Umfrage - Beschneidung aus religiösen Gründen

Das Ergebnis basiert auf 47 Abstimmungen

Sollte für beide Geschlechter verboten sein 87%
Die jetzige Regelung ist gut 6%
Die jetzige Regelung ist schlecht 4%
Sollte für beide Geschlechter erlaubt sein 2%

49 Antworten

Sollte für beide Geschlechter verboten sein

Es gibt keine religiösen Gründe.

In dem Kölner Fall ging es um einen vierjährigen Jungen, der am 4. November 2010 in einer Kölner Arztpraxis auf Wunsch der muslimischen Eltern beschnitten worden war. Zwei Tage später brachte die Mutter den Jungen in die Notaufnahme der Kölner Universitätsklinik, weil er unter starken Blutungen litt. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage gegen den Arzt.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/religioes-motivierte-beschneidung-von-jungen-ist-laut-gericht-strafbar-a-841084.html

Damit wurde dann, nach meiner Erinnerung, die neueste / letzte Debatte losgetreten.

Sollte für beide Geschlechter verboten sein

Die Beschneidung führt bei beiden Geschlechtern sowohl zum Verlust von Nervenzellen, als auch zudem zur Desensibilisierung der noch vorhandenen Nervenzellen. Dies gilt sowohl für das männliche als auch für das weibliche Geschlecht.

Daher sehe ich Beschneidung aus religiösen Gründen immer als falsch an, egal wen es betrifft. 

Beschneidung aus medizinischen Gründen, und das betrifft meines Wissens nach nur das männliche Geschlecht, wie beispielsweise bei einer Vorhautverengung hat aber sicherlich dennoch ihre Gründe, obwohl diese trotzdem zur oben angegebenen Folge führt - ich weiß es, denn aus eben diesem medizinischen Grund wurde ich im Kindesalter im Krankenhaus beschnitten. Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass diese fachmännische Beschneidung den Nachteil begrenzt hat, denn dadurch, dass ich etwas desensibilisiert wurde, habe ich eine größere Ausdauer, habe trotzdem meinen Spaß am Sex (jedenfalls wenn die Partnerin eine entsprechende Ausdauer hat) und komme unter der Bedingung, die in der Klammer steht, auch zum "Ziel". Es ist für mich jedoch schwierig, wenn eine Frau keinen längeren Sex gewohnt ist und auch nicht verträgt. 

Beschneidung aus medizinischen Gründen, und das betrifft meines Wissens nach nur das männliche Geschlecht,

Es gibt, wenn auch sehr selten, durchaus auch Frauen, bei denen unter gewissen Umständen eine Beschneidung der inneren Schamlippen nötig werden kann. 

Jedoch ist dies sehr selten, so auch eine männliche Beschneidung eher selten wirklich nötig ist. Sollte es jedoch nötig sein, gilt es jedoch diesen Menschen eben diese nötige Hilfe zukommen zu lassen.

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Sollte für beide Geschlechter verboten sein


Beides ist Genitalverstümmelung - da gibt es rechtlich gesehen keinen Unterschied.

Es wird dabei das Recht auf körperliche Unversehrtheit verletzt (siehe Art. 2 GG (2) ) welches höher anzusiedeln ist als Religionsfreiheit...

Religionsfreiheit bedeutet ja nicht, dass jede Religion tun und lassen kann was sie möchte, sondern nur, dass jeder frei ist ,seine Religion auszuleben und zu wählen - dazu gehört aber nicht das Genitalverstümmeln der eigenen Kinder.

Ich hoffe daher, dass das Bundesverfassungsgericht das "Beschneidungsgesetz" wegen diesem Verstoß gegen das Grundgesetz kippen wird.

Lg

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