Überstunden - kein Ausgleich?

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6 Antworten

Ich sehe das so (bin kein Anwalt):

- muss ich mehr als 30 Stunden arbeiten? (Du meinst sicher die Überstunden, nicht die Gesamtstunden)

Nein! Ist ja vertraglich eindeutig vereinbart. Ich hoffe, das Gehalt ist hoch genug, dass dieses gerechtfertigt ist. Es sind ja quasi keine Überstunden mehr, sondern eher variabel eingesetzte Stunden zusätzlich zur festen Arbeitszeit.

- Was ist zb mit den 8 Std die ich laut Vertrag Zuviel gearbeitet habe letzten Monat?

Insgesamt 38? Dann sind 8 nicht abgegolten und müssen ausgeglichen werden. Hätten streng genommen nichtmal gearbeitet werden dürfen.

- Kann ich verlangen das ich einen halben Tag unter der Woche frei bekomme wenn ich auch samstags kommen muss?

Vertraglich ist Mo-Sa (mit variablen Arbeitszeiten?) vereinbart. Demnach hast du kein Recht darauf. Aber sollte eigentlich machbar sein, dir diesen Wunsch zu erfüllenn.


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Ich würde mir was Neues und dann entweder den Arbeitgeber vor die Wahl stellen, dass er die Stunden nachzahlt oder man kündigt dann eben.

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Das ist hart an der Grenze der sittenwidrigkeit!

Was verdienst du denn da? Du darfst in der Summe deiner Monats-Stunden nicht über 202 Stunden kommen (172 für die 40std Woche plus 30überstunden) und du darfst nicht weniger als 8,84€ (Mindestlohn) pro Stunde verdienen!

Bei 202 Stunden wären das 1786€ brutto

Verdienst du weniger, arbeitest du unter Mindestlohn..,

Habt ihr keinen Betriebsrat oder Gewerkschaft?

Letztere haben Juristen die solche Verträge komplett auseinander nehmen...

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lilfizzy 12.10.2017, 21:38

Dankeschön. Nein einen Betriebsrat gibt es nicht auch keine Gewerkschaft. An wen kann man sich da bloß wenden? Hilft wahrscheinlich nur noch die Kündignung. 

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Dr4ch3 12.10.2017, 21:53
@lilfizzy

An einen Arbeitsrechtler. In Österreich ist jeder unselbstständige Arbeitnehmer bei der sogenannten "Arbeiterkammer" und kann dort kostenlose Rechtsberatung holen.

Ich kanns dir nur für AT sagen, HIER wärst du mit DIESEM Vertrag nicht nur im Lohn- und Sozialdumpinggesetz, sondern hättest auch massive Übertretungen der Tageshöchstarbeitszeit nach Arbeitszeitgesetz, Verletzungen der Wochenendruhe bzw., der tgl. Ruhezeit usw usf ... Ich kenn die deutschen Gesetze ned, aber ich glaub nicht, dass die SOWAS zulassen.

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Vampire321 12.10.2017, 23:55
@Dr4ch3

Ich rate dir jetzt mal zu etwas, was ich normalerweise aufs schärfste verurteile, aber gesetzt den Fall, das die Zustände bei euch wirklich so sind, wie du sagst, dann kündige bloß nicht!

Das bringt dir eine Sperrzeit bei Arbeitslosengeld - nein, rede mit deinem Chef und Beschreibe ihm  deine Situation und deinen nicht entlohnten Arbeitseinsatz ...

Wenn er wieder nur auf den Arbeitsvertrag verweist, bedanke dich für das Gespräch und geh wieder an deinen Arbeitsplatz ...

Die Woche drauf gehst Du zum Arzt und beschreibst ihm deine Situation, Stichwort ‚burn out‘ ;)

Der wird dich sofort für 1-2 Wochen AU schreiben!

Wie gesagt, ich verurteile sowas total, aber solche Arbeitgeber habe es nicht besser verdient

Besonders gut käme es wenn dann noch der eine oder andere Kollege dieselben Symptome hätte ;)

Wenn er dich dann kündigt, bekommst du wenigstens sofort dein Alg 1!

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Also nach meiner Auffassung steht deine Antwort im Arbeitsvertrag.

arbeitnehmrr ist verpflichtet auf Anordnung Mehrarbeit und Überstunden bis zu 30 Std pro Monat zu leisten.

sämtliche Ansprüche sind mit dem Gehalt abgegolten.

Heißt für mich: Bis zu 30Std. Überstunden sind sowieso schonmal in einem Vertrag vereinbart und auch mit deinem Gehalt bezahlt. Wenn du mehr machst, müsstest du dafür natürlich einen Ausgleich erhalten (Geld oder Urlaub)

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kevin1905 13.10.2017, 00:34

Frage wäre ob die Klausel wirksam ist.

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PeterPan008 13.10.2017, 09:29
@kevin1905

Das kann ich auch nicht zu 100% sagen..aber wie man weiter unten liest ist das wohl häufig der Fall, das die Leute so "abgezogen" werden.

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Scheinbar hast du einen sogenannten "All-In" Vertrag. Grundsätzlich musst du auch nur die angegebene Überstundenleitung erbringen und nicht mehr - gleichzeitig würde ich prüfen lassen, ob die 30 Stunden a) mit dem gezahlten Gehalt auch abgedeckt sind (nicht das du dich hier im Lohndumping bewegst) und in weiterer folge würde ich auch die Zeiterfassung archivieren - auch bei All-In Verträgen muss eine sog. Deckungsprüfung gemacht werden.

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lilfizzy 12.10.2017, 21:31

2200 brutto....

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Dr4ch3 12.10.2017, 21:33
@lilfizzy

Gut der Wert hilft mir jetzt nichts, da die Frage ist in welcher Branche, welchem Gebiet und unter welchem Tarif/Kollektivvertrag du arbeitest. Allerdings ist die Summe relativ gering, da musst du schon einen sehr einfachen Job haben, das bei 2200 Brutto soviele Überstunden abgedeckt sind.

Ich bin einfacher Lohnverrechner und bekomme ohne Überstunden schon einen ganzen Haufen mehr als du, ohne Samstagsarbeit, Nachtdienst etc.... Ich würde deinen Arbeitsvertrag gemeinsam mit deinen Lohnabrechnungen und Zeitaufzeichnungen unbedingt prüfen lassen.

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Knebelvertrag! 

Du wirst schamlos ausgenutzt, da hilft nur die Kündigung! 

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lilfizzy 12.10.2017, 21:32

Das denke ich langsam auch. 

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