Überstunden, kein Ausgleich, Chef droht mit Kündigung?

...komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Was steht im Arbeitsvertrag zu Überstunden.

Mit dem normalen Gehalt lassen sich Überstunden bis zu einem gewissen Grad abgelten (meistens maximal +10%).

Soll der Chef halt jemanden einstellen.

Suche Dir einen andere Job und klage anschließend die Bezahlung der so geleisteten Überstunden ein. Du musst die natürlich dokumentieren.

Mehr als 10 Stunden sind an keinem(!) Tag erlaubt.

Mehr als 48 Wochenstunden sind im Durchschnitt über 6 Monate nicht erlaubt.

Die geschilderte Drohung nennt sich im StGB "Nötigung" und ist mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe bewehrt. Sie muss natürlich bewiesen werden.

Mehr wie 10 Überstunden die Woche und mehr wie 48 Wochenstunden musst du nicht hinnehmen.

Ausserdem bist du nicht verpflichtet, falls du kündigst und dir was neues suchst, deinem alten AG davon zu unterrichten, wo dein neuer Job ist.

Überstunden müssen natürlich durch Bezahlung oder Freizeit ausgeglichen werden.
20 Stunden wegen Notfällen sind auch nicht drin, denn Notfälle müssen auch welche sein, für mich klingt das eher nach Personalmangel.

Ich würde nicht für so ein ArschIoch arbeiten.

Du solltest dir also einen neuen Job suchen und wenn du den hast kündigen, danach die fälligen Beträge einfordern, notfalls einklagen. Sofern du die Stunden nachweisen kannst, sollte das ja kein Problem sein.

Notfälle sind eigentlich wirkliche Notfälle wie Katastrophen, Brände etc.

Davon gehe ich erst einmal nicht aus. Die Arbeitszeitordnung sieht eine max. Arbeitszeit von 10 h Tag vor.

Das ist eigentlich Nötigung Deines Chefs, noch künftige Arbeitgeber zu informieren. Woher will er wissen, wo Du Dich bewirbst.

Wenn Du die Stunden beweisen kannst, kannst Du dagegen vorgehen auch bei Aufsichtsbehörden oder auch beim Arbeitsgericht

Der Chef scheint sich seiner Sache ziemlich sicher zu sein, obwohl das Recht auf deinser Seite liegt. Möglicherweise besteht für dich kein Kündigungsschutz, wenn ihr ein betrieb unter 10 mann seit. Dies will der Chef ausnutzen.

Also dein chef wird nicht alle anderen Arbeitgeber anschreiben, um vor dich zu waren. Aber du solltest im Falle einer Entlassung dein Arbeitszeugnis genau unter die Lupe nehmen.

Dein Chef kennt die neuen Arbeitgeber nicht. Lass Dich kündigen, dann kannst Du gegen ihn klagen.

hast du ne rechtschutzversicherung? das ist ein fall für den rechtsanwalt.

vfrau 01.07.2017, 14:59

Er braucht keinen Rechtsschutz! Er kann aufs Arbeitsgericht gehen,die helfen umsonst!

0
kevin1905 01.07.2017, 15:03
@vfrau

Erm nein?

Der Rechtspfleger hilft höchstens beim Abfassen der Klageschrift.

Einen Anwalt den er vielleicht beauftragen will trägt er selber, wenn es keine Rechtsschutzversicherung gibt.

0

Für den Chef ist es eigentlich eine lukrative und coole Sache, Personal zu haben, welches für ihn für umsonst knechtet. Wo findet man das heutzutage noch auf die Schnelle, Leute die für Nichts arbeiten. So eine Arbeitsstelle, kannst du vergessen und am besten lässt du dich kündigen und suchst dir einen Job in einer Firma wo auch die Ü-Stunden bezahlt oder durch Freiszeit abgegolten werden.

Was möchtest Du wissen?