Umfrage - Würdest du ein nicht gesundes Baby trotzdem behalten?

 - (Gesundheit und Medizin, Liebe und Beziehung, Psychologie)

Das Ergebnis basiert auf 66 Abstimmungen

Ja ich würde es behalten 59%
Das weiss ich wirklich nicht 21%
Nein würde ich nicht 17%
Andere Meinung 3%

31 Antworten

Das weiss ich wirklich nicht

Das kann man glaube ich nur in der Situation sagen, allerdings:

Wenn man das postnatal (oder wie das heisst, also vor der Geburt schon im Bauch) gesehen hätte, dann hätte ich es abgetrieben, weil es je nach schwere der Erkrankung fürs Kind kein schönes Leben wäre.

Wenn man es nie gesehen hätte und das Kind auf der Welt ist, würde ich es vllt behalten. Aber je nach dem wir schwer es erkrankt ist, muss man vllt sogar umziehen (Rollstuhlgerechtes Haus, etc...) und das kostet oft ein Vermögen (wenn man auch noch OPs dazuzählt, Zusatzkosten (spezielle Kleidung vllt oder Rollstühle) und vllt sogar ein grösseres Auto... Ich weiss nicht wie viel man davon gezahlt kriegt...

Aber ganz ehrlich, wenn mein Kind nix von der Welt mitkriegt, sich überhaupt nicht bewegen kann, Maschinen das Leben übernehmen und es nicht mal sprechen kann, dann würde ich ev. in Betracht ziehen in die Schweiz zu fahren und es einschläfern zu lassen. Wieso erspart man Tieren Qualen, aber den Menschen drückt man sie auf? Man muss Kinder bei denen es eh klar ist, dass sie nur noch da liegen werden des Lebens Willen, auch das Leben retten, das meine ich mit dem Qualen aufdrücken. Ich finde das schlimm, aber wenn Kinder geistig in Takt sind und sprechen können zumindest (z.B. bei komoletter Muskelschwäche - angeboren), dann würde ich schauen wie es ihnen geht mit dem Leben. Ich kenne da jemanden mit kompletter Muskelschwäche. Sie kann nicht einen Finger bewegen und wird beatmet, erlebt Höllenqualen durch starke Schmerzen und musste dir erstem 4 Jahre ihres Lebens im KH bleiben. Im Bauch hat man sowas nie gesehen, als sie ein Baby war 😐 Aber ihre Eltern beschreiben sie als lebensfroh und glücklich.

Ich weiss also nicht, was man wirklich denken soll, diese Entscheidung bleibt wohl jeden selber überlassen. Klar ist, dass man bei beiden Entscheidungen gesellschaftliche Kritik erleben wird, entweder würde es heissen:

"Wieso hast du sie/ihn einschläfern/umbringen/abtreiben lassen?!"

"Wieso hast du sie/ihn mit diesen Schmerzen und Qualen leben lassen? Du folterst sie/ihn!"

Also im Enteffekt muss eine Mutter in dem Moment mit der Entscheidung über Leben und Tot umgehen können :/

Schlimm finde ich es auch noch, wenn die Kinder sehen, dass andere ganz normal sprechen/laufen/spielen können und sie nur da zuschauen dürfen. Da ist es besser, wenn man sie leben lässt, dass sie geistig nicht gaanz da sind :(

LG KannieDo

Das weiss ich wirklich nicht

Sehr schwierige Situation. Vermutlich würde ich eher dazu tendieren ihn an eine gute Familie zu geben. Ich habe wirklich Schwierigkeiten mit Behinderungen. (Kommt natürlich auf die Erkrankung drauf an). Man sagt so einfach ‚ja es ist dein Kind, du kannst es nicht abgeben‘, aber da steckt viel mehr hinter. Es verändert das Leben um 180Grad. Es kostet sehr viel Zeit, Kraft, Nerven, Geld.. das ist nicht zu unterschätzen. Ich wäre dem absolut nicht gewachsen. Bin ich ganz ehrlich! Dein ganzes Leben wird nie mehr so sein wie vorher. Ich verurteile keinen der so handeln würde.

Woher ich das weiß:Beruf – Krankenschwester

Aber beim gesunden Kind ist dein voriges leben auch vorbei. Es gibt auch so viel Unterstützung um das schaffen zu können.

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@Pokerkitty

Na klar. Aber ein gesundes Kind ist nicht zu vergleichen mit einem eingeschränkten Kind. Meiner Meinung nach. Übriges weiß ich das auch ein gesundes Kind mein Leben umkrempelt - daher möchte ich auch keine Kinder.

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@lampenpapier

Ja es ist wirklich nicht einfach ein krankes Kind zu pflegen. Viele Eltern müssen ihren Job aufgeben um 24/7 bei ihrem Kind sein zu können. Pflege kostet sehr viel Geld. Auch wenn du eine Pflege zu Hause hast, du sorgst dich rund um die Uhr um dein Kind. Dein Kind ist von die abhängig. Du musst immer zur Stelle sein, wenn was ist. Ständig muss man mit der Krankenkasse kämpfen für irgendwelche Zuschüsse wie Rollstuhl, Pflegebett etc. Das Geld was man bekommt ist auch nicht sooo viel wie manche hier wohl denken. Es ist und bleibt ein sehr krasser Einschnitt in das Leben. Und es ist absolut okey, wenn jemand sagt ‚ich schaffe das nicht‘!

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Ich kann beide Seiten verstehen. Ich könnte auch nicht im guten Gewissen leben wenn das Kind nichts vom Leben hat.

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Ja ich würde es behalten

Schwierige Frage. Und ich würde niemanden verurteilen (sofern die Begründung nicht ist "weil Mensch 2. Klasse), wenn er sein Kind deshalb in eine fürsorgliche Obhut übergibt. Deshalb ist meine Antwort mit Vorbehalt gegeben.

Selbst habe ich noch keine Kinder, mit 35. Auch, weil ich selbst viel krank bin und vermutlich keine bekommen kann. Für den Fall haben sich mein Mann und ich zusammen aber darüber auch Gedanken gemacht. Über die Möglichkeit, dass das Kind später ebenfalls sehr viel und chronisch krank sein könnte (mein Mann ist auch krank). Und, dass es natürlich auch, wären wir beide nicht krank, zu Behinderungen und anderen Krankheiten kommen kann.

Und für den Fall das, haben wir uns zumindest schon mal dafür ausgesprochen. Neben einigen anderen habe ich auch beruflich Erfahrung mit Menschen mit Behinderung und Pflege. Weshalb die Tätigkeiten und Behinderungen selbst kein Problem sein würden. Mein Mann ebenso wenig.

Wie es aber schlussendlich auf emotionaler Ebene aussehen würde, kann man dann doch erst sagen, wenn es soweit ist. Auch wenn wir momentan überzeugt sind, wenn wir gesundheitlich und finanziell besser gestellt sind, diese emotionale Herausforderung (wegen der Ängste um das Kind vor allem) gewachsen zu sein, weil wir selbst schon sehr viele stark belastende Situationen gemeistert haben. Ausschließen kann man im Vorfeld nichts wirklich.

Allerdings wüssten wir auch wo wir uns hinwenden könnten und dass wir auch entsprechende Unterstützung bei der Pflege und mental durch Freunde und Familie erhalten würden.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Soziale Arbeit/ Sozialpädagogik
Nein würde ich nicht

Ein gesundes Kind wäre mir wahrscheinlich schon zu viel, eins dass nochmal mehr Zeit und Kraft in Anspruch nimmt würde ich wahrscheinlich nicht haben wollen.

Aber wie ich in der Situation selbst reagieren würde kann ich eben nur vermuten, vielleicht entscheide ich dann auch nochmal anders.

Ja ich würde es behalten

Würde ich "behalten" und so handelte ich damals auch :D

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