Überstundenvergütung bei Teilzeit 28.5 Std.

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1 Antwort

Grundsätzlich - wenn es nicht in einem Tarifvertrag, einer Betriebsvereinbarung oder im Arbeitsvertrag anders geregelt/vereinbart worden wurde - ist kein Arbeitnehmer zur Ableistung von Überstunden verpflichtet; das gilt besonders für Teilzeitkräfte, die ja nicht ohne Grund nur für einen Teil der Zeit ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen wollen (wie Du das ja auch richtig siehst).

Wenn nicht die oben genannten Vereinbarungen greifen, kann der Arbeitgeber Überstunden (bzw. bei Teilzeitkräften Mehrarbeit) nur aus wirklich dringenden betrieblichen Gründen anordnen: z.B. ein Lebensmittelkühllager muss geräumt werden, weil die Kühlung ausgefallen ist; ein überlebenswichtiger Auftrag geht ohne Mehrarbeit verloren ... Organisatorische Probleme des Arbeitgebers, personelle Engpässe sind kein hinreichender Grund für die Anordnung von Überstunden.

Der Arbeitgeber kann sich bei der Anordndung von Überstunden/Mehrarbeit auch nicht auf sein Direktionsrecht berufen; außerdem ist er verpflichtet, wenn er Überstunden/Mehrarbeit anordnet, eine Abwägung zu treffen zwischen den betrieblichen Belangen und den persönlichen Interessen der Arbeitnehmer.

Für Dich heißt das in der von Dir geschilderten Situation: Du musst überhaupt keine Mehrarbeit leisten, die betrieblichen Gründe reichen längst nicht aus, als dass der Arbeitgeber ein Recht zur Anordnung hätte!

So weit Dein "Recht" - wie Du es durchsetzt, durhcsetzen kannst in der Konfrontation mit Deinem Arbeitgeber: das ist eine andere Sache!

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