Überweisung vom Psychiater in eine Psychosomatische Akutklink?

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4 Antworten

Du kannst deinen behandelnden Psychiater fragen....aber nicht zwingen .

Letztlich entscheidet ER ob diese Maßnahme nötig ist und begründet das dann auch gegenüber deiner Krankenversicherung . Somit würde KV die Kosten für den Aufenthalt tragen .

Die Möglichkeit der Auswahl einer Klinik erfragst du bitte direkt beim Kostenträger, also deiner Krankenkasse. Um die Kosten im Rahmen zu halten haben die Versicherer bestimmte Kliniken unter Vertrag . Das ist für dich verbindlich.....



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Kommentar von Kleenerna
30.05.2016, 16:23

Vielen Dank für deine schnelle Antwort. Mein Psychiater wird mir auch sicherlich , in diesem Fall behilflich sein und es bei der Kasse begründen.
Habe schon einige Kliniken gefunden, die für mich in Frage kämen. Jetzt werde ich  erst einmal mit der Krankenkasse sprechen , ob einige der Kliniken einen Vertrag mit der Krankenkasse haben . Nochmals Dankeschön

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Kommentar von Kleenerna
30.05.2016, 18:25

Dankeschön 🙂

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Wenn ein Facharzt mit GKV-Zulassung (z.B. Facharzt für Psychosomatische Medizin, Facharzt für Psychiatrie, Facharzt für Allgemeinmedizin mit GKV-Zulassung) eine Einweisung ausstellt, ist zunächst die GKV der Kostenträger. Auch die Ärzte in der Akutklinik müssen jedoch nach der Aufnahme überprüfen, ob die Behandlung bei dir indiziert ist, da sie ggf. bei einer Prüfung durch den MDK die Indikation zur Behandlung gegenüber dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung medizinisch rechtfertigen müssen. Grundsätzlich müssen die gesetzlichen Krankenversicherungen nach dem SGB V nur die Kosten für die nächstgelegene, geeignete Klinik übernehmen. Bei weiter weg liegenden Kliniken müsste man sehen, ob man die Wahl dieser Klinik medizinisch begründen kann. Z.B. solltest du dir überlegen, ob du in eine psychiatrische Akutklinik möchtest oder in eine psychosomatische. In einer psychosomatischen Akutklinik ist in der Regel das psychotherapeutische Angebot umfangreicher, aber es gibt hier Ausschlusskriterien wie z.B. eine psychotische Erkrankung oder eine Suchterkrankung ohne Abstinenz. Man sollte hier aber genau hinsehen, da einige psychiatrische Kliniken sich den Zusatz "psychosomatisch" mit in den Kliniknamen schreiben, obwohl sie als rein psychiatrische Klinik zugelassen sind und keinen einzigen Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie im Haus haben, sondern nur Fachärzte für Psychiatrie. Dementsprechend erhält man dort dann in der Regel auch keine richtige psychosomatische Behandlung, sondern eher eine psychiatrische. Wenn bei dir allerdings mehr die Psychopharmakotherapie (d.h. Medikamente) im Vordergrund stehen, oder es um eigen oder fremdgefährdendes Verhalten, Psychosen oder Süchte geht, würde ich dir zu einer Akutklinik für Psychiatrie raten. Letztendlich trifft die Entscheidung darüber, für welche Klinik er dir eine Einweisung ausstellt (Psychiatrie oder Psychosomatik) aber dein einweisender Arzt.

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In meinen Fall ist es zB so, dass ich in eine Tagesklinik für Psychosomatik gehe. Die Überweisung hab ich vom praktischen Arzt bekommen und die Tagesklinik kostet pro Tag ein spezielles Taggeld.

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Kommentar von Kleenerna
30.05.2016, 18:37

Dein Hausarzt hat dir die Überweisung ausgestellt? Du hast keinen Psychiater oder Psychotherapeuten ?  Mein Praktischer Arzt hat mir sofort gesagt , das ich mir einen Psychologen und Psychiater suchen muss. So war er raus aus der Geschichte. Für mich kommt keineTagesklinik in Frage. Ich muss komplett raus aus meinem gewohnten Umfeld.
Wünsche dir gute Besserung und viel Erfolg🍀

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Als akuter Fall (ohne Wartezeit) wirst du in die zuständige Klinik in deinem Umkreis / Landkreis gebracht.

Da hast du nicht zu entscheiden, wo es hingeht.

Wenn du aber warten kannst (3-6 Monate) dann kannst du dir eine Klinik aussuchen in Deutschland. Deine Krankenkasse übernimmt Psychiatrien (Fachkrankenhäuser) und die Rentenkasse Rehabilitationen (psychosomatische Kliniken z.B.)
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Jetzt wird spekuliert: ich meine, dass die Rehabilitation nur in bestimmten Abständen (alle 2 Jahre? 1x pro Jahr?) Genehmigt wird.

Akute Unterbringungen und Interventionen häufiger.

Und dein Psychiater entscheidet, was gut für dich ist.

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Kommentar von Kleenerna
31.05.2016, 23:14

Auf ein paar Monate kommt es nun auch nicht an. Das schaffe ich schon irgendwie .Ich bin in Ärztlicher Behandlung und mache Psychotherapie. Da eine Reha über die Rentenversicherung zum zweiten mal abgelehnt wurde, riet mir mein Psychiater zu einer Klinik.  Daher dachte ich mir , ich suche mir ein Fachkrankenhaus aus ,das mir zusagt und ich mich wohlfühlen kann. Habe in der nächsten Woche einen Termin bei meinem Arzt und werde alles weitere mit ihm besprechen .Eine Tagesklinik kommt in meinem Fall nicht in Frage, da ich aus meinem jetzigen Umfeld heraus kommen muß.  Ich danke dir für deine Antwort😊

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