Überstunden, betriebsübliche Arbeitszeit und Pause?

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1 Antwort

zu 1: Ja, das reicht, Niemand wird überstunden zum Spass anordnen, denn Arbeitszeit kostet Geld.

2. Entweder mit Freizeitausgleich oder mit Geld. Das muss auch nicht im Vertrag stehen sondern ist gesetzlich geregelt. Die Wahl ob Freizeit oder Geld trifft der Arbeitgeber.

3. Ja, das könnte er. Auch dies ist gesetzlich geregelt. Der Arbeitnehmer hat ein Recht auf eine ausreichende Pause.

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Insomnia777 04.07.2016, 11:58

Auch wenn es kein Grund für Überstunden gibt?

Rein zum Verständniss, Arbeitskollege und ich haben ab ca. 14:00 Uhr nichts zu tun. Und ich meine wirklich nichts.

Weder kommen Anfragen, Anrufe, noch gibts es andere Dinge die getan werden müssen. Darum nochmal - es gibt keinen Grund für Überstunden. Wir sitzen die Zeit nur ab.

Wir sind eine kleine Firma - 5 Mann einschl. Chef

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Halbammi 04.07.2016, 11:59
@Insomnia777

Jeder Facharbeiter kostet jede Stunde mit allen Nebenkosten ca. 60 €. Warum sollte der Chef sagen "Ach, heute blase ich mal 300€ zusätzliche Kosten ohne Not in die Luft". ?

Solange er sie bezahlt, kann er Überstunden im gesetzlichen Rahmen anordnen soviel wie er will.

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Insomnia777 04.07.2016, 12:16
@Halbammi

Er bezahlt keine Überstunden - nur den Handwerkern die auf Stundenlohn arbeiten.

Mit festen Gehalt sinkt pro Überstunde mein "Stundenlohn". Dadurch hat nur der Arbeitgeber was. Motivation/Arbeitskllima sinkt.

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Familiengerd 04.07.2016, 14:02
@Halbammi

Solange er sie bezahlt, kann er Überstunden im gesetzlichen Rahmen anordnen soviel wie er will.

Ganz sicher nicht, so wenig wie das von Dir bejahte "weil ich es so sage!!" als Grund für die Anordnung von Überstunden!

Für die Anordnung von Überstunden gilt immer auch die "Notwendigkeit" (wie immer sie definiert werden mag); außerdem ist eine Mindestankündigungsfrist von 4 Tagen (von konkreten Notfällen abgesehen) einzuhalten!

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Familiengerd 04.07.2016, 14:17
@Insomnia777

@ Insomnia777:

Er bezahlt keine Überstunden

Wenn Du kein Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Rentenversicherung erhältst (West: 6.200 €/mtl., Ost: 5.400 €/mtl.) und wenn es keine vertragliche Vereinbarung zu einer Pauschalabgeltung geleisteter Überstunden mit dem vereinbarten Entgelt gibt (mit strengen Maßstäben an eine solche Klausel), dann muss der Arbeitgeber die Überstunden bezahlen (Bürgerliches Gesetzbuch BGB § 612 "Vergütung") - es sei denn, Du leistest sie freiwillig ohne sein ausdrückliches Einverständnis oder gegen seinen Willen.

Du kannst nicht bezahlte Überstunden auch - zumindest teilweise - nachträglich geltend machen (empfiehlt sich bei Kündigung, sofern Du sie nachweisen kannst - darum ist eine Aufzeichnung wichtig), innerhalb vertraglich vereinbarter Ausschlussfristen (arbeitsvertraglich mindesten 3 Monate), nach deren Verstreichen Ansprüche verloren sind, oder - wenn es solche arbeits- oder tarifvertraglichen Ausschlussfristen nicht gibt - innerhalb von 3 Jahren ab Ende des Jahres, in dem Ansprüche entstanden sind oder fällig wurden (BGB § 195 "Regelmäßige Verjährungsfrist"), für Ansprüche aus 2016 also bis zum 31.12.2019.

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Halbammi 04.07.2016, 14:54
@Familiengerd

Wer lesen kann ist hier klar im Vorteil. Ich schrieb "Im gesetzlichen Rahmen". Ob Überstunden notwendig sind entscheiden nicht die Arbeitnehmer, sondern der Verantwortliche.

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Nemo75 04.07.2016, 12:01

Zu 3!

Kein AG wird eine Pause verlängern!

Maschinenstillstand kostet Geld und ein Arbeitnehmer ist nach 1h und mehr Pause nicht mehr so arbeitsfähig (müde) wie bei 20-30 min

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