UG ohne Geld, Steuerberater stellt Rechnung für Bilanz und co. - was tun?

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6 Antworten

Hier kannst du die normalen Steuerberater Kosten testen, ob die so passen: http://www.handwerk-magazin.de/bilanz-steuerberaterhonorar-pruefen/150/8/33010

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Kommentar von serumzero
25.02.2016, 23:51

Vielen Dank, es geht mir aber nicht nur darum die  Kosten zu hinterfragen sondern was der günstigste Weg ist, hier herauszukommen. Also über einen Insolvenzweg oder das einfach zu bezahlen mit privatem Kapital. VG

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UG "einfrieren" heißt nichts anderes, als den Betrieb ruhend melden.

Abschlüsse müssen trotzdem gemacht werden.

Normale Lösung ist (wenn Du die Gesellschaft noch brauchst) das aus privaten Mittel zu zahlen.

Wenn Du sie nicht mehr brauchst, dann würde ich die verschenken. spart Dir die Kosten der Auflösung und der beschenkte spart die Gründungskosten und hat keine Wartezeit bis zur Eintragung.

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Kommentar von Helmuthk
26.02.2016, 09:20

Das geht natürlich nur über einen Notar.

Und wer würde eine UG geschenkt nehmen, in der die Rückstellungen für die Abschlusskosten aufgeführt sind und ein entsprechender Bilanzverlust?

Ich jedenfalls nicht.

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Du hast den Steuerberater bestimmt beauftragt, den Jahresabschluss zu erstellen.

Und dass der Abschluss mit den Steuererklärungen und der Veröffentlichung im eBundesanzeiger nicht für ein "Trinkgeld" erledigt werden kann, sollte eigentlich jedem verständigen Menschen klar sein.

Was meinst Du, wie man so etwas nennt: Einen Auftrag zu erteilen und dann sagen, dass man die Rechnung für den Auftrag nicht begleichen kann?

Irgendwie geht das in die Richtung "Insolvenzbetrug" und "Insolvenzverschleppung".

Ich denke mal. dass Du der alleinige Geschäftsführer Deiner UG auch verantwortlich für die missliche Lage bist.

Du solltest Dir überlegen, ob Du auf den Mahnbescheid und möglicherweise die Strafanzeige des Steuerberaters warten willst.

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Auch die Aufgabe kostet zwei Bilanzen (wenn ich das noch richtig im Kopf habe).

Schnell bezahlen. Alles andere wäre eine Insolvenz. Da hat man nur Tage die abzuwenden. Auch da sollte man sich beraten lassen.

Tut einem ja Leid das so zu lesen. Aber es bewahrheitet sich immer wieder: Mangelhafte Planung kostet richtig Geld. Der erste Fehler war bereits die Selbsteinschätzung, zu meinen neben dem Studium ein Unternehmen stemmen zu können.

Nimm das wirklich als Lehrgeld. Um es beim nächsten mal besser zu machen.

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Kommentar von Helmuthk
26.02.2016, 09:23

Möglicherweise noch mehr.

1. Liquidationseröffnungsbilanz

2. Liquidationsschlussbilanz ein Jahr nach der Veröffentlichung des Liquidationsbeschlusses im Handelsregister

3. Abschlüsse zu den normalen Terminen, wenn sie vor oder zwischen den beiden Bilanzen zu 1. und 2. liegen.

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Realistisch gesehen kommst Du hier nur durch eine Sache heraus: Rechnung zahlen.

Eine Insolvenz befreit dich nicht von Deinen Schulden. Das ist ein weitverbreiteter Irrtum. Auch in Einer Insolvenz wirst Du zum zahlen deiner Schulden gezwungen soweit das in irgendie möglich ist. Und eine Insolvenz ruiniert Dir für recht lange Zeit Deine Kreditwürdigkeit. Rede jetzt als erstes mit dem Gläubiger und versuche einen Zahlungsplan auszuhandeln. Tust Du das nicht, werden aus den 600 Euro durch Mahnkosten und Gerichtskosten auch mal 1.500 Euro oder noch mehr und letzten Endes steht dann der Gerichtsvollzieher vor Deiner Tür und trägt soviel Sachen aus Deiner Wohnung bis er genug Geld zusammen hat.

Eine Insolvenz ist eher etwas für 600.000 Euro Schulden und nicht für 600 Euro.

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Wenn du kein Geld hast, kannst du auch nichts bezahlen. Das nennt man Insolvenz. Insofern wird die Insolvenz auch nichts kosten.

Hier ist es auch erstmal die insolvenz der UG als Kapitalgesellschaft; und keine Privatinsolvenz. Es kann aber eventuell sein, dass du selber privat zusätzlich gebürgt hast für Schulden der UG, eventuell auch gegenüber dem Steuerberater. Dann müßtest du dieses Schulden auch privat abtragen; und wenn man dann kein Geld, würde das zur Privatinsolvenz führen.

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Kommentar von Helmuthk
28.02.2016, 00:21

Er hat als Geschäftsführer der UG darauf zu achten, dass er erteilte Aufträge auch bezahlen kann.

Wenn ihm vorher schon klar war, dass die Kapitalausstattung der UG dafür nicht reicht, ist das mindestens Insolvenzverschleppung.

Und dann haftet der Geschäftsführer privat für alle Verbindlichkeiten, die er noch begründet hatte, obwohl die Mittel dafür nicht ausreichten.

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