Um wieviel sind die Kosten höher, wenn man ein Ökohaus baut und nicht ein normales?

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5 Antworten

Wenn es beim Bauen nur auf die Kosten ankommt, denke ich mal das sich ein Haus im ökologischen Baustil nicht rechnet, eher wenn man etwas für die Umwelt und die Generation später tun will, ich hab mal einen guten Artikel auf der Seite http://www.bauunternehmen.com gesehen, einfach mal die Suche nutzen :)

Gruß

Dem, was "Macjohn" oben so pauschal gesagt hat, würde ich erstmal genauso pauschal widersprechen, denn weder kann eindeutig gesagt werden, dass Ökohäuser 20% mehr kosten, noch - und das schon garnicht bezogen auf diese 20% - dass sich das in drei Jahren amortisiert hat. Bei angenommenen 200.000 € Baukoszten wären 20% ca. 60.000 € und die werden sich auf gar keinen Fall in 3 Jahren amortisieren...

Aus meiner Erfahrung aus ca. 20 geplanten und gebauten Ökohäusern heraus bewegen sich die Mehrkosten für ein ökologisches Niedrigstenergiehaus (entsprechend etwa KfW- 40-60-Stamdard) je nach verwendeter Anlagentechnik sowie Dämm- und Ausbaustandard zwischen 3 und 10%. Richtig ist, was bereits "koira1975" oben erwähnt hat, dass sich manche ökologischen Komponeneten früher "rechnen" als andere, wobei es hier immer noch darauf ankommt, ob es Zuschuss- bzw. Fördermittel (nicht nur KfW-, sondern auch regional begrenzte Mittel) gibt. Dies kann man z.B. herausfinden, indem man die Fördermitteldatenbank auf http://www.baulinks.de mit den individuellen Daten füttert und sich dann alle infrage kommenden Fördermaßnahmen anzeigen lässt.

Bevor sich dein Sohn vom angeblich teureren ökologischen Bauen abwendet, sollte er sich die Mühe machen, sich eingehend über dieses Thema zu informieren. Im Internet gibt es dazu jede Menge hilfreiche Literatur. Und wenn er nicht auf den Kopf gefallen ist (wovon ich nicht ausgehe), dann wird er sich schließlich doch für die vernünftigere ökologische Variante entscheiden.

Seit dem Inkrafttreten der Energieeinsparverordnung am 1.Februar 2002 sind Niedrigenergiehäuser Standard. Um günstige Kredite von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erhalten zu können, darf der Primärenergiebedarf eines Hauses nicht höher als 60 kWh/qma (Energiesparhaus 60) bzw. 40 kWh/qma (Energiesparhaus 40) betragen. Diese Voraussetzung wird von führenden Anbietern vertraglich garantiert

Ökologisch sinnvolle Komponenten wie Solar- und Regenwassernutzung sind normalerweise mit Mehrkosten verbunden. Bei knappem Budget sollten zumindest die Optionen für eine spätere problemlose Nachrüstung vorhanden sein. Diese sind häufig schon ohne Aufpreis erhältlich

Angesichts der Tatsache, dass die Heizung rund 80 Prozent des Energieverbrauchs eines Hauses ausmacht, sollte auf eine Energie sparende Technik grösster Wert gelegt werden. Bewährt haben sich Öl- oder Gas-Niedertemperatur-heizungen. Den günstigsten Energieverbrauch weisen Gasheizungen mit Brennwerttechnik auf - auch diese gibt es bei renommierten Hausbauunternehmen schon standardmässig. Besonders Energie sparend sind auch Lüftungsheizungen mit Wärmerückgewinnung

(weberhaus.de)

Die weitere Option Geothermie wurde dabei noch garnicht einbezogen. Eine pauschale Antwort ist aufgrund vieler Faktoren daher nicht möglich.

Pauschal kann man das nicht beantworten, zumal es ja auch beim Ökohaus ganz verschiedene Typen der Bauweise (Materialien) gibt und es ja auch die Frage ist, wie weit öko gehen soll. Was Dein Sohn mit dem rechnen meint, ist aber sicherlich, dass er denkt, dass sich die Kostenersparnis durch ein Ökohaus erst später bemerkbar macht. Auch da ist es so, dass es bei einigen Ansätzen (Strom, Wasser) stimmen kann, bei einigen (Wärmedämmung, Regenwassernutzung)Anderen rechnet es sich ziemlich schnell. Um da nun richtige Überzeugungsarbeit leisten zu können, würde ich mich an Deiner Stelle im Netz über die verschiedenen Möglichkeiten informieren (Du wirst ja auch die monetären Mittel und den Standort besser kennen als wir)und mir ggf Infomaterial zusenden lassen.

Je nach Ausführung liegen die Kosten ca 20% über denen eines Standard-Hauses. Durch die wesentlich günstigere Energiebilnaz sind die Mehrkosten jedoch schon nach kurzer Zeit wieder eingeholt. (Ca. 3 jahre)

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