Umgangsrecht - Probleme wegen Geburtstag und Einschulung

... komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Tja, wenn es der Mutter nicht recht ist, dann lass es lieber und feiere den Geburtstag bei Dir nochmal.

Bzgl.der Schultüte hat die Mutter nichts zu melden. Selbstverständlich darfst Du ihr eine Schultüte schenken.

Gesetzlich ist festgelegt, dass das Elternteil bestimmt, bei dem sich das Kind gerade aufhält

§ 1687 Ausübung der gemeinsamen Sorge bei Getrenntleben

(1) Leben Eltern, denen die elterliche Sorge gemeinsam zusteht, nicht nur vorübergehend getrennt, so ist bei Entscheidungen in Angelegenheiten, deren Regelung für das Kind von erheblicher Bedeutung ist, ihr gegenseitiges Einvernehmen erforderlich. Der Elternteil, bei dem sich das Kind mit Einwilligung des anderen Elternteils oder auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung gewöhnlich aufhält, hat die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten des täglichen Lebens. Entscheidungen in Angelegenheiten des täglichen Lebens sind in der Regel solche, die häufig vorkommen und die keine schwer abzuändernden Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben. Solange sich das Kind mit Einwilligung dieses Elternteils oder auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung bei dem anderen Elternteil aufhält, hat dieser die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten der tatsächlichen Betreuung. § 1629 Abs. 1 Satz 4 und § 1684 Abs. 2 Satz 1 gelten entsprechend.

(2) Das Familiengericht kann die Befugnisse nach Absatz 1 Satz 2 und 4 einschränken oder ausschließen, wenn dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist.

§ 1687a Entscheidungsbefugnisse des nicht sorgeberechtigten Elternteils

Für jeden Elternteil, der nicht Inhaber der elterlichen Sorge ist und bei dem sich das Kind mit Einwilligung des anderen Elternteils oder eines sonstigen Inhabers der Sorge oder auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung aufhält, gilt § 1687 Abs. 1 Satz 4 und 5 und Abs. 2 entsprechend.

Wie ist der Umgang denn sonst geregelt?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich gehe davon aus, dass du mit der Mutter nicht verheiratet warst. Dann wird dich interessieren, dass jetzt am Samstag ein neues Umgangsrecht in Kraft tritt. Ich gebe dir den Link: http://www.sueddeutsche.de/politik/neues-umgangsrecht-fuer-vaeter-dabei-sein-1.1719751

Viele Frauen benutzen die Kinder als Waffe gegen den Mann, um sich zu rächen für was auch immer. Die Leittragende ist hier deine Tochter, was die Mutter natürlich überhaupt nicht einsieht. Vermutlich musst du dir dein Besuchsrecht einklagen, denn du wirst ja auf ein Minimum zurückgedrängt, das ist einfach nicht okay. Lass dir das nicht gefallen, schon wegen des Kindes nicht. Es braucht seinen Vater!

Alles Gute.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Billigirl
30.08.2013, 00:42

Das sehe ich genauso. Mein Standpunkt ist der: Auch wenn die Eltern getrennt/ geschieden sind sollte man als Eltern zu bestimmten Anlässen gemeinsam auftreten wegen dem/ der Kinder. Dazu gehört für mich Einschulung, Konfirmation/ Kommunion, Hochzeit und Taufe eines Enkelkindes.

0

Dass du auf 180 bist, verstehe ich gut. Gleichzeitig merkst du aber auch, dass es deinem Kind schadet, wenn du dich zu passiv verhältst. Das Gefühl verstärkt sich später noch, wenn sie 10 wird, und nochmal, wenn sie in die Pubertät kommt. Also die jeweiligen geistigen Wachstumsschübe oder veränderten Bedürfnisse des Kindes oder wie man es nennen will, erfordern auch eine Anpassung der Eltern.
Als meine Tochter 10 wurde, ist mir endlich bewusst geworden, dass ich unbedingt etwas tun muss, um ihr zu zeigen, dass unsere Beziehung nicht von der Mutter abhängt. Als Vater bin ich für sie der Prototyp ihrer Beziehung zu Männern. Ihre Mutter bringt ihr bei, wie sich Frauen zu Männern verhalten.

Mit einigen Anträgen auf Umgangsregelung, wöchentliches Telefonat etc und entsprechenden Anträgen auf Ordnungsmittel habe ich nicht nur der Mutter ihre Grenzen gezeigt. Ich habe auch meiner Tochter gezeigt, dass ich notfalls für sie kämpfen werde. Deinem Kind zuliebe darfst du das Ziel nie aus den Augen verlieren, nämlich ihr Stärke, Vertrauen, Sicherheit zu geben. Die Mutter wird immer versuchen, deine Aktionen als verletzte männliche Eitelkeit darzustellen. Sie wird versuchen, dich zu beleidigen, dich lächerlich zu machen, um wieder die Macht zu erlangen.

Da die Mutter unbewusst gegen das Kindeswohl handelt, musst du im Sinne einer gesunden Entwicklung deiner Tochter doppelt verantwortungsvoll handeln. Ich habe mich zwar immer wieder auf 180 bringen lassen und bin selbst immer wieder in die alten Beziehungsmuster mit der Ex gerutscht, aber immerhin lese ich heute noch meiner 15 jährigen Tochter abends vor, weiß, wann sie ihre Tage hat, etc. - Vertrauen und Sicherheit braucht auch ein 15 jähriges Mädchen noch.

Ich glaube, sie hat einfach gemerkt, dass ich sie nicht als Spielball zwischen den Eltern sehe, sondern dass Vater und Tochter etwas eigenes gemeinsam haben, das ihnen niemand wegnehmen kann. Dazu waren die Anträge ans Familiengericht nur Mittel zum Zweck.

Das Ziel muss sein, mehr vertrauensvolle Erlebnisse mit seinem Kind zu haben als die Mutter zerstören kann. dann hat dein Kind schon gewonnen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Gut so das das Kind das Gespräch nicht mitbekommen hat. Du solltest trotzdem Dein Kind abholen und die Zeit mit ihm genießen. Auch wegen der Einschulung würde ich mir nicht vorschreiben lassen was ich meinem Kind schenke!!! Habe das Gefühl, dass Deine Ex versucht Dich ,,madig" zu machen und Dich als schlechten Papa hinzustellen. Leider ist dies oft der Fall bei gescheiterten Beziehungen, daß dann das Kind beeinflußt wird um sich selbst in einem guten Licht darzustellen und den anderen Partner als ,,schlecht" hinzustellen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Oh je, das kenne ich nur zu gut.....

Das Problem mit dem Geburtstag dürfte sich ja jedes Jahr stellen, das solltest du gerichtlich regeln lassen. Im allgemeinen bleiben die Kinder tatsächlich am Geburtstag zu Hause im gewohnten Umfeld, du kannst mit ihr "nachfeiern". Ist nicht schön, aber leider Realität. Ich verstehe jedoch nicht, was gegen einen kurzen Besuch sprechen sollte, um zu gratulieren.

Mit der Einschulung sieht es anders aus. Das ist so ein wichtiger Tag für die Kleine, daß sie sich sicher über deine Anwesenheit freut. Sagen wir mal so; eine Schule ist ein öffentliches Gebäude, du hast dort kein Hausverbot. Fahr also hin, nehme an der Einschulung teil, aber sitze nicht direkt neben deiner Ex, sondern halte dich abseits. Die Sache mit der Schultüte kann ich noch nachvollziehen. Eine reicht wirklich an dem Tag. Die Kinder sind so aufgeregt, daß sie kaum die eine getragen kriegen; für noch eine zweite kleine haben die gar keine Hände frei. Schenk ihr die einfach später beim nächsten Besuchstermin; sag der Kleinen das aber auch!

Deine "180" kann ich verstehen. Diskutiere da nicht lange rum, sondern leite Schritte ein. Geh zum Jugendamt oder zu einem Anwalt für Familienrecht. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen: Tust du das nicht, wird es schlimmer werden. Der Dame müssen wohl ihre Grenzen gezeigt werden. Und das möglichst, bevor sie zu viel Schaden anrichtet. Sie darf dir das Kind nicht entfremden. Hast du mal erst ein Urteil, wie das Umgangsrecht geregelt ist, kann sie sogar das Sorgerecht verlieren, wenn sie sich nicht dran hält.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Da du einen Umgang mit deiner Tochter hast, schenke ihr ganz einfach die Schultüte etwas später. Damit es zur Einschulung nicht zum Streit kommt, würde ich diesen Tag nicht vorbeikommen, nimm deine Tochter also eine Woche später zu dir.

Allerdings solltet du mal mit der Mutter Klartext reden und auf dein Umgangsrecht beharren.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo wedge05,

ihr scheint eine sehr traurige Trennung hinter euch zu haben...was hast du der Frau angetan das sie so zu dir ist? Ich verstehe deine Situation, du fühlst dich machtlos und mehr als ungerecht behandelt...aber die Frage ist warum verhält sich deine Ex so? Eine Frau die gerecht und mit Respekt in der Beziehung behandelt wurde hätte ein Interesse daran auch nach einer fairen und respektvollen Trennung das Kind mit dir und deiner Hilfe gemeinsam zu erziehen und auf dem weg zum Erwachsen werden zu begleiten. was denkst du warum sie das nicht möchte?

Zu deiner Frage: das kann ich dir genau beantworten wenn du meine Frage beantwortet hast.

Allgemeine Antwort: wenn du keinen Zugang zur Mutter findest kannst du den Umgang nur gerichtlich regeln lassen, dann hast du starre Zeiten an die sich beide Elternteile halten müssen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von MeineNase
01.09.2013, 10:57

Jede Trennung ist traurig. Die Frage ist nicht, warum die Frau sich so verhält. Sie verhält sich so, weil sie es kann.

Der einzige Zugang, der hier erstrebenswert ist, ist der der Eltern zum Kind. Blockiert die Mutter einseitig diesen Zugang, so frage ich nicht lange nach dem Grund. Sie tut es einfach. Die Ursachen dafür zu ergründen, ist Zeitverschwendung. Wie viele Jahre habe ich versucht, die Ex verstehen zu wollen und habe dadurch die wahren Bedürfnisse meines Kindes aus den Augen verloren!

Gut, wir haben ein Kind gemacht und die Paarbeziehung zur Mutter ist beendet. Wir haben kein Problem damit, starre Zeiten einzuhalten, ebensowenig wie unser Kind. Wir gehen pünktlich zur Arbeit und das Kind geht pünktlich zur Schule.

Es wäre wünschenswert, wenn auch der Umgang geregelt ablaufen würde, statt sich immer wieder zu fragen, was denn nun die Mutter für Probleme mit der Trennung hatte. Selbst wenn der Vater sich unfair getrennt hätte, steht das nicht zur Debatte. Die Beziehung zum Kind ist davon unabhängig.

0

Klär das mit dem Jugenamt. Du hast mehr Rechte.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?