Überzeichnen nicht die vielen postchristlichen Exegesen und Eisegesen die originären Offenbarungsallegorien völlig?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Die Offenbarung enthält Visionen. Allegorien haben keinen Zugriff darauf.
Visionen bewegen sich auf einer anderen Ebene.
aus WIKI
Die Allegorie .... eine öffentliche Aussage    ist eine Form indirekter Aussage, bei der eine Sache .... aufgrund von Ähnlichkeits- und/oder Verwandtschaftsbeziehungen
Visonen enthalten in dem Sinne keine Sachen (Sachverhalte)
https://de.wikipedia.org/wiki/Vision\_%28Religion%29

Es gibt keine "ursprüngliche" Allegorie (oder Verständnis) der Offenbarung.
Die Visionen des Johannes sind geradezu dazu angelegt Deutungsvielfalt zu kreieren, je nachdem, ob hier "Glaube" präsent ist oder Spekulation in Art eines Orakels, oder beides.
Wo sollte das "ursprüngliche Verständnis" der Offenbarung auch greifbar sein, als Referenz heutiger Zuordnung von Phantasien ?
Wenn du auf die Auslegungen der Z.J. abhebst, dann sind wir irgendwie jenseits von "gut und böse".

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Rosenblad
07.06.2016, 17:07

Visionen (als Format sog. deskriptiver Allegorien) bilden natürlich den „Hauptcharakter“ des johannischen Offenbarungsbriefes.
Die ursprüngliche (deskriptive) Allegorie des Frühchristentums war eine andere – eine zeitbezogene. Die heutigen exegetischen und eisegetischen Vervielfältigungen konnotieren auf die jeweiligen (Neu)Lehren. (siehe dazu die Dissertation des katholischen Theologen Thomas Johann Bauer „Das tausendjährige Messiasreich der Johannesoffenbarung“, Berlin u.a., de Gruyter Verlag, 2007)

Aber für all die Deskriptionen, Allegorien, Sezessionen, Visionen, Exegesen, Eisegesen und – so hoffe ich auch vorhandenen validen und vividen Eindeutigkeitstexte  - fehlt mir dann der „Zugangsschlüssel“ zur Deutung. Da bestaune ich dann doch lieber den gelbprallen Rapstängel am Wegesrand und atme dessen berauschenden Duftaushang ein, hier finde ich (für mich – bei Dir stellt sich diese „Wahrheit“ in Gänze anders dar) auch ohne Lehren so viel Lehrreiches.

Manchmal scheint mir das zur Sprachverwirrung im AT, die Glaubensverwirrung im NT sich hinzu stellte (die Zeugen Jehovas sind dafür ein beredtes Zeugnis).

0

Hallo,
Und wenn du dies in verständlicher Sprache rüber bringst, etwas konkreter, wäre dies nicht ein Vorteil für alle, welche sich darauf einlassen (wollen) und auch für dich ?
So können nur Nebelschwaden entstehen, welche nichts leisten.
Gruß Viktor

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Rosenblad
06.06.2016, 18:50

Eine verständlichere Fragestellung wurde nachgereicht.

0

Klar tun sie das! Das liegt ja schon im Namen: "postchristlich". Das ist das gleiche, was Drewermann in die Märchen hineinliest. Das ist einfach nur mehr Dichtung, sonst nichts.

Aber man muss achtgeben: Vieles, was sich als "Allegorie" tarnt, ist gar keine. Wäre also interessant, wenn Du hier eine davon als Beispiel angeben könntest! Und auch, was Du da genau im Auge hast, inwiefern da überzeichnet wird – das müsste man sich im Detail ansehen.

LG

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Rosenblad
06.06.2016, 18:37

Im Fokus stand für mich z.B. die Offenbarungsauslegung der Zeugen Jehovas in ihren Buch "Die Offenbarung. Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe" oder allein die Exegese und Eisegese zum allegorischen Begriff der "Hu..e Babylon", von Benedikt Peters gibt es eine Offenbarung Auslegung "Geöffnete Siegel Auslegung zur Offenbarung" oder Gerd Müllenheim "Die Zukunft der Welt:
Feuer und Rauch und Schwefel" usw.

0

Was möchtest Du wissen?