Überstunden Klause im Arbeitsvertrag: Wie viele Stunden sind zumutbar?

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Überstunden darf der Arbeitgeber anordnen, so lange sie zumutbar sind und die gesetzlichen Arbeitszeiten nicht überschritten werden. Zumutbar sind sie so lange, wie sie einen "vorübergehenden Zustand" darstellen.

Die maximale Arbeitszeit ist im Arbeitszeit-Gesetz festgelegt. Danach darf die werktägliche Arbeitszeit 8 Stunden nicht überschreiten, wobei Werktage auch Samstage sind. Sie kann aber auf bis zu 10 Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von 6 Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt 8 Stunden werktäglich nicht überschritten werden (vgl. § 3 ArbZG).

Gesetzestext: "Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden."

Da die meisten von uns nicht an allen 6 Werktagen in der Woche, sondern nur an 5 Tagen arbeiten, hat der Arbeitgeber während der Frist von 24 Wochen also praktisch 192 Stunden zusätzlich zur Verfügung, die er als Überstunden anordnen kann (immer vorausgesetzt, dass es sich um eine vorübergehende Angelegenheit handelt).

Wenn der Arbeitgeber von Ihnen mehr als 10 Stunden Arbeit täglich verlangt, schauen Sie bitte nach, ob für Sie ein Tarifvertrag gilt. In einem Tarifvertrag kann nämlich die Arbeitszeit auch über 10 Stunden werktäglich hinaus verlängert werden, wenn entweder •ein Teil Ihrer Arbeitszeit nicht wirklich Arbeit, sondern " Arbeitsbereitschaft" ist oder •die Regelung auf höchstens 60 Tage im Jahr beschränkt ist.

Mehr hierzu bei: http://www.finanztip.de/recht/arbeitsrecht/uestdaur.htm#ixzz2gLgfEJ48

Die Überstunden werden bezahlt aber es wird erwartet das man damit einverstanden ist welche zu machen das ist alles. Wieviele muss dann extra abgemacht werden denn es gibt ja keine Aussage über die Menge der Überstunden. Lg. Eoslorbass

Die Klausel sagt ja nichts über die (Nicht)bezahlung aus.

Löschen von Überstunden?

Hallo, ich bin der Admin eines Unternehmens mit ca 30 Mitarbeitern. Seit Januar haben wir ein Zeiterfassungssystem wo man am PC buchen kann wann man kommt und geht. Jetzt nach einem halben Jahr hat mein Chef sich die Sache mal angeschaut und gemerkt, dass einige viele Überstunden haben. Ich hab jetzt die mündliche Anweisung bekommen, dass ich diese löschen soll, da es aus seiner Sicht keine genehmigten Überstunden sind. Laut Arbeitsvertrag sind Überstunden genehmigungspflichtig. Laut Arbeitsvertrag steht aber auch drin: "Die durchschnittliche regelmäßige Arbeitszeit beträgt XX Wochenstunden. Die Verteilung der werktäg­lichen Arbeitszeit (Beginn, Ende und Pausenzeiten) richtet sich nach den betrieblichen Erfordernis­sen unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorschriften."

Er will auch, dass nur noch die vorgegeben Zeiten zählen (quasi wenn wer von 7:45 - 15:15 Uhr arbeitet, aber nur von 8-15 Uhr soll, dann soll das auch nur angerechnet werden).

Zum einen ist es so ja unmöglich "durchschnittliche" Zeiten zu machen. Zum anderen hat kein Mitarbeiter feste Zeiten im Arbeitsvertrag. Die sollen nun die Vorgesetzten bestimmen.

Die Löschung der Überstunden werden auch noch mit "ein Fehler der EDV" begründet.

Ich bin grad ziemlich wütend und weiß nicht wie ich reagieren soll oder überhaupt darf.

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Überstunden werden zu wenig ausbezahlt?

Ich bin im TV-L 3 Stufe 1 im Krankenhaus. Unser Stempelkarten System funktioniert nicht richtig, man muss immer Emails zur Chefetage schreiben mit der Bitte um manuelle Korrektur, dadurch gehen plus Stunden verloren weil es sehr kompliziert und unübersichtlich ist. Die Cheffin hat hier zwei Tabellen in denen sie, wie sie selbst will, die Überstunden links einträgt die man abfeiern kann oder rechts die ausbezahlt werden können. Die ausgezahlten Überstunden werden nur mit 20Cent pro Stunde ausbezahlt, ist das legal???

Im Arbeitsvertrag steht weder man muss sich an das Stempelkartensystem halten, noch Erläuterungen zu Überstunden.

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Arbeitsvertrag: Arbeitszeit ca. Angaben im Arbeitsvertrag zulässig?

 Ich habe einen Arbeitsvertrag mit der folgenden Arbeitszeitregelung:

"Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt ca.11 Stunden/ 45 Stunden monatlich"

Keine weiteren Regelungen zur Arbeitszeit im Vertrag.

Da ich in den letzten Monaten sehr unregelmäßig eingesetzt wurde, frage ich mal hier in die Runde.

Ist es nach dem Arbeitsvertrag zulässig, wenn mein Arbeitgeber mich für weniger als 45 Stunden einteilt, dass ich dann auch weniger verdiene?

Es gab auch Monate, in denen ich weit mehr als die vereinbarten 45 Stunden arbeiten musste. Aber ausgezahlt wurden immer nur 45 Stunden.

Überstunden wurden dann für die folge Monate gut geschrieben.

Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gab es auch nicht, da ich nach Einreichung einer Krankmeldung aus dem Dienstplan gestrichen wurde.

Entweder wurden meine durch Krankheit fehlenden Stunden dann mit den Überstunden aus Vormonaten verrechnet oder ich bekam einfach weniger Geld.

Daher mal die Frage ob das so zulässig ist

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Arbeitszeit - Anwesenheit - Überstunden - Mehrarbeit?

Hallo zusammen,

wie ist folgender Passus aus dem Arbeitsvertrag eurer Meinung nach zu werten?

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Danke.

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Arbeitszeitberechnung bei 80 Monatsstunden

Hallo an Alle, habe einen Arbeitsvertrag mit 80 Std. monatlich. Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt 20 Std. wöchentlich. Wieviel Stunden habe ich im November gearbeitet? Da ich mir meine Arbeitszeit frei einteilen kann, habe ich 89,5 Std. gearbeitet. Für mich sind das 9,5 Überstunden. Mein Chef sieht das anders. Wer sieht es richtig? Danke für Antworten. Thomas

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Sind diese Regelung im Arbeitsvertrag in Ordnung?

Hallo user, ich habe ein Arbeitsvertrag in der Hand in dem dies beinhaltet ist: §3 Arbeitszeit - die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt-auschließlich der Pausen- 48 Stunden §4 Vergütung- 1950,00 € Brutto §5 Über - und Mehrarbeit - (1) Der Mitarbeiter verpflichtet sich, im Rahmen der gesetzlich Zulässigen Überstunden und Mehrarbeit zu leisten. §5 (2) Mit der vereinbarten Bruttovergütung gem.§4 dieses Vertrages sind bis zu 20 Überstunden monatlich ausgeglichen. Darüber hinaus gehende Überstunden werden durch Freizeit abgegolten. §5 (3) Ein Anspruch auf Über-/Mehrarbeitsstunden besteht nur, wenn die Über-/Mehrarbeit Arbeitgeberseits angeordnet oder vereinbart worden ist, oder wenn sie aus dringenden betrieblichen Interessen erforderlich war und der Arbeitnehmer Beginn und Ende der Über-/Mehrarbeit am folgenden Tag dem Arbeitgeber gegenüber schriftlich anzeigt. dieses ist aus dem vertrag abgeschrieben. also ich soll 52 Stunden in der Woche (20Tg=208STD) arbeiten, für 1950,00€ Brutto(netto=1325€) . soll ich diesen vertrag unterschreiben? was sagt ihr dazu? gruß vic

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