Überwiegend sitzender Job in der Chemie oder Physik?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

ich bin zurzeit als Chemisch-technischer Assistent bei einem Forschungsinstitut tätig.

Meine Hauptaufgabe ist es Versuche durchzuführen und deren Auswertung selbst vorzunehmen (am PC). Auch sollen und können bei uns erfahrene Laboranten Ihre Versuche selber Planen (auch am PC).

Grundsätzlich kann man sagen das es eine Gute Mischung aus Bürozeit und Laborzeit ist. (50/50)

Du kannst natürlich auch studieren und als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig werden. Das bringt nicht nur mehr Geld, sondern eine Bürozeit von schätzungsweise mind. 75%-85%. Oder du bist so Krass und machst deine Promotion und hast Glück und wirst sowas wie ein Gruppenleiter der bei uns z.B Forschungsanträge schreibt, weitere Projekte plant, zu Projektbegleitenden Ausschüsse Einlädt etc.

Da beträgt deine 99% da die 1% Sicherheitsunterweisung oä. sein werden.

Aus der Industrie kann ich noch nicht viel Berichten.

Hoffe konnte Helfen

Viele Grüße

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Vielen Dank. Gerade deine Antwort hat mir geholfen, da ich auch über eine CTA Ausbildung nachgedacht habe. Eher noch als eine Chemielaboranten Ausbildung

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@Bahamut12

die beiden Ausbildungen sind gleichzusetzen, zumindest in NRW.

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@Proseidon

Ok Gut zu wissen, mir kam jetzt aber noch ne andere Frage in den Sinn. Wird es eig heiß in so einem Laborkittel oder sind die Labore klimatisiert?

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@Bahamut12

50% der Labore sind klimatisiert, da die dortigen Versuche genauso im Winter wie im Sommer bei gleichbleibenden Bedingungen durchgeführt werden müssen. Es gibt jedoch auch einige Labore bei denen das nicht zu trifft (mein z.B xD).
Es gibt auch unterschiedliche Arten von Laborkitteln. Dicke und dünne. Ich präferiere die dünnen Laborkittel, da diese leichter und weniger sperriger sind beim Tragen.
Grundsätzlich ziehe ich meinen Pullover oder mein Sweatshirt aus und trage unter dem Kittel nur ein t-Shirt. Selten behalte ich noch mehr an. (häufiger im Winter natürlich). Aber unter dem Kittel fängt man jetzt nicht wirklich an zu schwitzen oder so, falls du das wissen wolltest.
Wenn dir das Klima wirklich so wichtig ist solltest du in die chemische Industrie genauer sogar in ein akkreditiertes Industrie Chemielabor. Dort müssen die Klimaanlagen haben ^^'.

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@Proseidon

Ok danke :) Also wichtig ist es mir nicht, aber ich habe halt noch nie in Arbeitsklamotten gearbeitet. War bisher nur im Büro tätig und da kannste je nach Stelle halt kommen wie du willst :D Aber die Antwort hat mich schon beruhigt. Auch dass es dicke und dünne Kittel gibt, wusste ich noch gar nicht.

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@Bahamut12

Es kommt eigentlich immer darauf an mit welchen Stoffen und Substanzen man arbeitet, wo bei welchem Unternehmen man arbeitet und wie dort die Regelung der Kittel ist. Es gibt vereinzelt auch Unternehmen die stellen ihre mittel und "zwingen" die Mitarbeiter die zu tragen indem sie Name draufsticken und sagen das man immer Kittel mit Namensschild tragen muss. ^^' Wie gesagt nur mal von gehört. Sonst ist es eigentlich relativ unerheblich. Der Arbeitgeber muss mittel stellen. Wenn du den mittel aber nicht magst kaufte dir halt für 30 € oder so einfach selber nen eigenen. So würde ich es machen wenn die hier z.B irgendwann bei mir Dicke baumwollmittel einführen. (Außer es ist vom Beauftragen für Arbeitssicherheit vorgeschrieben einen Dickenkittel zu tragen). bla bla blub viel geredet aber sowas gibts halt auch.

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@Proseidon

alles klar, Vielen Dank schon mal .) Vllt komme ich irgendwann hier nochmal auf deine Antwort zurück wenn ich noch Fragen habe :D

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@Proseidon

Moin :D habe nochmal etwas recherchiert und es heißt immer, man braucht als Chemielaborant Chemie, Physik, Bio und Mathe. Stimmt das? Also Chemie ist klar. Aber die anderen Bereiche? Mit Physik komme ich gut klar und mit Bio könnte ich auch noch leben, aber Mathe könnte ein Problem werden... wobei "gute Mathe Kenntnisse" immer relativ sind. Könntest du mir grob die Mathematischen Themen nennen die man für so ne Ausbildung bräuchte? (sofern man Mathe überhaupt braucht)

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@Bahamut12

ja klar kein Problem. In meiner Ausbildung, in der ich auch mein Fachabitur in Naturwissenschaften gemacht habe, habe ich folgene Hauptfächer gehabt: Anorganische chemie (AC) (Theorie und Praxis), Organische Chemie (OC) (Theorie und Praxis), Instomentelle Analytik (IA oder auch gerne INA) (Theorie und Praxis), Physikalische Chemie - Chemische Technologie CT/PC. Mathe und Deutsch (jewails "Niveau des Grundkurses" auf dem Gymnasium bis zum Abi), Englsich (größtenteils Fachbezogen bis Sprachniveau B1)

Folgende Nebenfächer nur Theorie:

Komplexchemie (KC), Lebensmittelchemie (LCH), Werkstoffchemie (DIFF-Differenzierungsfach), Wirtschaft, Politik, Sport (Theorie und Praxis), Relligion

Ich hatte also kein Bio (leider). Aber Mathe und CT/PC (also Physikalische Chemie) waren deutlich die schwiergisten Fächer für mich.

Mathematische Themen waren in der Oberstufe (Kurvendisskusion, Integral, Exponentialfunktionen)

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@Proseidon

Achso also Mathe und Deutsch nur weil du dein Fachabi gemacht hast. Die reine CTA Ausbildung wären dann nur die ersten 4 gennanten Themen?

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@Bahamut12

Nein Mathe ist so oder so dabei. Wenn du kein Fachabitur machst, heißt das Fach nicht Mathe sondern Stöchiometrie. (Chemisches Rechnen)

Bitte bedenke das Naturwissenschaften sehr viel mit Mathematik und Englisch zu tun haben. Es sind Themengebiete des Lebens in denen Mathematik und Englisch angewendet werden. Solltest du Probleme in den Fächern haben oder schlimmer, sie nicht mögen, solltest du leider nocheinmal über deine Berufswahl nachdenken oder zumindest, falls möglich, deine Einstellung gegenüber diesen Fächern ändern. Ich habe tagtäglich mit Formeln und englischen Papern zu tun und kann hier somit aus Erfahrung sprechen.

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Als Chemiker treibst Du Dich nicht den ganzen Tag im Labor herum - dafür sind ja die Laboranten da.

Es gab übrigens schon zu meiner Studienzeit auch Hocker in den chemischen Labors, man musste nicht stehend zusehen, wie die mehrstündige Reaktion abläuft.

Im Chemiestudium verbringst Du viel Zeit im Labor - aber nicht zwingend im Stehen. Ich denke, wer mehrere Stunden am Tag stehen kann, kann auch Chemie studieren und als Chemiker arbeiten.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Ich denke in Laboren und Werkstätten wird immer zum Teil gelaufen und gestanden aber ein Großteil der Arbeit in praktisch allen Naturwissenschaften findet am PC statt.

Im wissenschaftlichen Bereich bzw. in der Forschung sind Computermodelle und Theorie grundsätzlich interessant und viele Wissenschaftler, mich eingeschlossen, arbeite praktisch nur am Schreibtisch (ausgenommen wenige Lehrstunden).

Konkret gibt es auch in der Wirtschaft viele Jobs mit Bezug zur Naturwissenschaft, die starke Bezüge zur IT haben oder sogar als "Data Science" oder "Softwareentwicklung" ausgeschrieben werden. Wenn du nach einer Ausbildung suchst wäre etwas in Richtung Informatik also eine gute Wahl.

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