Umfrage: Seid ihr für oder gegen doppelte Staatsbürgerschaft?

Das Ergebnis basiert auf 179 Abstimmungen

Ich bin für doppelte Staatsbürgerschaft 53%
Ich bin gegen doppelte Staatsbürgerschaft 47%

36 Antworten

Von Experte Kessie1 bestätigt
Ich bin gegen doppelte Staatsbürgerschaft

... weil alle anderen, die nur eine Staatsbürgerschaft haben, nur eine einzige politische Stimme haben, und es diesen gegenüber ungerecht wäre, hätte irgendwer eine doppelte Staatsbürgerschaft, und darum zwei politische Stimmen.

Außerdem gibt es neben den fiskalischen, noch andere legale Problematiken für solche Menschen.

Die kulturellen Argumente halte ich für unangebracht : Staatsbürgerschaften sind keine Unterwäsche, und es ist eher zweitrangig dass man irgendwo einfach Staatsbürger ist, sondern vorrangig wichtig, dass man in einem einzigen Staat - in dem man darum leben und eigentlich bleiben will - Staatsbürger ist, um dort das wahrzunehmen, was man mit geteilter Aufmerksamkeit und halbem Herzen nicht tun kann : Die Staatsbürgerpflichten, und um Staatsbürger sein zu wollen.

... weil alle anderen, die nur eine Staatsbürgerschaft haben, nur eine einzige politische Stimme haben

In Deutschland haben auch die Mehrstaatler die gleichen politischen Rechte wie Nurdetusche. Wenn sie in einer anderen Nation wahlberechtigt sind, haben sie dort auch das Stimmrecht, das für die Auslandsstaatsbürger zutrifft.

3
@Eisenschlumpf

Selbst wenn... es spielt auch für die Berechnung der Einkommenssteuer vorrangig eine Rolle, wie lange man an welchem Ort arbeitet, und erst danach, welche Staatsbürgerschaft man hat.

Wenn ich mir die Beiträge in diesem Diskurs durchlese, fällt mir an diesen auf, dass die Begründungen, die gegeben werden für eine doppelte Staatsbürgerschaft rein moralischer, wenn nicht psychologischer Art sind.

Wichtiger als die Einführung einer doppelten Staatsbürgerschaft wäre die Vermeidung von Bürokratie im allgemeinen.

1

In den meisten Ländern ist das Wahlrecht an den Wohnort gekoppelt. Was juckt es das jemand in zwei Ländern eine Stimme hat. Wärest du denn an der Wahl in Nimmerland interessiert, so ganz ohne Bezug. Fiskalisch zählt das Land des Wohnsitzes nicht des Passes.
Welche Staatsbürgerpflichten schweben dir vor? Die Kehrwoche. Den außer der Schulpflicht haben wir keine mehr.

0
@Suzifried

Geht mir um das Prinzip. Es ist völlig zweitrangig, ob jemand zwei, oder drei, oder vier Nationen, Sprachen, Kulturen, Mentalitäten "kann". Wichtig ist, ob man eine davon wirklich will, um sich mit dieser zu identifizieren. Pflichten gibt es so viele, wie man sie sich selbst auferlegen will :

Was will man denn von einem Staatsbürger halten, der für sich keinerlei Pflichten, außer der Schulpflicht und der Kehrwoche kennen will ?

0
Ich bin für doppelte Staatsbürgerschaft

Ich bin dafür aber nicht aufgrund von Wahlen, sondern auf beruflicher Ebene. Ich habe auch zwei Staatsangehörigkeiten und im Alltag sind die total unwichtig, deswegen finde ich den Streit darüber überbewertet.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
Ich bin gegen doppelte Staatsbürgerschaft

Gegen, ist oppurtunistisch. Zu viele fahren die Schiene "nehme den Pass des Landes, von dem ich finanzielle Vorteile habe - fühle mich aber als Bürger des anderen Landes".

Also ich habe sowohl die deutsche als auch die sri-lankische Staatsbürgerschaft und ich fühle mich als Deutscher, auch wenn in meiner Brust zwei Herzen schlagen.

2
@TamilGerman

Das freut mich. Kenne genug Leute (alle gleiche Herkunft, nenne ich hier jetzt lieber nicht), die knallhart sagen sie finden D 'scheisse', nehmen aber den Pass, weil er Vorteile bringt. Oder auch Deutsche, die weggehen aus D, andere Staatsbürger werden aber den deutschen Pass behalten (weil sicher ist sicher). Wenn man ein Land nicht mag, sollte man auf dessen Vorteile verzichten (ich werde meinen Pass zB gegen einen anderen eintauschen, sobald ich lange genug in meiner neuen Heimat gelebt habe).

1
Ich bin für doppelte Staatsbürgerschaft

m.E sind doppelte Staatsbürgerschaften wichtig.

Wenn du in deinem Heimatland das Wahlrecht und somit aus dem politischen System ausgeschlossen bist, verlierst du den Bezug zu diesem Land. Allerdings ist es auch wichtig, dass du in bspw. Deutschland an der Politik und am Wahlrecht teilhaben kannst.

:)

warum sollte man jemand wählen, in einem Land in dem man nicht lebt?

1
@Eisenschlumpf

Unsinn, wir haben Expats, die waren 20,30 Jahre nicht mehr in D.

Warum sollten die wählen dürfen?

2
Ich bin für doppelte Staatsbürgerschaft

Gerade in Familien wo beide Eltern unterschiedliche Staatsbürgerschaften besitzen, sollten die Kinder diese als Teil ihres familienhistorischen Erbes bekommen.

Was möchtest Du wissen?