Ultraschall-Funk-Rauchmelder langfristig schädlich?

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8 Antworten

Ein Blick in die Bedienungsanleitung gibt Aufschluss!

Die Ultraschallsensoren überwachen nicht (!) permanent den Raum sondern Testen je nach Einstellung (in der Patentschrift steht 1x/Woche) die Umgebung im Radius vom 60cm (!)!! - in dieser "Blase" um den Melder darf kein Schrank, keine Lampe, keine Wand etc. sein damit eventuell bestehender Rauch optimal in die Zählkammer gelangen kann!

Von einer permanenten Belastung ist also keine Rede - die Funktion entspricht einer Einparkhilfe die 1x die Woche für wenige Sekunden läuft...

Gleich das Persönlichkeitsrecht verletzt zu sehen ist ein bisschen hart...

Also alles wunderbar, man sei froh, dass der Vermieter hochwertige Rauchmelder verbaut.

Alles Gute!

Erst einmal vielen Dank! Gute Antwort. Leider steht in der Bedienungsanleitung nichts diesbezüglich. Du scheinst den Techem Funk-Rauchmelder 2 zu kennen. Woher hast Du die Patentschrift? Auf www.techem.de habe ich keine Erklärungen gefunden. Dennoch, mit dem Abstand und Co - is´klar. Würde der Ultraschall - so wie mir der Mitarbeiter dies erklärte schießt er durch den Raum bis er auf Widerstand trifft - nur ein mal die Woche ein paar Sekunden die Gegend absuchen, tija, was macht das dann für einen Sinn? Danke für die nette Antwort.

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@astra11

Der Ultraschall wird genutzt um zu kontrollieren ob die Position des Gerätes im Raum noch so optimal ist wie sei sein soll. Rauch meldet weiterhin eine photoelektrische Messung.

Denn nur wenn entsprechend viel Freiraum da ist, ist sichergestellt, dass bei Rauchentwicklung auch Rauch in die "Zählkammer" dringt.

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@moepeinszwo

Nochmals Danke! Ich glaube das nun erst einmal und wurde im Internet diesbezüglich auch fündig :-)

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Komisch das der Mitarbeiter von der Firma die bei meinem Vater Rauchmelder in jedem Raum eingebaut hat, die Geräte von ausserhalb der Wohnung per Signal prüfen konnte und eine Antwort von den Geräten bekam z.T (kaputt)! Also 60 cm Wirkungsradius kommen da so ganz und garnicht hin!

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Nach draußen wird per Funk gesendet. Ultraschall nur für die Abstandsmessung. Ich habe jedoch zu gleichem Melder offiziell Techem angefragt. Antwort per Mail: kein Ultraschall. Wem soll man nun glauben? Wie wird die Abstandsmessung gemacht und wie oft? Wie hier schon steht, macht Techem dazu keine Aussage und in der Anleitung steht auch nichts.

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Der Funk Rauchwarnmelder 2 von Techem verwendet 3 Piezo Transceiver für Ultraschall mit 40kHz (baugleich zu Murata MA40S5). Mindestens 1 mal die Woche macht er damit ein Echo Ranging wie eine Fledermaus. Er schreit also mehrmals kurz in den Raum und berechnet aus der Laufzeit des Echos eventuelle Objekte in der Nähe. Der Schalldruck beträgt etwa 110dB also so viel wie etwa 1m vor dem Disco-Lautsprecher. Die Schmerzschwelle beim hörbaren Schall liegt etwa bei 130dB, ein lautes Gespräch bei etwa 60dB. Dann variiert der interne Mikrocontroller die Spannung am Piezo und leuchtet damit die Umgebung in unterschiedlichen Winkeln aus.

Was etwas problematisch ist, ist die Tatsache, dass der Installateur den Ultraschall an die Raumhöhe anpassen muss. Wenn der Ultraschall etwas zu weit reicht, dann sieht der Rauchmelder z.B. im Schlafzimmer was im Bett los ist. Theoretisch kann man ihn so programmieren, dass er öfter nachprüft und so eine Anwesenheits-Erkennung durchführen kann (Presence Detect), die missbraucht werden kann. Der Rauchmelder funkt alle 3 Minuten den Status auf die Strasse (mit 10mW auf einer Frequenz von 868MHz mit dem wireless M-Bus Protokoll) wo jemand diese Daten einsammelt, gleichzeitig mit den Daten aller anderen Rauchmelder im Haus. Streng genommen kann derjenige dann auch feststellen wo jemand zu Hause ist oder nicht, wenn die Umweld-Überwachung entsprechend eingestellt ist. Die Firmware des Rauchmelders kann man auch über eine Update-Funktion austauschen, was auch Möglichkeiten der Manipulation eröffnet. Wie Mensch und Tier auf den Funk im Schlafzimmer und im Rest der Wohnung reagieren weiß man heute noch nicht recht. Allerdings empfiehlt es sich im Schlafzimmer auch das Händy auszuschalten wenn man es schon auf den Nachttisch legt. Den Ultraschall nimmt man nicht bewusst wahr, aber es ist nicht auszuschließen, dass er biochemische Reaktionen auslösen kann, die Signale über Nerven in das Unterbewusstsein einkoppeln. Zu der Euphorie über die tolle Technik kann man sagen, dass nach der Entdeckung der Radioaktivität auch viele Jahre lang geglaubt wurde diese neue Strahlung sei besonders gesund. Auch die Tabakindustrie hat sehr lange den Kunden vorgegaukelt Tabakrauch sei nicht schädlich. Ob man das Risiko in Kauf nehmen will, besonders wenn man dazu genötigt wird, ist natürlich jedem seine eigene Sache. Aber es ist kaum vorstellbar, dass ein Gericht der Auffassung folgt, dass allein um "Rechtssicherheit" bei der Überprüfung eines Rauchmelders zu schaffen ein Mieter Untraschall und Funk im Schlafzimmer ertragen muss. Schließlich kann auch ein Schornsteinfeger einen einfachen Rauchmelder ohne Funk einmal im Jahr prüfen.

Auch die Funk-Schnittstelle kann leicht missbraucht werden. Auf der Platine befindet sich ein sub-GHz Transmitter Chip (TDK5110 von Infineon). Dieser hat einen digitalen FSK Eingang, der die Statusdaten sendet sobald er über das Power Down Signal aktiviert wird. Mit etwas elektronischem Geschick oder entsprechender Firmware Manipulation kann man an diese Stelle zwischen den Offiziellen wM-Bus Nachrichten auch andere Daten einspeisen und versenden. Theoretisch kann man den Ultraschall-Transceiver auch im Mikrofon-Modus betreiben und so auch Sprache detektieren. Das heißt ein Umbau zur Abhörwanze wäre nicht allzu schwer. Auch hier fehlt eine angemessene Sicherung der Privatsphäre.

Ein einfacher guter Rauchmelder kostet übrigens 20 Euro, der Techem Funk-Rauchmelder kostet mehr als 200 Euro. Prüf-Service und Gerätekosten werden auf die Miete (Betriebsabrechnung) umgelegt. Das heißt der Vermieter bekommt keinen der Nachteile mit und Techem und andere Energieablesefirmen ganz leicht das entsprechende Business.

Empfehlung: Im Schlafzimmer sollte man den Ultraschall-Funk-Rauchmelder wieder abschrauben (mit Montageplatte) und durch einen normalen selbst geprüften ersetzen. Den Funk-Rauchmelder muss man aber wieder auf die Montageplatte aufsetzen, sonst erkennt er das. In der Montageplatte ist nämlich ein Stift, der im Gehäuse eine Infrarot-Lichtschranke unterbricht. Auch das Gehäuse kann man nur bei Dunkelheit öffnen, denn ein optischer Sensor schaut nach ob das Gehäuse-Oberteil auf dem Unterteil sitzt. Aber man kann die kleine weiße Photodiode am Rand des Rauchgassensors auch bei Dunkelheit mit schwarzem Klebeband abkleben, dann merkt er das nicht. Also wirkliche Sicherheit ist da nicht eingebaut. Den abgenommenen Rauchmelder kann man dann am besten in der Abstellkammer an die Decke schrauben, wo er keinen größeren Schaden anrichten kann. Das merkt der Funk-Ablesedienst dann auch nicht, wenn er personalsparend im walk-by oder drive-by Modus die Daten von der Straße aus einsammelt. Und in die Wohnung lassen muss man die Leute ohne Anmeldung nicht.

Hallo Kevin, ich war ja eben sehr erstaunt, dass sich jemand die Mühe gemacht hat, mir eine so ausführliche Antwort nach so langer Zeit zu schreiben. Leider habe ich zu wenig Punkte um ein Kompliment zu geben. Wieso weißt Du so gut Bescheid? Jemand sagte zu mir dieses Forum sei ein "Troll-Forum", wegen der Quatschantworten. Ich kann das nicht beurteilen und schon gar nicht bestätigen. Natürlich könntest Du Dir mit Deiner Antwort einen Scherz erlaubt haben. Ich gehe jetzt erst mal nicht davon aus und bedanke mich herzlich für Deine Arbeit und Recherche. In meinem Umfeld versteht man mein Missgefühl bzgl. dieses "vertrackten" Rauchmelders nicht und lächelt... Danke, Smiley ist angeklickt. astra11

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Hallo, ich habe mich nun nach meinem Messergebnis gefragt, ob es überhaupt möglich sein kann, dass das Gerät konsequent auf 40kHz ein Ultraschallgeräusch sendet. Da müssten nach relativ kurzer Zeit die Batterien getauscht werden. Ich bin fündig geworden. Das konsequente Piepen auf 40kHz kommt von Stromsparlampen. Das Gerät sendet tatsächlich, je nach Einstellung nur 1 mal pro Woche oder Nacht ein Ultraschallgeräusch. Wer sich also Sorgen um die Ohren des Hundes macht, müsste bei den Stromsparlampen anfangen, die Lärmbelastung im Ultraschallbereich ist viel höher... Sorry für die Anfangs fehlerhafte Meldung!

Ich habe nachts immer ein hochfrequentes Piepen gehört wovon ich aufgeweckt bin. Nach 1Monat sämtlicher Theorien kam ich auf den Rauchmelder... und siehe da... Techem. Der Fledermausdetektor (Batlogger von Elekon) brachte ein dauerhaftes Piepen auf 40kHz und das reichte bis an den Boden. Soviel zur Reichweite. 40kHz ist aber unmöglich für mich hörbar. Also habe ich gewartet und nach 5min kam ein Piepen mit hohem Schalldruck bei 17kHz. Das höre ich als Mensch noch. Hunde können sogar das Dauerpiepen auf 40kHz hören. Ich bin froh dass ich die Ursache gefunden habe...

Nach meinem Kenntnisstand, der nicht aktuell sein muß, geben Rauchmelder radioaktive Strahlung ab. Natürlich völlig ungefährlich für Menschen!

Da kann sich seit dem, als ich mich mit dem Thema beschäftigt habe, viel geändert haben.

Wäre dies aber noch immer so, dann würde ich mir über diesen Umstand mehr Gedanken als um Schall wellen machen.

Danke, aber mir geht es akut erstmal um den Ultraschall! Auch wegen dem Zirpen in meinem Ohr, dann brauche ich nicht noch so was ...

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Ihr Kenntnisstand ist da nicht auf der Höhe der Zeit.

Ionisationsrauchmelder sind zumindest in Europa fast vollständig durch optische und Wärme Melder abgelöst.

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mmh was ist die Alternative? Im Schlaf in Flammen aufzugehen?

Ich kenen auch viele Hundebesitzer, die solche Dinger haben (ps: Hunde leiden nicht still und leise) Das stört doch niemanden, gesunheitsschädlich ist es auch nicht. Du solltest dich einfach mal damit beschäftigen und dir vllt vom fachmann face-to-face erklären lassen.

Man MUSS übrigens solche Geräte anbringen (als Vermieter bzw. Hauseigentümer), das ist neuste Gesetzlage.

Danke. Es gibt jedoch auch Rauchmelder ohne Ultraschall als Alternative. Woher weißt Du das dieser Ultraschall ungefährlich ist? Da muss man schon echt Ahnung haben. Ja, und danke für den Tip ;-) - ich beschäftige mich ja seit geraumer Zeit damit ...

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Gehört der Vermieter das Haus darf er überall was anbringen was er will...Auser natürlich in den privaten Räumen/Wohnungen.

Danke, schon klar. Mir geht es um langfristige Auswirkungen der Ultraschall-Beschallung während der Nacht!

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Darf er auch in Schlafzimmer was anbringen ?

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