Üble Nachrede von Ex Kollege/ Chef

8 Antworten

Du kannst ihn wg. Geschäftsschädigung anzeigen, wenn Du Beweise oder Zeugen hast. Erstmal solltest Du über einen Anwalt eine Unterlassung fordern. Du kannst Dir auch Rat bei der entsprechenden Kammer einholen, dafür sind sie da.

Gehe zu einem Anwalt und lasse dich dort umfassend beraten. Sämtliche Kommunikation sollte schriftlich erfolgen - und damit auch nachvollziehbar sein. Mache dir Notizen, wann ihr welche Vereinbarungen getroffen habt, wann ihr das „Ding“ aufgebaut habt, wieviel Geld er und wie viel du investiert ha(s)t, welches deine Aufgaben waren, welche Aufgaben du TATSÄCHLICH ausgeführt hast, welche Aufgaben ER unternommen hat. Schreibe auf, ab wann er krankgemeldet war, auf welchen Namen die Firma lief (und warum), mit welchen Kunden du in der Zwischenzeit Aufträge abgewickelt hast ...

Auf eine Anzeige würde ich zur Zeit verzichten - zumindest auf eine wegen Diebstahls, Solange du ihm nicht Fristen zur Herausgabe gesetzt hast, die er verstreichen lässt, kannst du da jetzt erst einmal gar nichts unternehmen. Da der liebe Herr dir offenbar alles andere als wohlgesonnen ist, würde ich an deiner Stelle keine Zurückhaltung üben. Übertreibe nicht, aber untertreibe auch nicht. Der Herr war 11 Monate krankgeschrieben, aber gesund genug, um eine nur auf seinen eigenen Namen laufen Firma zu führen? Interessant - nich nur fürs Finanzamt, sondern auch für seinen damaligen Arbeitgeber.

Hier noch ein (sicherlich bekannter) genereller Appell: Wann immer es ums Geschäft und um Geschäftliches geht, sollte man alle Details schriftlich festhalten. Umso mehr, wenn man mit vermeintlich gut bekannten Menschen arbeitet, mit Freunden, Verwandten, Kollegen ... Eine solche Vereinbarung ist doch wie ein Ehevertrag, der doch auch nur zum Tragen kommt, wenn die Ehe NICHT mehr gut läuft. Eine vertragliche Absicherung klärt, wer was investiert hat, wie Rückzahlungen zu leisten sind, wie die Gewinnaufteilung erfolgt, wer welche Aufgaben hat - und was im Falle einer Trennung/Auflösung des Geschäfts passiert. Das alles sind Entscheidungen, die getroffen, ausgehandelt, schriftlich fixiert werden müssen - und eine Geschäftsgründung eben komplizieren, aber auch zugleich sicherer machen. Solche Dinge können nicht beim Bierchen vereinbart werden, sondern müssen tatsächlich unter Hinzuziehung entsprechender Fachleute festgehalten werden. Entgegen der allgemeinen Annahme hat das alles absolut nichts mit Misstrauen zu tun, sondern mit einem Sinn für die Realität. Allein der Umstand, dass von heute auf morgen der Geschäftspartner, der eigentlich die Rolle des Hauptgeldgebers haben sollte, ins Ausland verschwinden oder tödlich verunglücken könnte, wobei letzteres nicht so absurd ist, kann ein Geschäft an den Rand des Bankrotts oder eben in den Bankrott treiben. Jedes Geschäft braucht Sicherheiten - auch vertragliche und versicherungstechnische -, warum soll das nicht auch für Geschäftsgründer gelten? Alles andere ist realitätsfern und obendrein noch sträflich riskant, zumal, wenn man noch Familie an, die von einem abhängig ist.

Hast du in der Zeit irgendwelche Versicherungsbeiträge gezahlt oder Steuern ausgewiesen? Nein? Dann ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, hier einen ganz geraden Strich zu ziehen und mit Altlasten aufzuräumen. Sorge dich prinzipiell erst einmal um deine eigene Zukunft und deine Familie. Den sauberen Herrn erwischt es irgendwann schon noch, auch ohne dein aktives Zutun.

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@IRENEBOA

Da ich erst mal als Angestellte dort gearbeitet habe, wurden die Versicherungsbeiträge bezahlt.Habe überlegt ihn anzuzeigen bei der Krankenkasse und bei seinem Arbeitgeber, kenne seinen Chef von früher, aber da er tür... ist, habe ich schiss das er irgendwann mal hier vor der Tür steht. Kenne mitlerweile seine Machenschaften:-( Am meisten verletzt es mich, das die Kunden ihm das glauben und ich keine Chance habe das Gegenteil zu beweisen und die Kunden nicht direkt sagen was er erzählt., mir nur vorwerfen ich würde mich strafbar machen. So ein Quatsch, ich habe nie gegen irgendwas verstossen.

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@Schlumpffee

Auf den ganzen soziokulturellen Hintergrund würde ich nicht viel geben; oft wird da ganz warmer Wind durch die Gegend gepustet, der aber verebbt, sobald es dann doch ernster wird. Wehre dich, lass dir das nicht gefallen, aber eben in Maßen. Gerade diese Männerwirtschaften sind häufig nichts anderes als reine Speichelleckerei, weil man(n) mit der betroffenen Person gut stehen will. Sobald nachgehakt wird, sieht das häufig ganz anders aus.

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Es gibt durchaus die Möglichkeit ihn juristisch zu belangen und unter Druck zu setzen.

Aber aufgepasst. Für mich hört es sich so an, als ob du dich um deine Sozialversicherungsbeiträge gedrückt hast, da du dich nicht selbständig gemeldet hast. Wenn du der Arbeitnehmer deines Freundes warst, ist das ganze auch etwas komisch.

Am besten klärst du das ganze mit ihm in einem vernünftigen Gespräch.

Hallo, danke für die Antwort. Nein, ich war ganz normal als Angestellte eingestellt und die Versicherungsbeiträge usw. wurde alles abgeführt. Da ich nicht wusste wie schnell ich die Firma ans laufen bringe, wollte ich sicher gehen , das ich Arbeitslosengeld bekomme, wenn es nicht funktioniert. Wir hatten vereinbart, das wir eine GmbH gründen sobald die Firma läuft und ich dann als Firmeninhaber miteingetragen werde und wir zu gleichen Teilen die Rechte an der Firma haben. Als das nach ca. 8-9 Monaten so war, ist er hinter meinem Rücken zum Notar usw. gegangen und als ich es rausbekommen habe, meinte er er könne sich an nichts mehr erinnern. Ich weiß das es saublöd war von mir mich darauf einzulassen, aber ich kannte ihn seit 25 Jahren:-( Er hat alle beschissen, schon alleine dadurch das er in der Zeit krankengeld bekommen hat für mehr als 9 Monate und garnicht krank war, sondern keine Lust mehr hatte bei seiner eigentlichen Arbeitsstelle zu arbeiten und darauf gehofft hat, das die Firma ihn kündigt und er eine Abfindung bekommt. Also seine Firma beschissen (wo er angestellt war) Krankengeld über 11 Monate bezogen und nebenbei in unserer/seiner Firma gearbeitet.

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