UG Steuern?

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5 Antworten

Um das Begriffswirrwarr komplett zu machen, führe ich noch zusätzlich den Begriff "Mehrwertsteuer" ein.

Tatsache ist, dass alle Begriffe den gleichen Betrag meinen, der auf einer Rechnung ausgewiesen wird.

Die unterschiedlichen Begriffe betonen nur eine bestimmte Sichtweise aus diesen Betrag.

Umsatzsteuer ist der Betrag, den du auf deiner Rechnung an andere ausweisen musst und an das Finanzamt abführen musst.

Dieser Betrag ist für den Empfänger der Rechnung die Vorsteuer. Wenn der Rechnungsempfaenger Vorsteuerabzugberechtigt ist, bekommt er diesen Betrag vom Finanzamt zurück.

Der Betrag ist aber auch gleichzeitig die Besteuerung des Mehrwertes, den man als Rechnungssteller generiert hat. Das bedeutet, wenn man keinen Mehrwert generiert hat, zahlt man weder Umsatzsteuer noch bekommt man Vorsteuer zurück. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn ich ein Auto für den gleichen Betrag verkaufe, wie ich es eingekauft habe.

Wenn man alle Mehrwertsteuer-Beträge aller Rechnungen, die ich gestellt habe mit denen aller Rechnungen die ich bekommen habe verrechnet, ist das die sogenannte Zahllast. Ist sie positiv, muss ich was an das Finanzamt zahlen, ansonsten bekomme ich was vom Finanzamt.

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Umsatzsteuer ist der Oberbegriff.

Darunter fallen Mehrwertsteuer (muss an das Finanzamt abgeführt werden) und die Vorsteuer (kann vom Finanzamt zurück gefordert werden).

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Vorsteuer ist die Umsatzsteuer, die du bei deinen Betriebsausgaben zahlst.

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Ganz einfach von meiner Lieblingsseite zitiert, auf der ich es damals perfekt verstanden habe:

Die Umsatzsteuer gehört zu den Verkehrssteuerarten. Private Verbraucher sowie öffentliche Verbraucher werden beim Erwerb von Gütern und Leistungen mit der Umsatzsteuer belastet.

Unternehmer können die Umsatzsteuer als Vorsteuer beim Finanzamt geltend machen, wenn sie die mit Umsatzsteuer belasteten Güter und Leistungen für unternehmerische Zwecke einsetzen. Mit dem Vorsteuerabzug wird ihnen die Umsatzsteuer zurückgezahlt. Der Unternehmensgewinn wird daher nicht mit der Umsatzsteuer belastet. Im Gegenzug sind Unternehmer jedoch verpflichtet auf ihre Lieferungen und Leistungen Umsatzsteuer zu erheben und die vereinnahmte Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen. Hierfür und für den Vorsteuerabzug müssen Unternehmer monatlich, quartalsweise oder jährlich eine Umsatzsteuervoranmeldung beim Finanzamt einreichen und die Umsatzsteuer abzüglich der vereinnahmten Vorsteuer an das Finanzamt zahlen.

Die Umsatzsteuer wird auf Lieferungen (z.B. Waren) und sonstige Leistungen(z.B. Dienstleistungen) erhoben. Sie beträgt 7 % (ermäßigter Steuersatz) oder 19 %. Bemessungsrundlage für die Umsatzsteuer ist das für die Lieferung oder Leistung vereinnahmte Entgelt. Von der Umsatzsteuer können Kleinunternehmer befreit werden. Zudem sind bestimmte Berufsgruppen (z.B. Ärzte) von der Erhebung der Umsatzsteuer ausgeschlossen.

Gesetze und Urteile (Quellen)

§ 18 UStG

§ 19 UStG

Der Begriff »Umsatzsteuer« wird im allgemeinen Sprachgebrauch gleichbedeutend mit »Mehrwertsteuer« verwendet.

 

 

Als Vorsteuer wird die Umsatzsteuer bezeichnet, die einem Unternehemer beim Erwerb von Lieferungen oder sonstigen Leistungen in Rechnung gestellt wird. Die in Rechnung gestellte Umsatzsteuer können Unternehmer mit der Umsatzsteuer, die sie auf ihre Lieferungen oder sonstigen Leistungen erheben müssen, verrechnen(Vorsteuerabzug). Dies geschieht im Rahmen der Umsatzsteuervoranmeldung.

Beispiel:

Ein Unternehmer erwirbt eine Maschine. Die Rechnung weist folgende Positionen aus:

Maschine

Euro10.000,00 €

Umsatzsteuer (19%)

Euro1.900,00 €

Gesamtbetrag

Euro11.900,00 €

Die in der Rechnung enthaltene Umsatzsteuer kann der Käufer der Maschine als Vorsteuer vom zurück fordern.

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Hallo regarF,

ok einigermaßen verstanden. Bin Neuling bei der UG, muss ich hier dann monatlich oder Quartalsweise (für den Anfang) abführen?

Viele Grüße

fitnesslover89x

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Kommentar von PatrickLassan
07.03.2017, 13:21

§ 18 Absatz 2 Umsatzsteuergesetz:

Voranmeldungszeitraum ist das Kalendervierteljahr. Beträgt die Steuer für das vorangegangene Kalenderjahr mehr als 7 500 Euro, ist der Kalendermonat Voranmeldungszeitraum. Beträgt die Steuer für das vorangegangene Kalenderjahr nicht mehr als 1 000 Euro, kann das Finanzamt den Unternehmer von der Verpflichtung zur Abgabe der Voranmeldungen und Entrichtung der Vorauszahlungen befreien. Nimmt der Unternehmer seine berufliche oder gewerbliche Tätigkeit auf, ist im laufenden und folgenden Kalenderjahr Voranmeldungszeitraum der Kalendermonat.

https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__18.html

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