Ulnarisrinnen-Syndrom - Seit über 2 Monaten durchgängig Schmerzen und Taubheitsgefühl - Was tun?

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2 Antworten

Hallo

ich hatte das auch - links - konventionelle Behandlung hat nichts gebracht - einige Monate. Habe es dann beim Neurochirurgen operieren lassen in örtlicher Betäubung. War alles nicht schlimm. HAbe bis jetzt - einige Jahre her - keine Beschwerden mehr.

Alles Gute

LG

Jetzt muss ich aber bevor ich dazu etwas sage eine Verständnisfrage stellen: Die Problematik bezieht sich immer noch "nur" auf den Ring- und den kleinen Finger, oder? Wieso kannst Du dann mit der Hand keine Flasche öffnen?

Die betroffenen Finger sind der kleine und der Ringfinger... aber ich habe keine Kraft in der ganzen Hand. Darum die Problematik mit der Flasche.

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@Elezeba

Ok, also erstmal - ich bin kein Arzt, hatte aber selbst mehrfach das UInarisrinnensyndrom. Erstmal soviel: 2 Monate sind eigentlich gar nichts. Beim ersten Mal hat es ca. 5 Monate gedauert bis die Symptomatik zurückging, damals auch unter engmaschiger Kontrolle durch den Neurologen. Später (2012) hat es dann auch eine ähnlich lange Zeit gedauert, wobei ich es mir nicht genau gemerkt habe - die Symptomatik war da und eines Tages merkte ich, dass ich plötzlich die beiden Finger wieder spüren konnte. Haltungseinschränkungen bei Gewichtstransporten hatte ich auch.

Jetzt gibt es manchmal (wobei ich das bei 2 Monaten für eher unwahrscheinlich halte) das seltene Phänomen der Krallenhand, das u.U. eine Operation unumgänglich macht. Das erkenne ich jetzt bei Dir nicht und das Kraftproblem hatte ich wg. des Ulnarisrinnensyndroms auch. Was ich Dir aus meiner Sicht empfehlen würde, wäre nochmal den Neurologen zu konsultieren und ihn zu fragen, ob er eine OP für sinnvoll hielte. Ich halte das für sehr fraglich, an Deiner Stelle würde ich das nur aufgrund eines neurologischen Befunds machen oder wenn Du Symptome dieser Krallenhand bemerkst.

Grundsätzlich wichtig ist es, dass Du die Auflegeproblematik beseitigst. Sehr empfehlenswert ist ein Ellbogenschutz - ich hatte seinerzeit auch mal so ein Ding (leider mittlerweile nicht mehr da, sonst würde ich es Dir sogar zukommen lassen); gehe einfach in eine Apotheke und frage nach, ob die Ellbogenschoner für das Ulnarisrinnensyndrom haben. Zur Not evtl. auch ein Sanitätshaus. Das muss zwar nicht angepasst werden, aber manche Apotheken sind nicht so gut ausgestattet. Es wäre sicherlich empfehlenswert, wenn Du diesen Ellbogenschutz dann auch über die Symptomatik hinaus benutzt - wie Du an meiner Bemerkung oben merkst, habe ich das auch sträflich vernachlässigt und werde mir demnächst selbst mal wieder sowas zukommen lassen, auch zur Vorbeugung.

Also ich würde grundsätzlich erstmal den Neurologen konsultieren, ihn genau nach seiner Meinung zur OP fragen und dann weitersehen. Diese OP ist an und für sich nicht weiter schlimm, ist aber trotzdem ein größerer Eingriff am Arm. Und aufgrund von meiner Erfahrung ist das Ulnarisrinnensyndrom einfach recht langwierig. Aber das gilt nur, solange Du nicht irgendwie Symptome einer Krallenhand oder so verspürst, dann wird es natürlich behandlungsbedürftiger, deshalb nochmal zum Neurologen und nachfragen.

Hoffe, das hilft etwas. Gute Besserung! (Und wie gesagt: In den meisten Fällen ist es nicht so tragisch. Beim 2. Mal habe ich nicht mal sofort gemerkt, dass es "weg" war.) 

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