern der Elternbeziehung anerkennen.

  4. weiterhin die Reaktion des Kindes auf jahrelange Gehirnwäsche keine Beachtung findet. Stichwort PAS = Parental Alienation Syndrom (bitte selbst googeln, bringt meist mehr als Gutefrage).

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Es fällt auf, wie hier nach dem "Grund" gesucht wird. "Es MUSS einen Grund für ihr Verhalten geben". Natürlich gibt es den! Die Trennung der Eltern ist der Grund, und eine Trennung geht in den seltensten Fällen "sauber" ab. Und die Verletzungen, die man dabei erfährt, kann man vlt vergessen, wenn man sich aus dem Weg gehen kann, nicht aber, wenn man jahrzehntelang durch ein Kind zwangsläufig miteinander verbunden ist.

Aber was ist, wenn ich behaupte, dass dieser Grund ursprünglich NICHTS mit dem Kind zu tun hat? Dass Väter tatsächlich plötzlich und überraschend nach einer gescheiterten Beziehung mit einer Frau eine gesunde, liebevolle Beziehung zu ihrem Kind schaffen? Mir ist das so gegangen. Meine Tochter kommt heute, und sie kommt gern. Sie ist auch 15. Wir Eltern haben es irgendwie geschafft, uns 15 Jahre lang die Köpfe einzuschlagen und das Kind einigermaßen rauszuhalten. Ich muss heute auch der Mutter meiner Tochter Respekt zollen, dass sie trotz ihrem Hass ggb mir es nicht über das Herz gebracht hat, dem Kind den Vater wegzunehmen.

Die Mutter, egal was sie für Gründe haben mag, hat nicht das Recht, ihr Kind damit zu belasten. Wenn es die Eltern nie schaffen, die jeweilige Beziehung des Kindes zum anderen Elternteil als etwas Unabhängiges zu respektieren, dann fragt man irgendwann - wenn das Kind selbst den Umgang nicht mehr wünscht, weil er über die Maßen belastet ist - ob man den Umgang aus Verzweiflung erzwingen soll. Dann ist es aber zu spät.

Es ist völlig unerheblich, ob die Mutter "Gründe" hatte. Auch Staaten finden immer einen Grund für ein Feindbild und schaffen es immer wieder, das Volk in einen Krieg zu treiben. Ob das Volk sich dann irgendwann informiert und sich verarscht fühlt, ist den Machthabern egal. Der Krieg hat stattgefunden und der Sieger schreibt die Geschichtsbücher.

Lasst unsere Kinder die Geschichte schreiben, nicht die alleinerziehende Mutter!

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Es wird Gründe geben, warum dieses problem erst nach 3 jahren hochkocht. Es wird Gründe geben, warum die Tochter keinen Bock darauf hat, den vater zu sehen. Es wird ebenfalls Gründe dafür geben, warum auch der Kontakt zum Sohn nur sporadisch und schwierig ist. Über alle diese gründe schreibst du nichts. Aber du willst Ratschläge, wie man eine 15-jährige gegen ihren Willen zwingen kann, Umgang mit dem vater zu pflegen. Warum eigentlich?

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Kommentar von heartsblood
30.06.2013, 16:51

Das Problem kocht seit drei Jahren. In ein Forum zu schreiben stand nicht als erstes auf der Liste. Ganz im Gegenteil. War auch sicher keine gute Idee. Ein Vater, der nur schlecht dargestellt wird hat oft keine Chance.

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es wäre ja hammerhart, wenn da ein erzwingen des kontaktes möglich wäre. wäre das überhaupt das, was der vater möchte, wenn das kind da keinerlei interesse dran hat?

is doch nicht selten, dass kinder den getrennten lebenden vater nicht sehen wollen, wenn sie in der pubertät sind.

ich finde, der vater sollte dem kind vielleicht mal einen brief schreiben, dass er sich mit dem kind aussprechen will.

kann das andere kind diesbezüglich nicht was ausrichten?

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Kommentar von heartsblood
01.07.2013, 07:14

"Kontakt erzwingen" klingt natürlich brutal- ein Gespräch wäre schon ein kleines Wunder.....

Bei jüngeren Kindern ist das ja auch nichts besonderes, dass sich eine Mutter an das Umgangsrecht halten muss. Dadurch haben Väter eine Chance den Kontakt und die Beziehung zu den Kindern aufrecht zu erhalten.Ab einem gewissen Alter wird's dann aber schwierig.....

Wenn es nur die Pubertät wäre, wäre alles halb so schlimm. Die Mutter hat die Kinder nach der Trennung dazu benutzt, dem Vater weh zu tun. Sie hat versucht alles so darzustellen, dass der Vater an allem Schuld ist. Kleine Lügen auch normal- hauptsache der Vater steht in einem schlechtem Licht da. Das Verhalten der Mutter ist auch vom JA als "pädagogisch nicht sinnvoll" bezeichnet worden. An Vereinbarungen die über das JA getroffen worden sind hat sie sich auch nie gehalten. Die Oma hat sie den Kindern auch ausgeredet. Die war davor eine Bezugsperson der Kinder- und eine sehr liebevolle Oma.

Brief schreiben, klar, natürlich, alles schon mehrfach passiert........

Das andere Kind kann da gar nichts ausrichten. Kommuniaktion auch nicht ganz einfach, weil offensichtlich ist, dass nichts von zu Hause erzählt werden darf- alles was im geringsten mit daheim zu tun hat, darüber wird nicht gesprochen. Die Schwester am besten gar nicht erst erwähnen. Da ist es schon schwierig zu fragen, was am WE los war, weil ja fast alles irgendwas von daheim "verraten" könnte........

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Vielleicht wurde dir als neuer Frau die Situation und die Gründe der Trennung auch anders dargestellt als sie war/en. Hast du darüber schon mal nach gedacht.Die Männer sind immer die armen Engelchen und man kann ja gar nicht verstehen warum die Exfrauen so biestig sind.....aber all das hat Gründe. Auch wenn Kinder keinen Kontakt mehr möchten hat das Gründe. Eine 15-jährige ist kein kleines doofes Kind mehr und auch sie wird ihre Gründe haben. Natürlich kann er seine Ex und die Kinder vors Familiengericht zerren, aber wenn die Kinder dort sagen sie möchten keinen Kontakt dann wird das so akzeptiert....und ausser Spesen nix gewesen, denn dein freund hat sämtliche Kosten zu tragen auch den Anwalt der Ex, denn sie verweigert den Kontakt nicht, es ist so das die Kinder nicht wollen. Mich wundert auch das du hier schreibst und nicht er selbst...ist er zu schwach dafür? Hat er nicht den Willen um seine Kinder zu kämpfen? befürchtet er unangenehme Fragen bzw. das die Wahrheit ans Licht kommt? Ich weiß es nicht, aber ich weiß das du nicht so gutgläubig sein solltest. Ruf doch die Tochter mal an und frag sie selbst warum sie ihren Vater nicht sehen möchte, du wirst staunen was sie dir zu sagen hat falls sie mit dir redet. Ich meine das alles nicht böse, ich schreibe aus Erfahrung und möchte dich davor schützen deine Kraft für Ihn und sein Ding aufzuwenden. Ich rate dir es zu lassen wie es ist, er soll es als Lehre nehmen und beim nächsten Kind (Falls du welche möchtest) besser machen. Aber zuerst solltest du die Wahrheit heraus finden...ein Gespräch mit der >Ex wirkt da Wunder und ist sehr hilfreich. Es gibt immer 2 Seiten.

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Kommentar von heartsblood
01.07.2013, 18:35

Eines habe ich in den vergangenen Jahren gelernt: es gibt solche und solche Fälle- und man sollte nie von einem auf den anderen schliessen. Oder von sich selbst auf jemand anderen. Meine Erfahrungen sind leider, dass dem Vater selten gegluabt wird, weil sich niemand vorstellen kann und will, dass eine Mutter so reagiert. Ausserdem ist meistens die/der Verlassene die /der Arme; hinter die Kulissen schauen die wenigsten.

Die Gründe der Trennung sind mir bekannt. Da du mich nicht kennst, solltest du nicht davon ausgehen, dass ich gutgläubig bin.

Ich kann das Verhalten der Tochter sehr gut verstehen- wäre ich früher mit meiner Mutter in dieser Situation gewesen, und hätte meine Mutter genau so reagiert, dann hätte ich sicher auch nicht alles hinterfragt, und ihr geglaubt und vertraut. Aber in diesem Fall wird es für Mutter und Tochter sicher mal nicht leicht sein, wenn die Tochter die Situation irgendwann einmal genauer hinterfragen wird, und vielleicht in einigen Jahren den Kontakt zum Vater suchen wird......

Die Mutter schützt in erster Linie sich selbst davor, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Ich kenne meinen Freund bereits seit einiger Zeit vor der Trennung, woraufhin uns nach der Trennung eine Affäre angedichtet wurde (von der Ex), die schon Monate vor der Trennung begonnen haben soll. Eine der Unwahrheiten die sie ihren Kindern erzählt hat. (Muss man den Kindern mehr weh tun als nötig?) Ich wusste nichts davon, dass mein Freund vor hatte sich zu trennen. Mir war nur bekannt, dass BEIDE in der Ehe nicht glücklich waren. SIE war sogar besser auf die Trennung vorbereitet- nur hat ER den Schritt gemacht. Ausserdem hat sie den Kontakt zu Freunden, und auch zur Oma der Kinder, kurz nach der Trennung abgebrochen- jeder der etwas über die Beziehung wusste, evtl eine Meinung zu etwas haben oder äußern könnte, war nicht mehr erwünscht.

Mal eben so vor's Gericht zerren ist natürlich Quatsch- und ein Vater muss sich sein Recht auch erstmal leisten können...... Ein Gespräch wäre schon der absolute Wahnsinn! Und ich würde es auch für sehr sinnvoll halten, wenn ein Psychologe mit dabei wäre.

Mein Freund kämpft seit 3 Jahren- wäre er schwach, hätte er längst aufgegeben. Es sein zu lassen, wie es ist....würdet du das, wenn du wüsstest, dass deine Kinder nichts wirklich wissen, aber alles glauben? Um in ein Forum zu schreiben, muss man auch nicht besonders stark sein. Ich suche lediglich nach ähnlichen Erfahrungen und Ratschlägen, wie man in einer solch verfahrenen Situation weiterkommen kann.

Ein Gespräch mit der Ex? Auf einen Anruf meinerseits folgt dann wieder ein Brief ihrer Anwältin.......

Und ich gebe dir recht: .....2 Seiten! Und mein Freund kämpft seit 3 Jahren, dass auch seine gehört wird. Bisher ohne Erfolg!

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