Um was wird überhaupt in der Ukraine gekämpft?

11 Antworten

Hier würde es vermutlich reichen, einfach mal das Wort "Separatist" zu googlen...

Es geht den Separatisten in der Ost-Ukraine um das, worum es allen Separatisten geht: Sie wollen die Sezession, also die Abspaltung von dem Staat, zu dem sie gegenwärtig gehören. Sprich von der Ukraine.

Außerdem wollen die meisten dieser Separatisten auch den Anschluss ihrer Länder an Russland, sie sind ja pro-russisch.

Was sie deshalb tun, hört man ja täglich in den Nachrichten.

Eigentlich geht es um Geopolitik, doch darauf möchte ich jetzt gar nicht weiter eingehen. Das ist hier schon geschrieben worden.

Als Ende Februar Janukowitsch gestürzt wurde, weinte dem niemand eine Träne nach, auch nicht in der Ostukraine. In der Ostukraine hat man aber ein Problem mit den Nationalisten und offen auftretenden Faschisten aus dem Westen der Ukraine. Die haben Janukowitsch weggeputscht und sind zur Belohnung an einer nicht legalen Regierung beteiligt, die offen feindselig gegen die Ostukrainer auftritt und in der kein Vertreter der Ostukraine ist.

Diese illegale Putschistenregierung hatte nichts Eiligeres zu tun, als ein Gesetz, dass die russische Sprache auch zur Amtssprache machte, abzuschaffen. Erst als die Souffleure aus EU und USA sagten, wie dämlich die Abschaffung dieses Gesetzes wäre, setzte Turtschinow das neue "Abschaffungsgesetz" aus. Es kann also jederzeit doch noch in kraft treten. Mitglieder der neuen Junta verehren Stepan Bandera und dessen OUN/UPA, die im Zweiten Weltkrieg nicht nur mit den deutschen Faschisten kollaborierten, sondern auch noch verantwortlich waren für Massaker an vielen Tausend Juden, Polen und Kommunisten. In der Ostukraine gilt Bandera deshalb als einer der übelsten Verbrecher in der Westukraine wird er als Held verehrt.

http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58852

Aus der Westukraine rekrutierte sich im Zweiten Weltkrieg auch die 14. SS-Division (galizische Nr. 1), die vom Rechten Sektor, der ebenfalls in der neuen Kiewer Regierung vertreten ist und den Putsch durchführte, als Vorbild verehrt wird. Damit haben die Putschisten in Kiew ihre Maske den Ostukrainern gegenüber fallen lassen.

Die neue Kiewer Regierung hatte dann auch nichts Eiligeres zu tun, als das von Janukowitsch nicht unterschriebene Assoziierungsabkommen mit der EU doch noch zu unterzeichnen. Das beinhaltet Bestimmungen zur militärischen Zusammenarbeit, die die Ukraine auf absehbare Zeit auch in die NATO führen soll. Weiterhin bedeutet dieses Assoziierungsabkommen, den Todesstoß für die ukrainische Wirtschaft, weil diese nicht konkurrenzfähig mit Europa ist. Das gilt insbesondere für die im Osten der Ukraine ansässige Industrie. Die Folge wird Massenarbeitslosigkeit und noch größere Armut sein. Die von EU und IWF gestellten Bedingungen bedeuten Rentenkürzungen, Gaspreiserhöhungen, Einfrieren der Einkommen usw.

Das alles wollen sich die Menschen in der Ostukraine nicht gefallen lassen und erkennen die Putschistenregierung in Kiew nicht an.

Sie fordern ein Referendum in der Ostukraine über eine Autonomie. So könnte bei weitest gehender Selbstbestimmung, gerade im wirtschaftlichen und sozialen Bereich, ein Verbleib in einer dann föderalen Ukraine möglich sein.

Die illegitime Kiewer Regierung will das aber nicht akzeptieren, denn sie muss die Interessen ihrer Unterstützer aus EU und USA wahren. Deshalb schickt sie Bewaffnete in die Ostukraine, um sie unter Kontrolle zu bringen. Weil aber weder reguläre ukrainische Armee noch die Polizei auf das eigene Volk schießen wollen, hat die Kiewer Regierung Einheiten aus politisch ihr treu ergebenen Mitgliedern geschaffen, die Nationalgarde. Bezahlt wird diese "Nationalgarde" übrigens von ukrainischen Oligarchen.

Diese Nationalgarde setzt sich in erster Linie aus westukrainischen Nationalisten und Mitgliedern des Rechten Sektors zusammen. So ziehen denn also westukrainische Nationalisten gegen den Osten der Ukraine in den Krieg, um den Osten unter die Knute der Kiewer Putschisten zu zwingen. Mit dabei in der Ostukraine sind auch im Westen stationierte Einheiten, die von "unzuverlässigen" Soldaten "gesäubert" und mit Nationalisten aufgefüllt wurden.

Wie sich die Kiewer Putschisten der rechten Schläger und mittlerweile auch Mörder bedient, kann man in Odessa sehen.

Dagegen wehren sich die Ost- und Südukrainer!

Stell Dir vor wir führen Türkisch in D als Amtssprache ein. Was würdest Du da sagen?

Du schreibst denselben Mist wie aptem. Ich mag mich aber nicht wiederholen.

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@joeluc

Schon alleine, dass du diesen Vergleich bringst, zeigt, dass du nichts verstanden hast.

Du darfst aber gerne Argumente bringen und nachvollziehbare Zusammenhänge herstellen, wenn du kannst.

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@joeluc

Deine Replik á la "selber doof" nehme ich lächelnd zu Kenntnis. :-))

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Es geht um den Status des Landes, innerhalb Europas und auch darüber hinaus. Die Ukraine wurde, vereinfacht gesagt, vor die Wahl gestellt sich zwischen der EU und der Russischen Förderation zu entscheiden. Ein dritter Weg stand nicht wirklich zur Debatte. Die meisten Menschen im Westen der Ukraine wollen einen Anschluss an die EU und im Osten an Russland. Die Separatisten wollen einen Anschluss an die EU scheinbar mit allen Mitteln verhindern.

Stop - auch im Osten sind die russischstämmigen Menschen in der Minderheit! Dennoch wollen auch von denen viele mehr den Anschluß an Europa als an Rußland, denn auch sie wollen Freiheit, Selbstbestimmung und Wohlstand, statt einer neustalinistisch-sozialistischen Diktatur.

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@joeluc
denn auch sie wollen Freiheit, Selbstbestimmung und Wohlstand, statt einer neustalinistisch-sozialistischen Diktatur.

Was hier Sozialismus zu suchen hat, wird wohl dein Geheimnis bleiben, mit Fakten hat das nämlich nichts zu tun. Und was das Geschwafel von Freiheit, Selbstbestimmung und Wohlstand betrifft, so ist es eben Geschwafel.

Um mitzureden solltest du, wie ich oben schon erwähnt habe, mit Fakten, Argumenten und Zusammenhängen aufwarten und nicht mit hanebüchenen Propagandaparolen.

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Wir sollten uns mal 1 Minute in die Lage Russlands versetzen, und mal überlegen, was dieser unüberlegte Vorstoß in Richtung "Ukreine in die EU und NATO" für sie bedeutet. Der Westen provoziert seit der Wiedervereinigung, indem Land für Land des ehemaligen Warschauer Pakts mit Natotruppen belegt wird. Die Russen kriegen - zurecht - langsam richtig schiss.

Dieser Weg kann in einem Krieg enden. Und ich kenne nur einen der daran profitiert, und vermutlich ohne Schaden rauskommt.

Also muss der Anschluß tabu bleiben.
Möglich und einzi  sinnvoll wäre eine neutrale Ukraine, mit föderaler Struktur a la Schweiz, und mit Wirtschaftsbeziehungen zu beiden Seiten.

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Das sind keine pro-russichen Seperatisten, sondern es sind von Rußland gelenkte russische Terro­risten, welche den Staat Ukraine vollkommen zerstören wollen, nachdem die Mehrheit der Bürger der Ukraine den korrupten Diktator Janukowitsch abgesetzt hat. Sie führen einen ähnlichen Kampf wie die Terroristen der RAF (Rote Armee Fraktion) einst in Deutschland, insbesondere in den 70 bis 90er Jahren. Nur hatten diese damals nicht die erhoffte Unterstützung der UDSSR bzw. seiner Provinz namens DDR erhalten und mußten nach vielen vergeblichen Morden aufgeben. Während die Terroristen in der Ukraine heute von Adolf Putin und vielen Russen aus den Überbleibseln und Resten der UDSSR mit Waffen und Propaganda unterstützt werden.

Janukowitsch hat die Verfassung und die Gesetze in der Ukraine zunehmend so verändert, daß er zwar einst vom Volk gewählt, zu einem Diktator mutierte, der mit Oligarchen, Korruption, Unter­drückung und Gewalt regier­te. Dagegen hat sich das Volk zu Recht gewehrt. Dem Volk der Ukraine geht es um Freiheit, Selbstbestimmung, Gleichheit und Brüderlichkeit. Ein Verhalten, welches Dir auch in der Bundesrepublik Deutschland durch Art. 20 Abs. 4 des Grundgesetzes ausdrücklich ge­währleistet wird. Wer die Demokratie in D versucht zu beseitigen, darf vom Bürger, auch mit Waf­fengewalt, daran gehindert werden. Janukowitsch hatte die bereits bestehenden Ansätze zu einer Demo­kratie in der Ukraine wieder beseitigt!

Jetzt wehren sich die Ukrainer in ihrer Mehrheit gegen die faschischtische und völkerrechtswidrige Besetzung der Ukraine durch Rußland. Da Rußland das verdeckt organisiert und durchführt, damit es nicht noch erheblich mehr Probleme in der Weltvölkergemeinschaft hat, schickt es mit russi­schen Waffen be­waffnete Terroristen nach vorne, in einen für Rußland fremden und souveränen Staat, die Ukraine. Sie sollen bewußt provozieren, damit Rußland dann gnädig zu Hilfe kommen könnte, um so sein kolonialistisches, imperialistisches Verhalten zu rechtfertigen. Es ist das gleiche völkerrechtswidrige Handeln, wie es einst Hitler mit dem Sudetenland, der Tschechei und Öster­reich machte, bevor er dann den Krieg mit Polen begann.

Gekämpft wird letztlich vom ukrainischen Volk gegen den verbliebenen Rest aus der sozialistisch-kommunistischen Stalinzeit der UDSSR, um seine eigene Freiheit, Selbstbestimmung, Gleichheit und Brüderlichkeit für die ukrainischen Menschen zu bewahren. Selbiges hat bereits Stalin und alle seine Nachfol­ger dem ukrainischen Volk jahrzehntelang verwehrt. Bis es zu dem einsichtigen und friedliebenden Führer der UDSSR, Gorbatschow, kam, welcher nicht nur die Wiedervereinigung D zuließ, sondern auch u.a. dem ukrainischem Volk seine Freiheit und Selbstbestimmung gewährte und in völkerrechtlichen Verträgen die Grenzen und Eigenständigkeit der Ukraine als Staat anerkannte. Das al­les ist heute dem totalitären, faschistoiden Adolf Putin vollkommen gleichgültig.

Rechtswidrig, durch ma­nipulierte Wahlen, wieder an die Macht gekommene Adolf Putin will jetzt seinen russischen (nicht den der UDSSR, den die gibt es nicht mehr!) Macht­bereich auswei­ten. Er ist innenpolitisch durch die vielen Russen, die in vielen Demonstrationen für sich selbst Frei­heit und Selbstbestimmung, für ihr eigenes Rußland fordern, so unter politischen Druck geraten, daß er jetzt das oberstarke „Mäxchen“ demonstrieren muß, welches Krieg anfangen will. Wie so häufig in der Geschichte, beginnt man Krieg, um von eigenen, innenpolitischen Schwierigkeiten ab­zulenken. Eine große Menge an Doofen, Deppen, Steigbügelhaltern, Feiglingen und willigen Vollstreckern im eigenem Land folgt leider immer noch solchen Menschen, besser Vökerrechtsverbrechern. So war es einst auch in Nazi-Deutschland gewesen, nur gab es damals noch nicht das uns heute so umfängliche und ge­läufige Völkerrecht.

Diese russischen Terroristen (von den besonderen Gutmenschen – also Steigbügelhaltern in D – als Separatisten beschrieben) wollen nichts anderes, als die Ukraine wieder unter die russische Knute zu stellen. Also das ukrainische Volk erneut zu unterjochen. Es der eigene Identität, Selbstbestimmung und Frei­heit erneut berauben.

Rußland ist flächenmäßig das größte Land der Erde. Es hätte jede Möglichkeit, den Russen, die in der Ukraine leben und sich dort nicht als Ukrainer fühlen, sofort eine Übersiedlung nach Rußland zu ermöglichen und zu helfen. Insbesondere wo es sich immer um russische Minderheiten in der Ukraine handelt. Russische Minderheiten, welche jetzt die ukrainische Mehrheit mit Waffenge­walt unterjochen, domestizieren, beherrschen wollen. Wenn es nicht so ernst wäre könnte man es für einen Treppenwitz halten. Aber leider ist Adolf Putin der neue Diktator dieser Erde, welcher den Weltfrieden mit seiner Gier nach Macht und Wahnsinn in große Gefahr bringt. Deswegen ist die Lage in der Ukraine so ernst. Der Westen hat damit nichts zu tun, außer daß er jetzt natürlich versucht, der Ukraine ihre Freiheit und Selbstbestimmung zu erhalten.

Sehr gut erklärt

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Die von den USA und Deutschland sowie sonstiger "Wertestaaten" gestützten Kiewer Putschisten dienen als Türöffner, sowohl für deren Konzerne, als auch als Aufmarschgebiet der NATO, der Raketengürtel soll weiter nach Osten vorgeschoben werden, um so Moskau noch mehr unter Druck zu setzen. Die Monopole wiederum interessieren sich für die Bodenschätze und Fabriken im Osten der Ukraine - das in etwa ist der ganze gemeingefährliche "Witz" an der Sache.

Bist Du ein Neostalinist Saatgut? Oder wie kommst Du auf solchen Schwachsinn? Fahre einmal hin in die Ukraine, da wirst Du etwas ganz anderes erleben. Vielleicht leiht Dir Janukowitsch einen seiner 10 Bentleys oder lieber doch einen AMG SLR. Empfehlen würde ich Dir den Luxus Range Rover aus seinem Fuhrpark, damit Du über die schlechten Straßen dort vorankommst..Platz zum Fahren gibt es genug, denn die meisten Menschen in der Ukraine können sich nur ein Fahrrad leisten. Aber viele Straßen sind - besonders auf dem Land - noch nicht einmal geteert.

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@joeluc

Aha, @Saatgut antwortet mit globalstrategischen Argumenten und du "widerlegst" das mit Janukowitschs Luxuslimousinen und dem schlechten Zustand ukrainischer Straßen. Da fehlt aber noch die Luxusvilla von Janukowitsch. :-))

In diesem Zusammenhang würde mich mal interessieren, wie du die Tatsache einordnest, dass die ukrainischen Oligarchen den Sturz Janukowitschs und anschließend die Paramilitärs des rechten Sektors bis hin zur politischen Armee, die Nationalgarde, finanzieren.

PS: Frau Timoschenko, Herr Jazenjuk und dergleichen nagen auch nicht am Hungertuch. Und Jazenjuk ist genau wie Frau Timoschenko als langjähriges Mitglied verschiedener ukrainischer Regierungen auch für den schlechten Zustand der Ukraine und damit auch der ukrainischen Straßen verantwortlich.

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@PeVau

PeVau, daß sich an freiheitsliebende Menschen, die auch bereit sind für ihre Freiheit zu kämpfen und zu sterben, immer Trittbrettfahrer anhängen, ist doch alter Tobak. Es geht doch nicht um Oligarchen und so einen Mist. Es geht um das Ukrainische Volk, seine Freiheit und seine Selbstbestimmung, gegen Korruption, Unterdrückung, Günstlingswirtschaft, etc. etc. Siehe nur die Nachrichten, dann ist doch vollkommen kalr, daß hinter jeder Agression gegen die Ukrainer und die dort lebenden Russen nur Adolf Putin steht. Ein Terminus, der übrigens aus Raußland selbst stammt. Denn dort liegt der Kern. Putin muß von seinem eigenen Totalversagen ablenken.

Du träumst in Deinem deutschen Fernsehsessel vor Dich hin und siehst zwischendurch mal Fußball, das war es, aber Politik und deren Einflüsse interessieren Dich nicht sehr viel.

Wärst Du bereit mit der Waffe in der Hand für ein freiheitliches, demokratisches und selbstbestimmtes Deutschland zu kämpfen? Ich habe diese Pflicht schon erfüllt.

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@joeluc
Wärst Du bereit mit der Waffe in der Hand für ein freiheitliches, demokratisches und selbstbestimmtes Deutschland zu kämpfen? Ich habe diese Pflicht schon erfüllt.>

Deine "Pflichterfüllung" hat aber offensichtlich nichts gebracht!

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