Umgang mit Palliativpatienten

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Hallo. Das ist eine sehr schwierige Sache... Aber ich finde es gut, dass du es machst. Ich persönlich finde nicht, dass du zu weit gegangen bist. Gerade bei Menschen, die Wissen, dass sie bald gehen müssen, ist besonderes Fingerspitzengefühl gefragt. In meinen Augen ist es das Wichtigste, sie zu begleiten, einfach da zu sein... Mit ihnen lachen und weinen. Zum Tode gehört nicht nur Trauer, sondern auch ein Lächeln... Allerdings musst du auch aufpassen, dass du dich auf Dauer nicht zu Emotional an die dir Anvertrauten Personen hängst, sonst gehst du irgendwann kaputt. Du musst für dich allein den goldenen Mittelweg finden.

Es ist ja "nur ein" vierwöchentliches Praktikum, danach bin ich ja wieder bei mir in der Stammeinrichting. Aber es ist eine gute Erfahrung und es hat mir gezeigt das es bis zu einem gewissen Punkt geht. und ich weis auch jetzt schon das es bei dem einem Praktikum bleiben wird, denn auf Dauer kann ich das nicht! Denn ich bin ein Mensch der mitfühlt und nicht wegschauen kann.

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Ich habe ein Jahr lang in einem Altenheim gearbeitet deswegen bin ich mit dem Tod schon oft konfrontiert worden. Natürlich ist es sehr traurig und es nimmt einen persönlich total mit wenn jemand stirbt aber man muss sich auch vor Augen führen das der Tod zum Leben dazugehört. Vor allem bei jüngeren Menschen stelle ich mir das ganze sehr schlimm vor, bei den älteren Menschen weiß man wenigstens das sie ein langes Leben hatten und viel erreicht haben/glücklich waren/eine Familie hatten etc. Trotzdem sollte man, gerade in dem Bereich in dem du jetzt arbeitest, eine gewisse Distanz zu den Patienten bewahren sonst nimmt dich das ganze zu sehr mit, nicht gerade wenige mussten deswegen ihren Beruf an den Nagel hängen. Psychische Probleme, Angst vor dem Tod, Trauer etc. Man sollte Traurig sein dürfen, das ist ganz klar. Aber man sollte das ganze nicht zu sehr an sich heranlassen, denn dann macht man sich das Leben nur selbst schwer.

Ich weiß das sich das komisch anhören mag aber leider ist das so. Ich war immer traurig wenn ein Klient von uns gegangen ist, man sollte Trauern aber dann sollte man die Sache auf sich beruhen lassen. Zusammen mit ihr weinen und an ihrem Bett sitzen sehe ich da leider etwas kritisch... Ihr zuhören ist meiner Meinung nach gut, wenn man sich die Ängste wegreden kann, das kann schon befreiend sein. Hoffe das beste für die Dame aber lass dich davon nicht zu sehr mitnehmen.

Wie schon gesagt, im Altenheim stört mich das nicht ganz so, denn wie du schon sagtest habe die ihr leben gelebt. Nur diese Dame ist noch nicht so alt und es ist halt sehr schwer, Ich habe für mich noch nicht das Mittelmaß gefunden für die Station.

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Du brauchst eine professionelle Distanz, sonst wirst du moralisch an diesen Problemen zerbrechen. Im Arztalltag hat man auch keine Zeit, intensive Gespräche mit Patienten zu führen. Und Ratgeber brauchst du nur in medizinischen Belangen zu sein. Das lernt man eigentlich im Studium.

mit dem Thema Tod ect kann ich super umgehen, auch wenn die Patienten/Bewohner in der Phase sind das sie es ,,akzepieren'' zu sterben. Wenn ich bei mir in der Stammeinrichting bin (Pflegeheim) habe ich nie große Probleme damit, nur dort (palliativ) ist es oft und auch nicht der ,,Alterstod'' sondern junge und eigentich Menschen die mitten im Leben stehen und dann sowas erfahren und total aus dem Ruder gebrachten werden. Und das ist auch das, was mich so runterzieht und ich glaube auch mich so emotional mitreißt. Aber die Phase davor, wo sie sich die Gedanken machen und alles drum herum, die ist die die mich mitnimmt. es ist eine super Erfahrung dort mal zu arbeiten aber irgendwann würde mich das sicher kaputt machen. Die Station, auf der ich jetzt bin ist recht klein und ,,famlilär''. Die Oberärztin nimmt sich Zeit für jeden Patienten und Angehörigen.

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Palliativversorgung

Hallo, von einer guten Freundin liegt der Vater im Krankenhaus und wird nur noch palliativ versorgt. Er ist fast 90 Jahre alt. Ins Krankenhaus kam er, weil er sich seit Wochen mit einer Bronchitis gequält hat und die Beine immer mehr versagt haben. Im Krankenhaus stellt man Wasser in der Lungenspalte fest oder eine Entzündung der Lungenspalte. Genau weiß ich es nicht. Die Beine waren übrigens auch voll Wasser. Er wurde per Spritze entwässert. Er bekam jedenfalls immer schlechter Luft und beim atmen rasselte es sehr. Es wurde Wasser in der Lunge festgestellt und punktiert. Dabei wurden 1.5 Liter Wasser rausgezogen. Danach atmete er besser und nach ein paar Tagen sollte der andere Lungenflügel punktiert werden. Da in den einen Flügel wieder Wasser nachgelaufen ist, gab man ihn auf und er sollte nun nur noch schmerzlindernd behandelt und rigeros entwässert werden. Das würde aber zu Nierenversagen führen. Alle Medikamente wurden abgesetzt und er bekommt wohl nur noch Morphium. Die Familie wurde angerufen, dass es bald zu ende geht. Seit dem geht es ihm jeden Tag etwas besser. Er ist oft gut drauf, macht Scherze, atmet auch ganz gut. Ich weiß, dass er nicht sterben will, weil er unbedingt seinen 90. Geburtstag erleben möchte, der ist Anfang Juni. Liegt diese "scheinbare" (?) Besserung nur an dem Morphium oder besteht noch Hoffnung? Entwässert wird er jedenfalls auch nicht mehr.

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KKurz vor dem Sterben?!?

Bitte hier sollen sich vor allem auch Leute melden, die sich mit der Palliativmedizin auskenne. Ich hatte in letzter ziet öfters Panikattacken. Momentan leife ich gerade an einem Delirium und totaler Beeusstseindsabwesenheit. Auch andere Dinge aus der Palliativmedizin treffen auf meinem Fall zu. Vermehrtes Ruhebedürnis, Rückzugverhalten. Ich werde immer vrwirrter und abwesender. Auch enormen Durst habe habe ich, kaum Speichelproduktion... das sind ja die Anzeichen, das ein Mensch kurz vor dem Tod sich befinden.

Momentan bin ich auf der Psyche. (Dahor bitte keine Vorurteile!) Weil ich eine solche Angst vor dem Tod habe.. abee in letzter Zeit geht es gesundheitlich richtig bergab. Abee ich bin 20 ich will nicht sterben. ! Wird man mich wieder beleben können ubd werde ich zu meinem feüheren Leben zurück kehren? Va. Das Delirium wird immer schlimmer!

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