Umfrage: Kleine Hunde hochheben?

Hundebegrüßung auf dem Arm? - (Hund, Kleinhunde)

Das Ergebnis basiert auf 6 Abstimmungen

Gesundheitlich bedenklich, wenn es regelmäßig geschieht, weil ... 83%
Richtig, weil man damit gleiche Augenhöhe herstellen kann. 17%
Der Hund fühlt sich auf dem Arm so geborgen wie ein Baby. 0%
Durch sehr häufiges Hochheben können im Alter Gesundheitsschäden auftreten und zwar folgende: 0%

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Gesundheitlich bedenklich, wenn es regelmäßig geschieht, weil ...

Der schwerste Schaden durch das Hochheben kleiner Hunde und sei es nur zur Begrüßung ist in der Umfrage nicht direkt erwähnt - der seelische Schaden oder Verhaltensschaden.

Du hast dazu ein Bild eingestellt und genau an der Körpersprache dieses Hundes kann man das schon studieren.

  • die Haltung des Kopfes, der Ohren = der gesamte Hund "nimmt sich zurück" = Unterlegenheitsgeste.
  • der Hund "züngelt" und zeigt somit seinen Stress weil er nicht begrüßt, sondern beschwichtigt. Die Situation ist also belastend für den Hund, er glaubt aggressionshemmende Beschwichtigungssignale einsetzen zu müssen.
  • die Hinterpfoten krallen sich fast in den Arm der Dame, weil der Hund glaubt sich so gegen einen Absturz helfen zu können

Fazit: Keine entspannte Begrüßung von Mensch zu Hund und Hund zu Mensch, sondern das Missachten der Hundewürde, sowie das Rauben jeglicher Eigeninitiative zur artgerechten Hundebegrüssung.

Menschverhalten wird dem Hund einfach übergestülpt, dem Hund jede Möglichkeit zur Eigenentscheidung genommen. Der Hund wird damit also massiv bedrängt. Ein Hund ist ein Hund, kein Baby und er will ernst genommen werden.

Derart behandelte Hunde zeigen wenig Selbstsicherheit, wenig Motivation Probleme zu lösen und sie werden seelisch krank. Das kann bis hin zur Aggressivität reichen - um Stress abzubauen und diesem "aggressiven Verhalten" von Menschen auszuweichen.

Zudem sind beim Hochheben die Wirbelsäule, die Gelenke stark belastet können "versacken" Nerven können sich Klemmen und....der Hund kann sich bei einem Absturz böse verletzen - z.B. Knochenbrüche !

Wer sich nicht gut abhocken kann - der kann Kleinhunden beibringen auf einen Schemel zur Begrüßung zu hüpfen.

Der schwerste Schaden durch das Hochheben kleiner Hunde und sei es nur zur Begrüßung ist in der Umfrage nicht direkt erwähnt - der seelische Schaden oder Verhaltensschaden.

genau so sehe ich es auch, insbesondere, wenn ich das Verhalten des Chihuahuas meines Schwagers beobachte. DH

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@eurofuchs2

Wow das ist wirklich der grösste schmarn den ich jeh gehört hbe, ich habe meine kleine immer hochgehoben, nie Beschwerden (sie ist 19 jahre alt geworden)...

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@NoLies

Nicht jeder Hund reagiert gleich. Es gibt empfindliche Hunde, die genauso

reagieren, wie von Yarlung Tsangpo beschrieben. Ausnahmen bestätigen

die Regel. Wenn der Hund so kein ist, dass er in zwei Händen gut sitzen

kann mit allen vier Pfoten, ist es auch nochmal etwas anderes, als wenn

er umklammert wird und seine Pfoten verzweifelt irgendwo herumrudern.

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@NoLies

@ Nolies: nie Beschwerden? Der Hund hat nix gesagt? Vielleicht konnte er nicht sprechen?

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Gar nichts. Ich kann mich ja wohl zum Hund runterbegeben, sonst trainier ich ihm nachher an, bei jedem zur Begrüßung auf dem Arm springen zu wollen und hopst und springt um die Menschen herum. Egal ob großer oder kleiner Hund, es ist ungemein nervig, wenn die an Menschen hochspringen.

Auch wenn ich den Drang, so ein kleines Hündchen auf den Arm zu nehmen und zu knuddeln total nachvollziehen kann :)

LG Melanie

Richtig, weil man damit gleiche Augenhöhe herstellen kann.

Wenn du den Hund kennst und weißt, das es ihm nichts ausmacht, sollte das nie ein problem darstellen. wenn du dem Hund zum ersten mal begegnest, wäre ich vorsichtiger. auch kleine Hunde beißen. frag einfach den Besitzer, der weiß in solchen fällen am besten bescheid.

Wie schön wäre die Welt, wenn alle die einen Hund besitzen, auch etwas von Hunden verstehen würden. Warum antwortest Du, wenn Du keine kompetente Auskunft geben kannst? Punkte sammeln?

Meinst Du, alles wobei man vom Hund nicht gebissen wird, sei FÜR IHN in Ordnung?

Da sind wir mal wieder genau da angekommen, wo wir NICHT hinwollten.

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dumm nur, daß Hunde nicht sagen können, ob es ihnen wa ausmacht.

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@Terezza

DH!

Wenn ich meinen Hund ausnahmsweile einmmal tragen muss, sage ich zu ihm

" tragen ! ". Dann kehrt er mir sein Hinterteil zu und lässt sich hochheben. Ich schiebe eine Hand unter seine Hinterläufe und meine andere Hand unter seinen Brustkorb.

Während ich ihn hochhebe und wenn ich ihn trage, liegt sein Körper quer an meinem. Seine eine Körperseite liegt an meinem Bauch und dann an meinem Brustkorb. So fühlt er sich sicher und braucht keine Angst zu haben, herunter zu fallen. Er schaut zur Seite und hat alle vier Pfoten auf meinen Händen. Er befindet sich in einer natürlichen Sitzhaltung, nur dass anstatt des Fußbodens meine Arme und Hände unter ihm sind. Er wird NICHT gewaltsam zum Blickkontakt gezwungen mit hilflos in der Luft herum rudernden Beinen und gezerrten Bändern an Wirbelsäule und Schultergelenken.

Er wird dabei NICHT frontal an meinen Körper gedrückt, sondern kann auf seinen Pfoten sitzen, während ich meinen Arm so um ihn herum lege, dass er nicht fallen kann. Gleichzeitig sitzt er auf der Hand die zu diesem Arm gehört. So trägt man einen Hund ausnahmsweise,
wenn äußere Umstände es mal erforderlich machen, z.B. wenn wir einer läufigen Hündin begegnet sind und er an der Leine keinen Schritt mehr in meiner Richtung weiter geht. Da würde er sich an der Leine lieber mit fest gegen die Fahrtrichtung gestemmten Beinchen über den Boden schleifen lassen, bis die Füße bluten.

In solchen Situationen nehme ich ihn ausnahmsweise mal hoch, bis wir in anderen Wind kommen und den Duftkreis der Hündin verlassen haben. Er sitzt dabei auf seine Pfoten, zappelt erst ein bisschen, bis er frischen Wind bekommt und weiter laufen kann.

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Gesundheitlich bedenklich, wenn es regelmäßig geschieht, weil ...

Vielen Dank für Eure Antworten. Es war mir wichtig, dazu auch einmal die Meinungen

anderer Hundefachleute zu hören.

Es ist auch mein Eindruck, dass Menschen, die das tun, den Hund dazu MISSBRAUCHEN, um ihren eigenen Primateninstinkt in egoistischer Weise an ihm zu befriedigen, ohne sich Gedanken zu machen, was für einen enormen körperlichen und seelischen Stress sie dem Tier dabei zufügen. Es ist für den Hund eine Demütigung, in seinem eigenen instinktiven Begrüßungsverhalten so gewaltsam unterdrückt zu werden, und von einem Menschen, den er eigentlich mag, dem Gefühl der totalen Hilflosigkeit in einer aus seiner Perspektive als gefährlich erlebten Situation ausgeliefert zu werden.

Man sieht auf dem Foto, wie die Frau in ihren EIGENEN Glücksgefühlen schwelgt, weil sie ihren für Affen und Menschen natürlichen Baby-Greif-Instikt ausleben kann. Was der Hund dabei erlebt, der eben KEIN Affe und KEIN Mensch ist, sondern ein Vierbeiner, scheint sie nicht zu interessieren. Ihm wird der Boden unter seinen vier Füßen weggerissen. Er wird umklammert, in eine ihm unbequeme und absolut unnatürliche Körperhaltung gezwungen.

Er kann nicht jaulen, weil auch diese Schutzreaktion in der ihm aufgezwungenen Haltung durch die Haltereflexe blockiert wird. Er kann sich auch sonst nicht wehren, denn jedes Zappeln vergrößert die dem Hund bewusste Gefahr abzustürzen. Er befindet sich in einer Zwangslage. Außerdem möchte er dem Menschen ja vertrauen, denn alle emotionalen

Signale sprechen für liebevolle Zuneigung. Eine echte MISSBRAUCHS-Situation.

Es ist zwar kein Missbrauch zur Befriedigung des Sexualinstinkts aber ein Missbrauch zur Befriedigung eines so nur bei Affen, Menschenaffen und Menschen vorhandenen instinktiven Brutpflegetriebs, bei dem Babys (Traglinge) auf den Arm genommen werden.

http://bernhard-hassenstein.de/literatur_online/Tragling

Die emotionale Belohnung im lymbischen System erhält derjenige, der das Baby hochnimmt. Weibchen, die selbst kein Kind haben, versuchen manchmal, einem anderen Weibchen ihr Kind wegzunehmen, um es selbst auf dem Arm zu halten und dadurch ihren brach liegenden Mutterinstinkt auszuleben. Wenn die Mutter das erlaubt - ein Beweis großen Vertrauens - erhöht das den sozialen Status des kinderlosen Weibchens innerhalb der Gruppe. Einem Menschen das Hochnehmen eines Hundes zu verwehren, ist eine für das Tier wichtige Schutzmaßnahme. Die Person kann das als soziale Degradierung empfinden. Denn für einen Primaten (Menschen gehören dazu) bedeutet es eine Statuserhöhung, das Baby einer Anderen auf dem Arm zu tragen. Da muss man sich vom Affe-Sein verabschieden und endlich an den Hund denken. Für den Hund ist diese Form des Missbrauchs eine Demütigung. Die Folgen wurden von anderen Hundefachleuten genau beschrieben.

Wenn man einen Hund mit 25 cm Schulterhöhe = 30 cm Augenhöhe hochreißt auf die eigene Brusthöhe von 1,50 m, ist das das Fünffache seiner Körpergröße. Das ist für den Hund genauso, wie wenn ein Mensch mit 1,70 m Augenhöhe von einem Riesen auf eine Höhe von 8,50 m hochgerissen würde, und zwar OHNE Hände zu haben, mit denen er sich festhalten könnte. Der Hund hat nur Pfoten zum Abstützen und je mehr er seine Pfoten einsetzt, desto weiter drückt es ihn vom Körper des Menschen WEG, desto bedrohlicher wird es für ihn.

Affenkinder haben Hände und Affenmamas haben ein Fell, in dem die Kinder sich festhalten können. Hunde haben keine Hände. Die Menschen haben Kleider an, aber ohne Hände kann sich der Hund trotzdem nicht festhalten. Da wird vom Menschen zur eigenen Triebbefriedigung alles verwechselt, was man nur verwechseln kann.

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Gesundheitlich bedenklich, wenn es regelmäßig geschieht, weil ...

Man sollte Hunde nie hochheben ... für was auch.

Ja, es gibt gesundheitliche Schäden .. vor allem Verhaltensbedingte Schäden.

Es ist absolut nicht natürlich den Hund hoch zu heben. Geh einfach in die Hocke, wenn Du ihn begrüßt.

YarlungTsangpo hat es einfach mal wieder perfekt erklärt.

LG

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