Umfrage : was war die dämlichste Fernsehshow die ihr jemals gesehen habt?

Das Ergebnis basiert auf 31 Abstimmungen

andere Show : 45%
Tutti Frutti 29%
Die Astro-Show 16%
Zum blauen Bock 3%
Takeshi`s Castle 3%
Die Montagsmaler 3%

17 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
andere Show :

Ähm... ja! Die kenne ich alle noch und muss sagen, "Takeshi's Castle" fand ich ganz amüsant und "Tutti Frutti" mit Hugo-Egon Balder ist ja trotz allem irgendwie Kult geworden^^ wahrscheinlich grad, weil es so polarisiert hat. Blauer Bock ... ja, Gott, war vielleicht wirklich sehr schrullig, aber da steckte ganz viel Arbeit von Profis dahinter: Heinz Schenk hat sich alle Gags selber ausgedacht - das war ein absoluter Könner und TV-Meister, von dem sich JEDER der heutigen Garde ganz viel abschneiden kann was Professionalität angeht.

Als "Kind der 90er" erinnere ich mich nicht nur an viele dämliche Serien und Formate, sondern auch noch sehr stark dran, wie sehr die Privaten noch Mitte der 90er in der Kritik und oft genug sehr harsch unter Beschuss standen. Gerade Spiegel und Focus haben genüsslich jede neue Sendung von "vis-a-vox" bis hin zur Peepshow und "Hallo Heino" (das lief auf Sat-1) und weiß Gott was noch zerrissen, noch bevor es überhaupt ausgestrahlt wurde und auch "Medienweise" haben sich dem angereiht.

Seriös ging anders, es wurde öffentlich viel Antistimmung gegen die Privaten gemacht und auch gegen ihre Programmgestaltungen - ich erinnere mich auch an den Sendestart von vox ("Westschienenkanal") im Jahr 1992 oder 1993, der schon vor dem offiziellen Sendebeginn lächerlich gemacht worden ist inklusive Kritik am Weggang Ruprecht Esers von ZDF zu vox; ich meine Fritz Egner war damals auch angegangen worden, weil er zu den Privaten überging - ich meine zu Sat-1, bin mir aber nicht sicher.

Aber das Programm der Privaten war oft auch mies -----> irgendwann in den 90ern war in einem Magazin auch von "digitalem Voyeurismus" die Rede - weiß nicht ob es die Peepshow mit Amanda Lear (!) betraf oder sonst irgendein Format dieser Richtung oder Talk: Vera am Mittag und Andreas Türck waren noch nicht mal am schlimmsten; die Talkwelle (----> hier ein Spiegel-Bericht von 2000) nahm mit Hans Meiser erst richtig Fahrt auf und Meisers "Notruf" war ja auch so eine schlimme Sache. Es gab ja auch so eine unmögliche Talkshow mit einem hibbeligen Amerikaner, ich glaube Ricky oder so ... ja!

Etwas durchaus Kurioses aus dem Netz gibt es hier - einen Ausschnitt von "Hans Meiser" zum Thema "Aufgehetzt! Wie Kampfhunde zu Bestien werden". Zu diesem Hans-Meiser-Gast scheint es online sogar eine richtige "Fangemeinde" zu geben ... was es nicht alles gibt.

https://www.youtube.com/watch?v=HXSa3VFSSPY

Später kamen Kuppelshows, dann kam Endemol und BigBrother nebst einem Rattenschwanz erfolgloser Kopien, kam "Cashman" wo Leute für 500 D-Mark eine Rolltreppe ableckten oder Hundefutter aßen usw., dann kamen Domino-Day und die Zurschaustellung von wehrlosen Tieren in Thomas Koschwitz' "Hamster TV"; da waren Jürgen Draegers ZonkHarry Wijnvoord und Freddi Meissner mit seinem Glücksrad sowie Richter Alexander Hold schon wieder "out" - schade, den Zonk habe ich geliebt ... aber "doof" war's alles irgendwie, nicht zu vergessen wäre die altbackene Show "Stimmung!" mit Bernd Stelter. Den mag ich eigentlich, aber als im Sommer 1996 Karnevalspolonaisen und Gardemädchen und Büttenredner im Fernsehen auftraten wie an Fasching, das war schon ... öhm, ja ... ich sag nix, denken wir uns unseren Teil^^!

Sonderrollen spielten der mit Deutschlandfunk-Schlagermusik unterlegte ZDF-Straßenfeger und diese "Space Night" im Bayrischen Rundfunk, wobei es bei beiden Formaten wenigstens "pädagogische" Hintergründe gab: Durch den Straßenfeger konnte man Deutschland kennen lernen ohne das Haus zu verlassen und die "Space Night" klärte einen über Physik auf.

https://www.youtube.com/watch?v=f-OZxAYXLNE

Kleiner Tipp für alle, die auf Trash stehen: "Der Fernsehfriedhof" von "Quotenmeter".

andere Show :

Ich finde generell alles ziemlich dämlich, wo der eigentliche Grund der Show in den Hintergrund tritt und es letztlich nur darum geht, Menschen vorzuführen und sie der Lächerlichkeit preis zugeben. Seien es Normalos oder sogenannte Prominente.

Letzte Woche wurden die deutschen Fernsehpreise verliehen. Da wurde auch eine Sendung ausgezeichnet, die "Sommerhaus der Stars" heißt. Was man halt heute so "Star" nennt.

Eine Gruppe Menschen, jeder mit sehr speziellem Charakter und vermutlich so pleite wie ungebildet und schmerzfrei, wird in einem Haus kaserniert und die dürfen sich dann tagelang, kamerawirksam ankeifen und gegenseitig fertig machen. Einfach nur schrecklich und zum fremdschämen. Wenn das preiswürdige Fernsehunterhaltung ist, dann war dagegen der Blaue Bock und die Montagsmaler noch Hochkultur.

Da wundert es nicht, dass Marcel Reich-Ranicki, diesen Preis mal wortstark und kritisch abgelehnt hat.

andere Show :

Genial daneben. Da Balder kaum sagt, richtig oder falsch, kann man nur ins Blaue raten. Die Sendung macht keinen Spaß. Zudem ist Spontan-Comedy selten lustig.

volle Zustimmung. absolut langweilige, sinnlose Sendung

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Alles, wo Anne Will und Konsorten drin stecken. Diese ganzen Fake-Diskussionssendungen.

Takeshis Castle dagegen, das war geradezu Kunst im Vergleich dazu. Ausserdem war es unterhaltsam.

Takeshis Castle hab ich mir immer sehr gerne angeschaut ^^

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@Torrnado

Ja, das war immer sehr lustig. Und auch die Kandidaten hatten sichtlich Spaß dabei.

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andere Show :

Als ich letztens Beauty and the Nerd auf Pro7 gesehen habe war mir klar warum das Fernsehen ausgestorben ist...

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