Umgang mit Demenz?

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3 Antworten

Viele Menschen mit Demenz werden zu Hause von ihren Angehörigen betreut. Für die Patienten ist das sehr hilfreich, weil sie noch lange in einer vertrauten Umgebung leben. Dennoch bedeutet die Pflege eines Demenzpatienten eine erhebliche Belastung für die Familienangehörigen. Vor allem das unkontrollierte Verhalten, zum Beispiel das wiederholte Weglaufen im fortgeschrittenen Stadium, macht den Angehörigen zu schaffen.

Folgende Ratschläge helfen vielleicht beim Umgang mit Demenzpatienten:

Der Tagesablauf sollte strukturiert und in wesentlichen Punkten immer gleich sein. Einfache Regeln und feste Gewohnheiten sind für alle älteren Menschen sehr hilfreich und geben ihnen Halt - für Demenzpatienten gilt dies erst recht. Sofern noch möglich, sollten die Patienten eine sinnvolle Beschäftigung haben. Das stärkt ihr Selbstwertgefühl. So können Personen, denen dies Spaß macht, noch lange Zeit einfache Küchenarbeiten erledigen.
Geben Sie klare Anweisungen in einfachen, kurzen Sätzen. Wichtige Informationen müssen Sie bei Bedarf mehrmals wiederholen. Sprechen Sie den Betroffenen mit seinem Namen an und stellen Sie Blickkontakt her.
Geben Sie dem Kranken Zeit, um auf Ihre Aufforderung zu reagieren und werden Sie nicht ungeduldig.
Versuchen Sie sinnlose Diskussionen zu vermeiden. Der Betroffene versteht Ihre Argumente einfach nicht. Besser ist es, den Kranken abzulenken.
Auch wenn es schwer fällt: Überhören Sie Anschuldigungen und Vorwürfe und nehmen Sie das Gesagte nicht persönlich.
Jeder wird gerne gelobt, auch ein Kranker. Oftmals kommen Sie mit Lob viel weiter als mit Kritik.
Drücken Sie Ihre Zuneigung nicht nur mit Worten, sondern auch mit Gesten wie liebevolles Berühren oder Lächeln aus.
Vermeiden Sie Reizüberflutung wie stundenlanges Fernsehen oder den Kontakt mit vielen Menschen. Zu viele Reize können zu Ängsten und Unruhe führen.
Flüssigkeitsmangel ist bei älteren Menschen oft die Ursache eingeschränkter geistiger Leistungsfähigkeit. Achten Sie daher darauf, dass der Patient ausreichend Flüssigkeit aufnimmt, damit die kognitiven Fähigkeiten nicht noch weiter abnehmen.

Bei allen Bemühungen um eine gute Betreuung dürfen Sie Ihre eigenen Bedürfnisse nicht vergessen. Lassen Sie sich von Pflegediensten helfen oder nutzen Sie die Möglichkeit einer Kurzzeitpflege für einen Urlaub. Denn nur ein gesunder und zufriedener Pfleger kann auf Dauer auch eine gute Pflege leisten.

http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Demenz/Tipps/Demenzkranke-der-richtige-Umga-6196.html

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Geduld, Geduld und nochmal Geduld.

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'Mitspielen' und nicht widersprechen. Ist am einfachsten für alle.

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