Um was für eine in Brasilien heimische Spinne handelt es sich ?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Könnte auch diese Spinne bzw. eine verwandte Art sein: https://pt.wikipedia.org/wiki/Ctenidae

Auch Kammspinne genannt. Ist im Artikel als aggressiv und giftig beschrieben, nicht ungefährlich: "Ctenus medius and Phoneutria nigriventer spiders venoms share noxious proinflammatory activities." (...schädliche entzündungsfördernde Aktivitäten.)

Dazu auch in diesem Artikel:

http://www.rp-online.de/leben/reisen/fernreisen/wm-2014-so-gefaehrlich-ist-brasilien-wirklich-aid-1.4288512

"...Brasiliens gefährlichstes Tier: die Kammspinne. Die bis zu fünf
Zentimeter langen, grauen Spinnen, sind sowohl im Süden Brasiliens, als
auch im Amazonas-Gebiet zu Hause.

Beobachter verwechseln sie leicht mit
den wesentlich weniger gefährlichen Vogelspinnen. Kammspinnen
allerdings verhalten sich ganz und gar nicht so zurückhaltend wie die
meisten ihrer Artgenossen.

Die Tiere verstecken sich gerne in Kleidung
oder Schuhen, und werden aggressiv, wenn sie sich angegriffen fühlen.
Aus kurzer Entfernung kann es dann sein, dass sie ihren Angreifer
anspringen, oftmals verfolgen sie ihn auch. Erwischen sie den Feind,
beißen sie oft mehrfach dazu.

Das Gift der Kammspinne zählt zu den
gefährlichsten und wirksamsten Spinnengiften der Welt. Erfolgt nicht
binnen 12 bis 17 Stunden eine Behandlung mit dem Phoneutria-Immunserum
kann der Angriff für den Menschen tödlich enden.

Folgen sind Schmerzen,
Schwindel, Sehstörungen, Fieber und im schlimmsten Fall der Tod durch
Atemlähmung."

Das macht die auf den ersten Blick recht radikale Handlung der Brasilianerin dann wohl doch sehr nachvollziehbar...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von TorDerSchatten
29.12.2015, 11:12

Das ist keine Kammspinne

0

Ich schätze, eine männliche, leicht unterernährte Grammostola. (Unterart kann ich nicht bestimmen)

Die Tiere sind nicht angriffslustig und beißen erst, wenn sie bedrängt werden nach einer deutlichen Drohhaltung. Allerdings können sie Brennhaare abstreifen.

Die Reaktion des Einheimischen war völlig übertrieben. Durch das Verbrennen sind anscheinend Brennhaare in die Luft gewirbelt worden, die das Jucken ausgelöst haben. Wie mit kleinen Widerhaken setzen sich die Brennhaare auf der Haut fest und lösten Juckreiz aus.

Es hätte genügt, das Tier mit einem Besen oder einem Ast zu verscheuchen.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von consol61
29.12.2015, 12:33

Kann sein, muss aber nicht. Diese Gattung soll nach Wikipedia (ich weiß, auch dort muss nicht alles stimmen) ausschließlich im südlichen Südamerika verbreitet sein. Der obige Vorfall war aber im Nordosten Brasiliens. Und wenn ich die Fotos dieser Vogelspinnen vergleiche, dann müsste das Exemplar des Fragers doch schon ziemlich unterernährt gewesen sein. Die allergische Reaktion auf die Verwirbelung bei der Verbrennung zurückzuführen ist aber wohl sehr spekulativ, es sei denn, alle anderen Personen hätten dieselben Symptome gehabt.

Es muss auch keine Kammspinne gewesen sein, oder vielleicht eine weniger gefährliche Art. Und sicher gibt es in der Region auch durchaus noch unbekannte Arten - Verbrennen mag eine übertriebene Reaktion sein, Vorsicht sollte man in jedem Fall walten lassen.

1

Vogelspinne aka Tarantel
Der Biss ist nicht wirklich giftig tut nur bisschen weh.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?