Umfrage: Sollte Glyphosat verboten werden?

Das Ergebnis basiert auf 15 Abstimmungen

totales Verbot von Glyphosat 66%
Verbot nur für öffentliche Flächen u. Privatgrundstücke 13%
kein Verbot u. keine Einschränkung von Glyphosat 6%
Verbot auf Flächen, wenn Grenzwert in Trinkwasserquellen überschritten wird 6%
Verbot nur für Flächen, wo Kinder spielen (Spielplätze; Freiflächen von Krippen, Kitas u. Schulen) 6%
Verbot nur für öffentliche Flächen 0%
Verbot nur in Wasserschutzgebieten 0%

17 Antworten

Verbot nur für öffentliche Flächen u. Privatgrundstücke

So richtig passt leider keiner der Punkte, diesen habe ich jetzt als besten Kompromiss gesehen. In Wasserschutzgebieten ist die Anwendung ohnehin verboten.

Von dem Einsatz im privaten Rahmen halte ich auch nicht besonders viel, es erleichtert zwar die Arbeit sehr, aber private Anwender gehen oft zu sorglos damit um.

Bei öffentlichen Flächen wäre ich auch nicht unbedingt für ein totales Verbot, aber starke Einschränkungen.

Wichtig ist aber, dass dieser Wirkstoff für die Landwirtschaft erhalten bleibt, auch hier wären strengere Anwendungsregulierungen möglich, jedoch sollte es überhaupt als Option offen bleiben.

Nein, Glyphosat, der ehemalige Rohrreiniger, sterilisiert den Ackerboden; es zerstört, bzw beschädigt die Nahrungskette bis hin zu den Säugetieren.

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@Manni6767

Woher kommt denn dieser Mumpitz? Bitte Quellen und Fakten checken, bevor man ihnen glauben schenkt!

Glyphosat wurde als herbizider Wirkstoff entdeckt und auch seitdem als solcher vermarktet.

Durch seine Struktur ähnlich dem Phosphoenolpyruvat hemmt es das Enzym EPSPS im Shikimat-Weg (Synthese zyklischer Aminosäuren), welcher bei allen Pflanzen und manchem Bakterien vorhanden ist. Es kann auch andere Organismen beeinflussen,wobei das teilweise auch an Beistoffen liegt, aber das ist weit von einer Sterilisierung entfernt. Bodenentseuchungsmittel sind schon lange allgemein verboten.

Als Rohrreiniger würde es höchstens bei einem Algenproblem taugen.

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totales Verbot von Glyphosat

Du kommst zu spaet mit deiner berechtigten Frage: Nachdem ECHA in Helsinki eine letzte Unbedenklichkeitserklaerung abgegeben hatte, wurde die Zulassung von Glyphosat um Jahre verlaengert. Du kannst alles in den unterstehenden Berichten nachvollziehen.

Diese kleinen Flaechen, die da eine Gemeinde ausklammern kann im Ort, fallen nicht ins Gewicht, wenn man die grossen Flaechen der Aecker sieht, die damit maltraetriert werden. Dazu kommt ja noch die Guelle, nicht nur aus DE, nein fuer "Bares" kippen die Hollaender ihre Huehnersch.. auch noch auf unsere Aecker.

Fazit , das Trinkwasser wird teurer, durch hoehere Reinigungskosten.

Das bezahlt allerdings nicht der Verursacher, das bezahlt jeder einzelne Buerger. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes, eine Schweinerei, die zum Himmel stinkt.

Trinkwasserpreise könnten wegen hoher Nitratbelsatungen steigen, das ist aber eine ganz andere Baustelle.

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@Agronom

Da bin ich mir nicht so sicher. Wenn Guelle in die Tiefe geht, dann hat sie einen Teil von Rondup dabei, darueber brauchen wir nicht zu diskutieren. Allerdings kommen wir so auf 50 : 50. die allerdings die Schweinerei nicht aufbessern.

Lange nichts gehoert von dir, insgesamt haelst du dich ja bedeckt in diesen stuermischen Zeiten. Gruss, zetra.

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@zetra

Da sollte man schon diskutieren, warum sollten relevante Mengen an Glyphosat in der Güll enthalten sein?

Eigentlich halte ich mich auch nicht bedeckt, ich habe mich hier doch mehrfach geäußert und habe eigentlich auch das Thema immer im Blick.

Gab auch interessante Neuigkeiten zum Bericht des IARC über verdächtige Änderungen bzw. das Weglassen von Daten zugunsten einer höheren Einstufung.

www.reuters.com/investigates/special-report/who-iarc-glyphosate/

und auf deutsch aufgearbeitet:

https://schillipaeppa.net/2017/10/22/rausredigiert/

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@Agronom

Ich habe mir vorsichtshalber beide Berichte durchgelesen, um nicht auch hier noch Unterschiede finden zu muessen.

Das mit aller Macht, Pro und Kontra um dieses Roundup rangeln, ist ja schon laenger der Fall. Meine persoenlichen (Frau) Erfahrungen kennst du ja.

Agronom, da du hier sachlich dein Wissen ausbreitest, macht ja erst den Laien klar, worum es hier so richtig geht?

Da kommen noch andere Aspekte zusammen, das sterben von Insekten im grossen Stil usw. Wer da glaubt, dieses Thema kann zu den Akten gelegt werden, der irrt.

Nur der erste grosse Negativnachricht ueber ROUNDUP wird ausreichen, um dieses Thema hier wieder neu zu befeuern. Somit werden wir uns hier noch oefter treffen, wenn nichts gravierendes dazwischen kommt.

In diesem Sinne, auf ein "Neues: Gruss, zetra.

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@zetra

Die jüngsten "Aufdeckungen" haben eben ganz gut zeigen können, dass auch auf der Kontra-Seite nicht ganz sauber gearbeitet wurde und sich dahinter auch eine nicht uneigennützige Lobby verbirgt.

Deine persönlichen Erfahrungen waren aber auch fernab von einer veratnwortungsvollen guten fach- und sachlichen Praxis und zeigt, wie wichtig auch eine gute Kontrolle bei Pflanzenschutzanwendungen ist. Das sollte aber nicht den tatsächlichen Nutzen komplett verdrängen.

Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass es nie zu einem Kompromiss kommen wird, der beide Seiten zufridenstellt.

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@Agronom

Am 25.10.2017 ging ja ueber Spiegel-Online die Pro und Kontra Diskussion weiter. In den Laendern ist man sich uneins. Monsanto wird wieder vorgeworfen Studien gefaelscht zu haben, sowie keine Ueberpruefungen auf Krebsverdacht zu Ende gefuehrt zu haben.

Also sieht insgesamt das Fuer und das Wieder so um die 50 : 50 aus. Ich habe den Verdacht, es geht hier nicht um NACHHALTIGKEIT, sondern um die schnelle MARK (Euro), hier und jetzt.

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