Um welches rhetorische Stilmittel handelt es sich hier?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das ist ganz klar was man in der deutschen Rhetorik eine Figura etymologica nennt - eine Sonderform der Paronomasie.

Bei der Figura etymologica ist eine Wortriehe gemeint, in der die jeweligen Wörter demselben Stamm entspringen, bei der Paronomasie sind das klangähnliche Wörter ohne semantische Verwandtschaft.

Hier also wie gesagt ganz klar eine Figura etymologica.

Da beide manchmal verwsechselt werden, hier zwei verdeutlichende Beispiele:

1. Paronomasie: wer isst diese Frucht ohne Furcht ?

2. Figura etymologica:

"Gar schöne Spiele spiel' ich mit dir (Goethe, Erlkönig)

Es handelt sich um eine rhythmisch geglückte, alliterierende Aufeinanderfolge von Wörtern einer Wortfamilie.

(Wer möchte, kann hier auch Akkumulation und Epipher und figura etymologica entdecken.)

Gruß, earnest


Epipher (Epiphora) ? Die Epipher ist doch die Umkehr der Anapher, also eine Wortwiederholung am jeweiligen Ende von Sätzen bzw. Versen. Und eine Akkumulation ist das natürlich auch nicht.

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@achwiegutdass

Zur Klarstellung.

Mit der in Klammern hinzugefügten Formulierung: "Wer will ..." sage ich nicht, dass es sich um exakt diese Stilfiguren handelt.

Das nachgefragte Satzfragment enthält zum Beispiel mit seinen zu einer Wortfamilie gehörenden Begriffen Elemente, die sich auch in einer Epipher zeigen.

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