Überstunden verloren aufgrund Dienstunfall

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5 Antworten

Das ganze ist in der Tat nicht so einfach, grad weil wir eben dieses flexible System haben. Würden wir ganz normal wie Tagdienstbeame immer 42 Std pro Woche arbeiten, dann wäre es einfach. Aber dem ist leider nicht so.

Als Beispiel nochmal: Es gibt Kollegen, die z.B. in einem Monat freiwillig extrem viele Stunden arbeiten und im Monat drauf sehr wenig (weil sie z.B. privat was vorhaben etc).

Und das ist dann recht kompliziert, denn je nachdem wann man dann krank wird etc, kann es sich positiv oder negativ auswirken auf den Stundenstand. Wenn es jemand drauf anlegt, könnte er so auch durch Krankheit Stunden sammeln. Das wäre der Fall, wenn man sich z.B. von Mo bis Fr 50 Stunden Dienst einträgt, in dieser Woche krank wird und dann z.B. am Sonntag wieder anfängt mit Dienst - dann würde man die 50 Stunden geschrieben bekommen und baut durch den Sonntagsdienst noch zusätzlich auf. Es kann aber auch schief gehen wie in meinem Fall. Hat man frei zum ungünstigen Zeitpunkt, verliert man hier Stunden, kriegt aber dann ab der 3. Krankheitswoche das Mehr an Std. dass dazu gedacht war, das FREI der Vorwoche auszugleichen, nicht geschrieben.

Recht kompliziert, aber vielleicht blickt jemand durch und kapiert, was ich meine.

Faktisch gehts aber einfach darum: Bei einem Dienstunfall muss doch alles so gehandthabt werden, wie wenn es nie passiert wäre oder? Nacht- und Sonntagszuschläge kriege ich ja auch nachgezahlt (das hat mich eh schon gewundert und wäre mir auch egal gewesen, weil ich da ja nicht gearbeitet habe).

BioTech 07.02.2011, 16:08

Verstanden habe ich das schon, nur kommt mir das sehr komisch vor.

Mein Rat: Frage diesbezüglich bei der Gewerkschaft nach. Ich denke, nur die kann dir es Erklären, was dort (schief-) läuft.

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Danke schonmal für die Antworten.

Nur zur Klarstellung nochmal: Wir haben ein flexibles Arbeitssystem. Der Dienst wird immer Monat für Monat geplant und ist jeden Monat etwas anders von der Stundenanzahl her. Die Stundenschreibung selbst läuft aber nach normalem Tagdienst bzw. wie bei einem Tagdienstbeamten (der muss von Mo - Fr immer pro tag 8,4 Stunden machen).

Wenn ich jetzt z.B. am Di frei habe, verlier ich 8,4 Stunden. Wenn ich aber am So Dienst mache (z.B. 10 Stunden), dann gleiche ich die 8,4 Minus vom Di damit z.B. wieder mehr als aus (also 1,6 Plus). So läuft das weiter und weiter.

In meinem Fall hätte ich, wenn ich nicht krank geworden wäre bis zu meinem Wiederantritt in den Dienst laut Dienstplan 7 Stunden auf meinem Konto gehabt. Allerdings habe ich nun aufgrund meiner Krankheit Minus 2 Stunden. Wie das zustande kommt? Es wird bei uns im Krankheitsfall nur bis zum Ende der Folgewoche so geschrieben, wie der Dienst geplant war. Danach einfach Woche für Woche 42 Stunden. Und da ich in der Folgewoche meiner Krankheit 4 Tage dienstfrei hatte (diese aber mit vielen Diensten in der darauffolgenden Woche wieder ausgleichen wollte), kam das so zustande.

Sonderzeichen2 07.02.2011, 11:16

Du hast also dein Arbeitszeitkonto im Minus gehabt und wolltest es in der nächsten Woche durch Mehrarbeit ausgleichen, das ging aber durch die Krankheit nicht mehr, richtig? Das ist meiner Meinung nach Pech und ein Risiko der Gleitzeit. Ist bei uns auch so.

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Murmel78 07.02.2011, 11:22
@Sonderzeichen2

Ja, so in der Art. Ok - dann muss ich es wohl so aktzeptieren. Dachte nur, dass es bei den Beamten irgendwo gesetzlich geregelt ist das ganze (zumindest beim Dienstunfall). Bei normaler Krankheit ist es was anderes.

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Deine Regelarbeitszeit wird vom Dienstherren vergütet, wenn du noch zusätzlich Überstunden leistet werden diese auch vergütet. Können keine Überstunden geleistet werden, werden diese auch nicht bezahlt. Es gilt deine Regelarbeitszeit. Da wahrscheinlich irgendwo steht, wieviel Nachtschichten/Sonntagsdienste geleistet werden müssen, wird aufgrund dessen die Vergütung festgelegt.

Anders verhält es sich, wenn du vorher 10 Plusstunden hattest und diese nicht mehr vorhanden sind, weil diese mit der Krankheit verrechnet worden sind. Das ist nicht zulässig.

Wenn ich recht verstehe, hast Du jeden Monat eine bestimmte Anzahl von Überstunden, die Du leistest. Und die fehlen Dir jetzt für die Zeit, in der Du nicht gearbeitet hast. Das ist doch normal. Wenn Du Urlaub nimmst, bekommst Du doch diese Stunden auch nicht ausgezahlt. Überstunden können doch nur bezahlt werden, wenn sie gwirklich geleistet werden. So verstehe ich das jedenfalls.

Hallo freundlicher Polizist! Auf keinen Fall dürfen dir aufgrund eines Arbeitsunfalles Überstunden abgezogen werden. Zudem bist du ja im Dienst verletzt worden. Laß dich aber noch von einem Gewerkschaftsvertreter beraten. Ich wünsche dir alles Gute und daß du bald genesen kannst, denn ihr seid täglich unterwegs um die Bevölkerung vor Verbrechern zu schützen. Ich bin froh, daß es noch Männer und Frauen gibt, die sich zum Wohle der Allgemeinheit einsetzen und oft leider auch ihr Leben lassen. Alles Gute!

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