Überstunden werden weder Ausbezahlt noch gut geschrieben >.<

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9 Antworten

Ich habe einen normalen Angestelltenvertrag für die Telekommunikationsbranche unterschrieben, also den Standardvertrag, welcher auch online vorliegt.

Und was steht dort in Bezug auf Überstunden (Fachjargon "Mehrarbeit")? Denn genau das ist die Frage. Steht dort nichts in Bezug auf Mehrarbeit, steht Dir in jedem Fall eine Vergütung zu. Ein grundsätzliches Verweigern von Mehrarbeit kann zur Abmahnung, ggfs. Kündigung führen. Eine Freizeitverpflichtung ist jedenfalls kein Grund zur Weigerung, vom AG kurzfrisitg angeordnete Mehrarbeit durchzuführen.

Es werden weder Überstunden ausbezahlt, noch dürfen Überstunden für Zeitausgleich benutzt werden.

Das kann nur für leitende Angestellte gelten, und ist für Dich nicht einfach hinzunehmen. Für ein reines Angestelltenverhältnis stellt dies ggfs. einen Verstoß gegen § 612 BGB dar. Verweis auf BAG, 5 AZR 1047/79.

Man muss sich natürlich auch selbst fragen, was einem das Arbeitsverhältnis "wert" ist. Wenn es bei gerade mal 4 Überstunden im Monat bleibt, wäre das m.E. kein Grund, auf die Barrikaden zu gehen. Heute sind praktisch überall Überstunden je nach Betriebsbedarf ganz normal; 1 Stunde pro Woche hielte ich jetzt eher für ausgesprochen moderat. Allerdings ist die Aussage der Personalabteilung m.E. rechtlich nicht haltbar und wäre ggfs. in einem arbeitsrechtlichen Prozess ohne jede Basis. Wenn Du es genau wissen willst, konsultiere einen Fachanwalt für Arbeitsrecht oder befrage z.B. die Gewerkschaft.

Nein, das ist nicht rechtens. Wenn du Überstunden auf Anordnung deines Chefs machst, muss er die bezahlen oder dir Freizeitausgleich gewähren. 8 Stunden innerhalb von 2 Monaten ist nicht viel, aber ich finde, es geht ums Prinzip. Es gibt Gesetze und an die muss sich auch ein AG halten.

Rede also mit dem Chef und sei dir auch möglicher Folgen bewusst. Gern wird er nicht darüber reden und bezahlen wird er sicherlich auch nicht gern. Hast du Unterstützung, gibt es einen Betriebsrat, bist du in der Gewerkschaft? Wenn sich das alle gefallen lassen, dann gehen die über Jahrzehnte erkämpften Arbeitnehmerrecht flöten. Und das passiert gerade an vielen Stellen in dieser Republik.

http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/arbzg/gesamt.pdf Schau dir den § 3 an.

Das hängt auchvon der Bezahlung ab, beiuebertariflicher Vergütung kann das erwartetwerden. Acht Ueberstunden in acht Wochen finde ich harmlos. Ansonsten sag doch Deinem Chef an welchen Tagen Du pünktlich gehen musst.

Das nennt man auch Extraausbeutung, die du schilderst. So unangenehm es wohl auch ist, da sollte ein Gespräch mit dem Vorgesetzten geführt werden und ihm mitteilen, dass unbezahlte Überstunden nicht hinnehmbar sind. Hilft dies nicht, dann ist ein Gang zum Betriebsrat unumgänglich. Wer Gewerkschaftsmitglied ist, sollte dies seiner Gewerkschaft melden, allemal wenn der BR versagen sollte.

Natürlich ist es nicht rechtens, Menschen unbezahlt arbeiten zu lassen.

Dann manage da mal ein Nein hin...

in 2 Monaten hast Du ganze 8 Überstunden gemacht???? Wahnsinn, das mache ich in nichtmal einer Woche!

Es gilt, was im Arbeitsvertrag geregelt ist. Dort sollte auch stehen, wie mit Überstunden zu verfahren ist. In manchen Arbeitsverträgen steht z.B. sinngemäß "mit der übertariflichen Zulage sind bis zu 10 Überstunden im Monat abgegolten".

Ist im Arbeitsvertrag nichts Genaues geregelt, gilt, was im Tarifvertrag steht.

Überstunden sind dann Überstunden, wenn sie angewiesen sind. Sagt also Dein Chef um 16 Uhr "dieses Angebot muss heute noch 'raus", dann gilt die Überzeit als Überstunden.

Was ist für Dich wichtiger, Dein Arbeitsplatz, oder die Verpflichtung als Handballtrrainer. Dazu kann man wirklich nur mit dem Kopf schütteln.Als Angestellter müßtest Du wissen, daß eine Überstunde normal ist. 8 Überstunden in 2 Monaten ist pinats. Sei froh, das Du einen guten Arbeitsplatz hast. Es gibt Menschen die froh wären, überhaupt einen Arbeitsplatz zu haben wie Du.

Familiengerd 31.01.2013, 12:40

Das ist nun mal überhaupt keine akzeptable Antwort - von "hilfreich" ganz zu schweigen!

Es ist nicht die Frage, ob es sich um peanuts handelt oder nicht, sondern es geht um grundsätzliche Verpflichtungen, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber mit einander eingehen.

Eine Antwort wie Deine kann man jedenfalls "in die Tonne kloppen", da Deine Befindlichkeiten hier nicht interessieren!

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Beriebsrat. Gewerkschaft.

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