Überstundenabbau

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Es muss irgendwo eine Vereinbarung zum Arbeitszeitkonto geben. Darin ist geregelt, wie hoch es auflaufen darf.

Das ist im Allgemeinen der gültige Tarifvertrag. Dort sind immer auch Höchstgrenzen geregelt, die i.A. zwischen 100 und 250 Stunden liegen - in einigen Fällen aber auch eingeschränkt, wenn es sich nicht um Vollzeitstellen handelt. Wenn kein Tarifvertrag gilt, MUSS ein Arbeitszeitkonto schriftlich vereinbart sein. Dort müssen auch Regelungen existieren.

Die Regelungen für Arbeitszeitkonten in den Tarifverträgen sind sehr unterschiedlich, deshalb ist eine allgemeine Auskunft kaum möglich.

Wenn weder eine tarifliche noch eine betriebliche/arbeitsvertragliche Vereinbarung existiert, ist das Arbeitszeitkonto ungültig - Dir stünde im Prinzip die sofortige Auszahlung zu, das wäre vor dem Arbeitsgericht einklagbar.

Danke für deine gute Auskunft!

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@bibi8888

nach Auskunft des Betriebsrates gilt ein Höchstsatz von 200 Plusstd. egal ob Vollzeitstelle oder Teilzeitstelle...finde ich auch erstaunlich!

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wichtig ist auch, dass die mehrarbeitsstunden(so heißt das richtig) angeordnet worden sind. nur dann hat man anspruch auf ausgleich. wenn man länger als vereinbart arbeitet, weil die arbeit noch nicht erledigt ist, muß der ag diese mehrarbeit nicht ausgleichen. gruss naibaf8989

die Stunden waren angeordnet

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da würde ich dir raten in die gewerkschaft einzutreten falls du es noch nicht bist. die können dir dann rechtsberatung geben.

Minusstunden wegen dem Betriebsurlaub

Mein Chef möchte verreisen und hat angeordnet, dass alle Arbeitnehmer, einen Betriebsurlaub machen müssen (bereits das zweite Mal in diesem Winter (1x Dezember 2011/1x Januar 2012)), allerdings müssen nun für den zweiten Betriebsurlaub keine Urlaubstage genommen werden sondern 40 Minusstunden pro Arbeitnehmer angesammelt werden. Die Plusstunden, die ich habe dürfen abgebummelt jedoch nicht mit den Minusstunden verrechnet werden, da diese im Sommer in meiner Freizeit bzw. Wochenende abgearbeitet werden sollen. Ist das rechtens? Ich möchte aber die Minusstunden mit den bereits vorhandenen Plusstunden verrechnet bekommen um somit dann insgesamt auf weniger Minusstunden zu kommen. Habe ich ein Recht die Verrechnung der Stunden zu verlangen?

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Betrug am ArbeitNEHMER?

Hallo zusammen,

zum Thema Arbeitsrecht liest man oft genug über "Betrug am Arbeitgeber (durch Arbeitnehmer)" - wie verhält es sich aber im umgekehrten Fall?

Arbeitgeber hat ein An-/Abmeldesystem installiert, dennoch haben Mitarbeiter überhaupt keine Transparenz bei ihrem jeweiligen Arbeitszeitkonto, und ständig haben alle Minusstunden. Mitarbeiter, welche ihre Arbeitszeit entsprechend mitschreiben, werden als unfähig "im Umgang mit Zahlen und Rechnen" bezeichnet.
Manchmal wird als Begründung angegeben, dass bei Einreichung eines Kurzurlaubs von zum Bsp. 3 Urlaubstagen stattdessen Stunden abgezogen wurden, wodurch wieder Minusstunden entstehen - dennoch sind auch die Urlaubstage auf einmal nicht mehr korrekt. Auch diese können lediglich mündlich erfragt werden. Keine transparente Einsicht in die Urlaubskartei möglich.
Urlaubsanträge werden seit 4-5 Jahren erst kurzfristig entschieden, was generell eine Reisebuchung unmöglich oder preislich zum Nachteil möglich macht. Kurzfristig heißt: eine Woche vor gewünschten Urlaubsantritt.

Zuletzt muss erwähnt werden, dass es sich um einen Betrieb mit mehr als 100 Beschäftigten handelt, der nicht von bestimmten Saisons abhängig ist.

Für Einführung eines Betriebsrats fehlt im Augenblick noch der Mumm. Durch Einschüchterung im stets kleinen Kreis wird auch die Arbeitszeit nicht mehr selbständig mitgerechnet.

Meine Frage: gibt es einen Tatbestand der Art "Betrug am Arbeitnehmer durch den Arbeitgeber"? Und: macht es Sinn, dadurch vielleicht einen Stein ins Rollen zu bringen und andere Mitarbeiter zu ermutigen?

Danke im Voraus,
Loner

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Verrechnung der Krankheitstage im Arbeitszeitkonto?

Hallo, ich arbeite in der Gastronomie und habe zu folgender Situation eine Frage.

Ich war von Montag bis Donnerstag arbeiten und hatte Freitag, Samstag und Sonntag frei gehabt. Da es mir schon Mittwoch schlecht ging bin ich Freitag zum Arzt und wurde Freitag bis Sonntag krank geschrieben.

Als ich jetzt mein Arbeitszeitkonto bekam wurde mir der Freitag nicht berechnet sondern als Arbeitsfrei eingetragen. Ich hab meinen Hotelleiter danach gefragt wie das zustande kommt und bekam zur Antwort.:

Die Berechnung der Stunden richte sich je nach dem ob der Dienstplan schon fest steht oder nicht. Da er schon fest stand und ich sowieso frei gehabt hätte wird dieser Tag als frei gerechnet und nicht laut Krankenschein mit 8 Stunden berechnet. Er meinte als Beispiel wenn ich eine Woche Überstundenabbau hätte und würde krank werden (wenn der Dienstplan schon steht) dann würden die Überstunden abgerechnet werden und nicht mit +8 Stunden berechnet werden.

Ist das richtig so???????

Ich danke schon mal für die Antworten (:

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Recht Arbeitnehmer Lohn?

Guten Tag,

ich habe frisch nach meinem Studium zur Überbrückung einen Nebenjob angefangen.

Ich werde nach Stunden und Abruf bezahlt. Sprich diese werden notiert und am Monatsende auf der Lohnabrechnung ausgewiesen.

Die Tätigkeit ist sozialversicherungspflichtig und weißt auf der lohnabrechnung eine wöchentliche Arb. Zt. von 30 Stunden auf. Die tatsächlich geleisteten Stunden werden am Monatsende auf der Lonabrechnung notiert und bezahlt.

Wie verhält sich dies bei Betriebsurlaub und Krankheitsfall?

Vielen dank für eure Hilfe.

besten Dank!

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hallo , Starfanzeige gegen den Arbeitgeber?

Hallo

kann ich gegen den Arbeitgeber ein Strafanzeige wegen fahrlässige körperverletzung und betrug stellen ?

als fahrer hatte ich ein regel mässige Wöchentliche Arbeitzeit von ca 55 stunden ?

jetzt habe ich ein Bandscheibenvorfall und zurzeit Arbeistunfähig ..ausserdem hat der Arbeitgeber falsche angaben an der Krankenkasse weitergegeben und 40 stunden als regel mässige wöchentliche Arbeitzeit ??

Was ist, wenn der Arbeitnehmer „freiwillig“ länger arbeitet?

Der Arbeitgeber ist verpflichtet sogar arbeitswillige Arbeitnehmer von der Überschreitung der Höchstarbeitszeitgrenzen abzuhalten, ansonsten drohen die Sanktionen nach § 22 Arbeitszeitgesetz. Es ist nachvollziehbar, dass es ansonsten die klassische Argumentation des Arbeitgebers wäre zu behaupten, dass das Arbeitnehmer freiwillig – um mehr Geld zu verdienen – länger arbeiten würde.

Was ist, wenn der Arbeitnehmer mit dem Arbeitgeber einvernehmlich im Arbeitsvertrag vereinbart hat, dass der Arbeitnehmer länger als erlaubt arbeitet?

Eine solche Vereinbarung ist nichtig, denn diese verstößt gegen eine gesetzliches Verbot, nämlich dem Arbeitszeitgesetz. Dies sind zwingende Schutzvorschriften, von denen zum Nachteil des Arbeitnehmers nicht abgewichen werden darf.

Was ist, wenn der Arbeitnehmer auf den Schutz nach dem Arbeitszeitgesetz freiwillig verzichtet?

Ein solcher Verzicht ist ebenfalls nicht möglich und damit unwirksam. Der Arbeitnehmer kann nicht auf die Einhaltung der Vorschriften des ArbZG verzichten, sodass Vereinbarungen, wonach der Arbeitnehmer zum Beispiel mehr als zehn Stunden oder länger als sechs Stunden ohne Ruhepausen zu arbeiten hat, nach § 134 BGB nichtig sind.

Was kann der Arbeitnehmer bei Verstößen gegen des Arbeitszeitgesetzes machen?

1. Schadenersatz

Der Europäische Gerichtshof (EuGH Urteil vom 25.11.2010 – C-429/09) hatte im Jahr 2010 einem Arbeitnehmer, der als Feuerwehrmann rund 54 Stunden pro Woche regelmäßig (inklusive des Bereitschaftsdienstes der Arbeitszeit ist) arbeitete einen Schadenersatzanspruch gegen die Bundesrepublik Deutschland und seinem öffentliche rechtlichen Arbeitgeber (Stadt Halle)  aufgrund des Verstoßes gegen den Arbeitszeitrichtlinie 2003/88 zugesprochen. Zur Höhe hat das Gericht nicht geurteilt; dies müsse den nationalen Gerichten /Vorschriften überlassen bleiben, da das Unionsrecht diesbezüglich keine Vorschriften enthalten. Ausdrücklich hat das Gericht betont, dass als Schadenersatz auch ein Freizeitausgleich in Betracht kommen kann, also nicht nur ein finanzieller Ausgleich.

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