Umgang mit Homophobie am Arbeitsplatz?

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10 Antworten

Ich bin auch sehr religiös und auch so erzogen worden. 

Dennoch lehrte man mir immer; selbst wenn die ausführende Handlung eines homosexuellen nicht mit der eigenen Meinung oder dem Glauben harmoniert - heißt das nicht, dass man den Menschen nicht akzeptiert! 

Wer religiös ist, der sollte die Nächstenliebe, das Gebot Gottes, nicht missachten!

...

Er wird dir aber bestimmt in deiner persönlichen Arbeit nicht Schaden. Also wenn es auch nicht dein direkter Arbeitskollege ist, dann würde ich ihn meiden. 

Geh dein Weg und lass dich nicht von dem Aufhalten was dir wehtut. ^^

Schöne Grüße

MajDiiiii 06.07.2017, 11:57

Vielen Dank für den Stern. :)))

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eigentlich tut es mir leid, das du solch einen Typen zum Kollegen hast

besonders, weil er als katholisch-christlich beschrieben wird, wobei ich solch eine Einstellung immer als eine Schande für meine Kirche empfinde

Christentum sollte anders sein, barmherzig, wie Papst Franziskus sagt

aber das ist keine Religionsdiskussion

ich finde den Rat von SiViHa72 ganz gut

vermische kein dienstliches und privates. Sei dienstlich weiter freundlich und höflich, kannst natürlich auch deine andere Meinung sagen, aber deine Situation würde ich nicht verbreiten, denn so wie der drauf ist, könnte es wirklich sein, das er anfängt zu mobben.

Wenn ihr euch wirklich richtig gut verstanden hättet, dann würde ich sagen, erklär ihm deine Situation, dann wäre er vielleicht von seinen eigenen Aussagen peinlich berührt, aber ich glaube, so eng war eure Beziehung nicht


wildcarts2 04.07.2017, 15:08

Die Kirche kann Homosexualität nicht tolerieren, weil das zu ihren Lehren gehört. Wenn sie davon abweichen machen sie sich noch unglaubwürdiger als sie ohnehin schon sind.

Das Christentum hat nichts mit barmherzigkeit zu tun. Wie jede Religion, wird gutes nur nach innen gerichtet, während man alle die nicht konform mit der Religion sind als Feinde betrachten muss. Religion trennt!

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PaulPeter44 04.07.2017, 17:10
@wildcarts2

die Kirche toleriert Homosexualität

Jesus hat nichts gegen Homosexuelle gesagt, daher macht sie sich auch nicht unglaubwürdig

und natürlich hat Christentum mit Barmherzigkeit zu tun

Christentum, Jesus Lehren reden von Liebe und Gnade

das ist die christliche Lehre, Gottes Liebe und Nächstenliebe

und das muss nicht trennen, wenn sich gegenseitig akzeptiert muss das nicht trennen

aber ich diskutiere mit dir nicht weiter, wir sind da sehr verschiedener Meinung.

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ninaxx2 12.07.2017, 03:44
@PaulPeter44

Das Christentum ist gegen Homosexualität

Das Judentum ist dagegen

Der Islam ist dagegen

Es ist Sünde - Lies die Bibel, die Thora den Koran

Erzähl keinen Unsinn

Jesus spricht nicht nur von Barmherzigkeit

Man kann sich nicht nur einen Teil raussuchen und den Rest ignorieren. Funktioniert nicht

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PaulPeter44 12.07.2017, 09:17
@ninaxx2

das Christentum ist für die Liebe Gottes den Menschen und der Schöpfung gegenüber, allen Menschen gegenüber.

ich glaube nicht, das Gott homosexuelle Menschen weniger liebt als heterosexuelle.

ich weiss, das es in der Bibel Stellen gibt, die den Sexuellen Verkehr zwischen Männer als Sünde darstellt, zu Frauen wird nichts gesagt (ist es daher erlaubt ?)

aber ich weiss auch, das man damals Homosexualität nicht als Veranlagung an sah, man hat es nicht verstanden

diese Veranlagung kommt nun mal bei Menschen vor, darum sind sie noch lange nicht böse. nur weil damals, alles was man nicht verstanden hat böse war, heisst das noch lange nicht, das es auch so ist

heute sollten wir doch weiter sein

ausserdem, wer sind wir, das wir andere Menschen verachten und verurteilen, wir stellen uns damit über Gott

"wer ohne Schuld, der werfe den ersten Stein!

ich werfen keinen Stein, ich glaube an die bedingungslose Liebe Gottes, zur Liebe gehört auch Barmherzigkeit

wenn du das anders siehst, dann siehst du das eben anders

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Was tun?

Still zu leiden, bringt dir nichts.

Es gibt nur einen sinnvollen Weg für dich: Den Mitarbeiter konfrontieren. Bringe nicht selbst das Gespräch aufs Thema. Warte, bis er damit anfängt, dann lass ihn reden. Und dann sage ruhig und gelassen, wenn er geschimpft hat: "Ich lebe mit meiner Lebenspartnerin in fester Beziehung zusammen." Sonst nichts. Ganz ruhig.

Streite nicht mit ihm. Er wird ohnehin völlig geschockt sein. Und dann hoffentlich lernen, dass es völlig egal ist, ob seine Arbeitskollegen straight oder queer sind.

mayacolani 04.07.2017, 14:07

Dachte ich mir auch. Sollte das Gespräch erneut auf das Thema fallen, werde ich mich vom Tisch erheben und ihm mitteilen, dass ich mir diesen weltfremden Schwachsinn nicht länger anhören werde und ihn höflich bitten, unsere Kommunikation fortan auf professioneller Basis weiterlaufen zu lassen. Wir arbeiten zusammen, da ist es höchst unangebracht über derartige Themen zu diskutieren und anderen seine Meinung aufzuzwängen.

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OnkelSchorsch 04.07.2017, 14:12
@mayacolani

Musst du selber wissen. Das mit dem "weltfremdem Schwachsinn" würde ich lassen. Aber ansonsten -ja.

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Ich hatte ähnliches erlebt. Ich hatte einen guten Freund, ja es war schon fast verliebt sein. Wir hatten zwei Dates, die echt schön waren. Und dann erfuhr ich plötzlich, dass der total rechts und ausländerfeindlich ist. Da war meine Liebe weg. Und ich wusste nicht, wie ich ihn es sagen sollte. Ich konnte ihn nicht mehr in die Augen sehen. Ähnlich wirst du dich wohl fühlen. Da es bei dir aber " nur" ein Arbeitskollege ist, kannst du ihn nur ignorieren. Sei nett und höflich und lass dich nie auf politische Diskussionen ein. Redet Arbeitsplatz- üblich über berufliches oder belasst es bei höflichen Floskeln über das Wetter. Es ist schwer mit solchen Leuten zu arbeiten, aber es gibt sie ja nun mal. Mit einen bisschen Geschickt geht das auf der Arbeit so einigermaßen. Wichtig ist, dass du dich freundlich abwendest ( sorry bin grad total in Eile) falls er mit dir politische Unterhaltungen führen will. Lass dich bloß nie herab, solche Leute bekehren zu wollen, das regt nur unnötig auf. In der Ruhe liegt die Kraft oder " wir können sie leider nicht alle töten" ( wie auf meinen Kaffebecher vermerkt ist)

Ich ziehe mal einen Vergleich:

Ich hatte bis Freitag einen Kollegen (er ist jetzt in Rente), den mochte ich immer recht gern.

Oft geredet, es war immer nett.

Dass er relativ.. naja, konservativ ist.. das merkte ich auch.

Nun gut, jeder hat seine eigene Meinung.

Und dann lässte r mal, als ein Kollege zum essen einlädt, ken Chef dabei ist, den Hund so richtig von der kette.

Kurzum, es ging um Ausländer, Politik, auch Frauen und Politik.. Frauenwahlrecht.. (ich bin eine Frau, Großeltern aus Polen, Partner Deutscher mit Eltern aus Kroatien)

Und es war nicht konservativ, sonden extrem schwarz.

Ich musste an dem Tag noch ganz dringend was erledigen.. hust hust.

Und ich bin echt in mich gegangen. Privat war das,w as er sagte, ein absolutes NO-Go für mich.

Aber fechte ich im Job den Strauss aus,d en es im Privaten definitiv gegeben hätte?

Da er immer nur bei so was wie geburstatgsrunden usw.. eigentlich nur mit seinen "Vertrauen".. so redete.. habe ich beschlossen: ich halte nen Burgfrieden. Job ist Job, privat ist privat.

Keine Vermischung.

Behagt mir zwar nciht, weil ich eigentlich nicht der mensch bin, der lala, dezent die Klappe hält..

Aberw as hätte es mir gebracht. Stress mitd em Kollegen, die anderen hätten mich wohl eher als Unruhestifter angesehen.

Langer rede kurzer Sinn: warum erzäle ich Dir das?

Weil ich Parallelen sehe.

Sag dem Mann durchaus, so dass bei Euch geht, Deine Meinung.

Sag ihm nicht,w as wirklich dahinter steht.

Warum sich auch noch persönlich zur Zielscheibe machen,w enn es n ur darum geht, in Ruhe miteinander zu arbeiten.

Das ist das Hauptziel an einem Job.

ja, hört sich doof an.. aber warum, rein wegen des Prinzips, sich Ärger aufhalsen.

Ist dieser eine Mann das wirklich wert?

Und nein, ich finde nicht,d ass Du Dich damit verrätst.

Ich finde, Du schlägst nur den Weg ein, auf dem Du am bsten klarkommst beruflich.

Das ändert nichts an Dir oder an Deiner Meinung über so verbohrte Stiesel.

Nebenbei, ich hab nen Kumpel schon aus KiGa-Zeiten.. Schule zusammen, Studium zusammen, ich hab sein Outing erlebt..

Letztens trafen wir uns und er sagte: er hat mit seiner meinung nie hinterm Berg gehalten. War immer okay.

Und dann bringt er zu einer großen Firmenfeier seinen Lebensgefährten mit (auch weil er klar gerne zu ihm stehen wollte).. und seitdem geht jede Beförderung an ihm vorbei.

Das hat ihn wirklich getroffen (und wie verständlich ist das).. er schiebt Überstunden, er qualifiziert sich immer weiter, er war mehrfach schon an der Stelle wo.. Und nie wurde er ausgesucht.

Der Gag war, ich fragte ihn.. du überlegst das schon so lange.. wäre DAS jetzt nichtw irklich der Grund, dich selbständig zu machen?

geredet.. geredet..

Wieder bissl Kontakt verloren (wir wohnen weit auseinander).

Gestern kriege ich Post:, gleichzeitig postet er es auf Facebook: seine eigene Praxis.

Ha!

HA!

YES!!

...

Ich quassel Dich zu.. lies mal.. lass sinken.. vielleicht ist irgendwas dabei,w as Dir irgendwas sagt.

Und bitte denk Dir: Dein Kollege hat so einen begrenzten Horizont.. das ist nicht mal mehr ne Müsli-Schale. IMHO.

mayacolani 04.07.2017, 13:49

Du hast vollkommen recht, danke für deinen Kommentar. Er ist es mir definitiv nicht wert und ich werde mich für ihn auch nicht zur Zielscheibe machen lassen. Ich werde nicht zulassen, dass er über mich und meine Freundin so redet wie über die "Allgemeinheit" - und das ist bereits schlimm genug. Aber der Unruhestifter möchte ich nicht sein. Wir arbeiten zusammen und gut ist. Das Ding ist einfach, dass er nicht so wie dein ehemaliger Kollege solche Dinge nur an privaten Veranstaltungen raus lässt sondern eigentlich immer, zu jeder Zeit. Er reibt seine abartige Meinung jedem unter die Nase und das finde ich extrem störend. Aber gut, hast wahrscheinlich recht... ich lasse das Thema jetzt mal ruhen, meine Meinung dazu kennt er. Ende. Aber es ist einfach so enttäuschend, weißt du. Ich hatte mehr von ihm erwartet.

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Ohje, ich hoffe meine antwort ist hilfreich für dich! Ich bin was homosexuelle beziehungen angeht konservativ drauf, ich bin gegen die homoehe, aber jemanden der homosexuell ist, angreifen, beleidigen oder benachteiligen würde für mich nie in frage kommen, ich sehe das so, du hast deine meinung und ich habe meine, ich respektiere deine meinung und erwarte, dass du meine respektierst, auch wenn beide meinungen abweichend sind, daher habe ich auch keine probleme mit jemandem der homosexuell ist befreundet zu sein! Was der kollege am arbeitsplatz losgelassen hat, geht natürlich garnicht und dass du dich in seiner gegenwart unwohl fühlst ist absolut verständlich! Ich habe eine homosexuelle bekannte, sie hatte zu mir mal gesagt, deine meinung ist dir und meine ist mir, ich respektiere das und habe mit dir als person kein problem, ich sagte zu ihr, dass ich ihre meinung auch respektiere und mein respekt an ihrer person ungeachtet ihrer sexuellen orientierung gleich bleibt, dieser moment hat mir persönlich geholfen, homosexuelle menschen als personen zu respektieren, wie jeden anderen auch! Bei deinem kollegen ist es nun so, du kannst ihn so ähnlich ansprechen wie es bei mir war und hoffen, dass er es begreift, was ich persönlich nicht denke! Die andere möglichkeit ist, ihm zu sagen, du hast deine meinung, die nimmt dir keiner weg und ich habe meine, aber in meiner gegenwart erwarte ich von dir, dass du mir als person den respekt erweist, der mir als mensch zusteht, so wie du von mir erwartest behandelt zu werden! Wenn er sich weigert, ausfallend wird, oder sonst was, würde ich an deiner stelle eine beschwerde einreichen oder sogar eine anzeige erstatten, falls er dich beleidigt! Definitiv ist es aber unwahrscheinlich, dass ihr zwei je ein gutes verhältnis aufbauen könnt, aber man soll niemals nie sagen! Du bist nunmal so geboren, du kannst das nicht ändern und du schadest damit niemandem, daher solltest du wie jeder andere das recht haben, als person ungeachtet deiner sexuellen orientierung mit respekt behandelt zu werden, egal welche meinungen man vertritt! Lg

mayacolani 04.07.2017, 14:04

Ist in Ordnung, jeder hat seine Meinung. Mich würde jedoch dennoch interessieren, aus welchen Gründen du gegen die Ehe gleichgeschlechtlicher Paare bist? Rein interessehalber. Ich kann es leider nicht nachvollziehen.

Naja, so weit lasse ich es nicht kommen. Aber es ist dennoch überraschend für mich da ich einerseits zwar ahnte, dass er eine etwas radikalere Einstellung zu dem Thema hat aber dass er so eskaliert, hätte ich mir selbst in meinen wildesten Träumen nicht vorstellen können.

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Lazybear 04.07.2017, 14:31

ich habe momentan nicht die zeit, dir zu erklären warum ich so eine meinung habe (bin grade für klausuren am lernen), so wichtig ist mir meine eigene meinung auch nicht, mir geht es eher darum, sie haben zu dürfen und mir von niemandem sagen zu lassen, was ich als richtig oder falsch zu sehen habe, das ist das wichtige für mich! naja ich bin mir sicher, er hat es nur so rausgelassen, weil er nicht wusste, dass jemand dabei ist, den er damit trifft! oder wusste er es doch?

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mayacolani 04.07.2017, 16:08
@Lazybear

Nein, er weiß es nicht. Ist schon in Ordnung, hätte ich nur mal interessiert. ;-) Viel Erfolg für deine Klausuren!

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Buchenblatt 04.07.2017, 16:12
@Lazybear

Ich finde deinen Rat an die Fragestellerin, wie sie mit diesem Kollegen in zukunft zurechtkommen soll gut. Dass du gegen Homoehen bist finde ich nicht so gut. Aber du bist tolerant

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Lazybear 05.07.2017, 08:06

@ mayacolani, danke! @Buchenblatt, danke!

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Ich habe damals eine ähnliche Erfahrung gemacht, aber nicht in Bezug auf meine Sexualität, sondern meine damalige "Religion". Obwohl ich nicht mehr religiös bin und sogar sehr dagegen bin, habe ich gelernt mich am Arbeitsplatz aus Gesprächen herauszuhalten, egal wie sehr es mir unter den Fingernägeln brennt, Falschaussagen widerlegen zu wollen.

Sexualität geht niemanden etwas an. Ob ein Mann zuhause in Frauenkleidern herumläuft, eine Frau sich gern fesseln lässt, jemand homo- bi- oder sonstwie sexuell ist, als Transvestit, Transgender oder was auch immer lebt, ist seine eigene persönliche Entscheidung, die im Berufsleben keine Rolle spielen darf.

Ich persönlich hätte den Chef bereits verklagt, der dich gekündigt hat. Nicht weil ich scharf auf Schadensersatz wäre, sondern weil ich ihm eine Lektion erteilt hätte.

Wer heute immer noch nicht begriffen hat, dass Homosexualität und andere Spielarten völlig natürlich sind und nichts weiteres über einen Menschen aussagt, der ist bemitleidenswert!

Die Ehe für Alle war längst überfällig. Homosexuellen die Ehe zu verwehren ist diskriminierend. Merkel ist durch ihre Stimme stark in meinem Ansehen gesunken. Es gibt keinen Grund Menschen aufgrund ihrer Sexualität Rechte vorzuenthalten.

Wenn du deinem Kollegen zeigen willst, dass du im Recht bist, solltest du nicht klein bei geben und dich verändern. Geh erhobenen Hauptes zur Arbeit, mach deinen Job, sei weiterhin freundlich - vielleicht sogar noch etwas mehr als bisher - und versuche einfach weg zu hören und dich nicht an solchen Themen zu beteiligen.

Sollte es mal eskalieren, weil es stark beleidigend wird, schlage ihn mit seinen eigenen Waffen, nur das deine geladen sind: DU lebst natürlich, er aber unnatürlich, weil er einer Religion folgt. Zeige ihm dann einfach, dass er einem Verbrechersyndikat angehört dass Millionen von Menschenleben auf dem Gewissen hat und heute nicht besser ist. Früher waren es "Hexen" heute sind es "Homos". Sie haben nur Angst vor Menschen die anders sind, weil sie selbst zu schwach sind um individuell zu sein. Und dann frage ihn mal, ob er eine Organisation aus Homosexuellen kennt, die zum Krieg aufgerufen haben...

Als Christ lebt er seinen Glauben einfach sehr intensiv. Er ist nicht Homophob - Das Christentum ist gegen Homosexualität. Alle 3 Weltreligionen sind dagegen. 

Man muss sich informieren - Es steht in der Bibel. Er kann seine Abneigung auch offen zugeben. Solange er dich nicht mobbt, und dir das Leben schwer macht kannst du es einfach ignorieren

Je tiefer die Provinz war, desto chauvinistischer und konservativer und ungebildeter war die Atmosphäre. Das sind meine Erfahrungen. In München und Berlin waren die Kollegen nett bis neutral und sogar mitunter weltoffen.

mayacolani 04.07.2017, 13:24

Da hast du recht. Ich arbeite in einer Stadt in Baden. Möglicherweise nicht unbedingt die beste Voraussetzung für Akzeptanz.

Dass die Kollegen in München tolerant waren, wundert mich jedoch schon ein wenig. Ich dachte Bayern ist da sehr strikt.

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SiViHa72 04.07.2017, 13:45
@mayacolani

Gibt solche, gibt solche.

Tatsächlich sind oft die Leute, die in ner Großstadt leben.. oder selbst schon mal den Horizont erweitert haben.. wesentlich anders drauf als die, die immer nur in ihrer geistigen Suppenschüssel sitzen.

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SiViHa72 04.07.2017, 13:48
@SiViHa72

Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.

Alexander Freiherr von Humboldt
(1769 - 1859), Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander, deutscher Naturforscher, Begründer der physischen Geographie

Quelle: zugeschrieben

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kubamax 04.07.2017, 15:12
@mayacolani

Ha, ha. München war das Zentrum der klassischen modernen Kunst, dort war 99 Tage bolschewistische Räterepublik bei der der Berliner Sozialist Kurt Eisener den Freistaat Bayern ausgerufen hat, dort wirkte Fassbinder, dort war das Zentrum der Yoga- und Gurubewegung. Dort war leider auch der Beginn des Nationalsozialismus. München hat als erste Stadt eine Fixerstube eingerichtet. München ist SPD-regiert. Freddie Mercury hat dort in der Schwulenszene aufgemischt. Die Stones waren gerne Gast in München auch wegen der modernen Studiotechnik.

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Ich stelle mir gerade vor, wie es wäre wenn alle Männer in Deutschland Homosexuell und alle Frauen Lesbisch wären. Es gäbe keine normalen Ehen mehr, wo Kinder gezeugt werden können.

Wäre das wirklich der Untergang von Deutschland und dem deutschen Volk?

Vielleicht würde man andere Menschen ins Land holen und dennoch diesen Untergang von Deutschland vorbeugen, aber können wir dann immer noch sagen, das wir somit auch das deutsche Volk gerettet hätten?

Spätestens jetzt kommen bei mir die ersten Zweifel auf.

mayacolani 04.07.2017, 13:44

Naja ich weiß nicht genau, ob es ihm wirklich nur um die Erhaltung des deutschen Volkes oder vielmehr auch die Erhaltung der Ehe als Einheit von Mann und Frau geht. Wenn es nach ihm geht, ist nur die Liebe zwischen Mann und Frau rein und ehrlich - die zwischen zwei Frauen oder zwei Männern ist nichts wert und gehört verboten. Er ist auch der Meinung, dass die Adoption fremder Kinder in homosexuelle Beziehungen eine Art Untergang der Gesellschaft ist. Denn wie können zwei Frauen ein Kind erziehen? Das ist für ihn schlicht undenkbar. Ein Kind braucht Vater und Mutter, wenn man ihm solches vorenthält ist es Verrat am Kind. Da kann man mit Argumenten wie Studien, die belegen, dass die Erziehungskompetenz sowohl bei Kindern aus "traditionellen Familienmodellen" wie auch die, aus homosexuellen Beziehungen vollkommen identisch sind. Auch haben die Kinder keinerlei Nachteile, sind teilweise sogar gesünder. Es gibt keine Entwicklungsunterschiede. Aber damit braucht man ihm nicht kommen, er hält an seinem "idealen Weltbild" fest. Das macht mich stutzig.

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SiViHa72 04.07.2017, 13:52
@mayacolani

Womit er ja nebenbei jedem Alleinerziehenden,s ei es Männlein oder Weiblein.. sei es wegen Scheidung oder wegen Schicksalsschlag.. die Fähigkeit abspricht, ein gutes "Elter" zu sein.

Das ist, mit Verlaub insgesamt.. erbärmlich.

Aber sein Glaube rechtfertigt ihm das ja. Sein Glaube dürfte auch wesentlich besser sein als der von anderen.

Wobei wir wieder bei Zitaten sind: Die Hölle, das sind die anderen.

Aber seinen wir unbesorgt:

Karma-Bus is coming lala.

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mayacolani 04.07.2017, 14:02
@SiViHa72

Ich habe ihn darauf angesprochen wie das mit Mann und Frau ist, die keine Kinder bekommen können weil sie z. B. unfruchtbar sind. Hat er allen ernstes gesagt, es gäbe kein "Recht auf Kinder": wenn jemand unfruchtbar ist, ist es Gottes Wille, dass dieser Mensch keinen Nachwuchs erhält. Auch hält er nichts von künstlicher Befruchtung da dies ein "Eingriff in die Natur" sei. Er ist auch gegen Abtreibung (ist okay, aber wenn das Kind schwer behindert zur Welt kommen würde, würde er es trotzdem nicht abtreiben... okay, anderes Thema) und gegen jegliche Form künstlich nachgeholfener Fruchtbarkeit. Also faktisch auch gegen die blauen Pillen.

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Tolga67Alp 04.07.2017, 14:07
@mayacolani

Dem Adoptivkind in einer Homosexuellen oder Lesbischen Beziehung mag gegenüber einer Familie bestehend aus Vater und Mutter an nichts fehlen, es kann auch Kerngesund sein und vielleicht sogar besser gehen als in einer wirklichen Ehe, aber was bekommt das Kind fürs Leben mit?

Was verstehen diese Kinder unter einer Familiengründung?

Würde man diesen Kindern nicht den Glauben an eine normale Ehe wegnehmen, weil Sie nichts anderes kennen?

Selbst wenn Sie eine normale Ehe eingehen möchten, wie gut kommen Sie damit klar?

Wenn Sie damit doch klar kommen, was ist mit deren Kinder, die entweder zwei Großväter oder zwei Omas haben aber nicht von jedem einen

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mayacolani 04.07.2017, 14:11
@Tolga67Alp

Ich bin der Meinung, dass man dem Kind in keinster Weise irgendetwas weg nimmt oder vorenthält. Viel schlimmer empfinde ich es, wenn sich Mann und Frau scheiden lassen, es womöglich noch einen Rosenkrieg gibt und das Kind alles voll mit bekommt. Was gibt man einem solchen Kind denn hier für das Leben mit? Richtig - dass eine Beziehung nicht funktioniert und in Trauer und Schmerz endet. Das ist auch wunderbar.

Eine Familie besteht nicht nur aus Eltern und Kindern. Vielmehr kommen hier noch Großeltern dazu, Cousinen, Onkel, Tanten und und und... ein Kind einer gleichgeschlechtlichen Beziehung erhält dieselben Eindrücke wie Kinder aus traditionellen Familien auch. Ich kann sagen, meine Eltern waren mit Sicherheit keine Vorzeige-Eltern, es war häufig sogar sehr unschön und geborgen gefühlt habe ich mich selten. Dennoch wurde mir nichts weg genommen. Wir leben im 21. Jahrhundert - wenn man zwei Großmütter hat, dann hat man welche. So what? Manche haben überhaupt keine.

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