Überprüfung Erwerbsminderungsrente

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo orihuela,

Sie schreiben:

Überprüfung Erwerbsminderungsrente.Meine Frau bekommt seit 2008 Erwerbsminderungsrente. Sie wird in diesem Jahr 57 Jahre. Bisher wurde ihre o.g. Rente 3 x verlängert. Ab wann hören diese ständigen Überprüfungen auf, sie leidet tierisch darunter? Gibt es da einen Automatismus?<

Antwort:

Es gibt hierzu keine allgemeinverbindliche Antwort, sondern es kommt auf den speziellen Einzelfall an!

Unter folgendem Link der DRV können Sie dies sehr gut nachvollziehen:

deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_102R3.2

Auszug:

Bei der erstmaligen Bewilligung der Zeitrente kann die Befristung gem. § 102 Abs. 2 S. 2 SGB VI für längstens drei Jahre erfolgen.

Der Zeitraum von drei Jahren beginnt mit dem Tag des unter Anwendung von §§ 99, 268 i. V. m. 101 SGB VI ermittelten Rentenbeginns (ISRV:NI:RBRTN 2/2006 17).

Ist für den Anspruch die Arbeitsmarktlage nicht maßgebend, so ist die Befristung innerhalb des zeitlichen Rahmens von drei Jahren von der Prognose im Einzelfall abhängig.

Die Befristung kann mehrfach verlängert werden (s. hierzu Abschnitt R3.4 >>(SGB VI § 102 R3.4). § 102 Abs. 2 S. 5 letzter Halbsatz SGB VI unterstellt allerdings, dass nach einer Gesamtdauer der Befristung von neun Jahren die Behebung der Erwerbsminderung unwahrscheinlich ist, so dass nach Ablauf dieses Zeitraumes die Rente unbefristet zu leisten ist.

Die Befristung ist daher auf eine maximale Gesamtdauer von neun Jahren ab Zeitrentenbeginn beschränkt (ISRV:NI:RBRTB 1/2007 19).

Ist für den Anspruch auch die Arbeitsmarktlage maßgebend, so wird die Rente grundsätzlich auf drei Jahre befristet, es sei denn, die Erwerbsminderung kann voraussichtlich schon vorher behoben sein oder es besteht die konkrete Aussicht, dass der Leistungsberechtigte einen Arbeitsplatz erhält.

Die Höchstdauer der Befristung von insgesamt neun Jahren gilt in diesen Fällen nicht, d. h. die Befristung kann mehrfach bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze des Berechtigten bzw. bei großen Witwen-/Witwerrenten wegen Minderung der Erwerbsfähigkeit gem. § 46 Abs. 2 SGB VI bis zur Vollendung des 45. Lebensjahres und solchen gem. § 243 Abs. 3 SGB VI bis zur Vollendung des 60. Lebensjahres des Berechtigten verlängert werden.

Fazit:

Aus Ihrer Beschreibung ist nicht ersichtlich, ob die Erwerbsminderungsrente Ihrer werten Frau im Zusammenhang mit der "Arbeitsmarktlage" steht!

Dies wäre z.B. der Fall, wenn Ihre Frau auf Grund des Vertrauensschutzes wegen Berufsunfähigkeit (da vor dem 2.1.1961 geboren) eine teilweise Erwerbsminderungsrente wegen Berufsunfähigkeit erhalten und diese durch eine volle Erwerbsminderungsrente wegen verschlossenem Teilzeitarbeitsmarkt ergänzt worden ist!

Grundsätzlich ist es ohnehin so, daß selbst eine unbefristete Erwerbsminderungsrente nicht vor erneuten Nachforschungen durch die DRV schützt, denn die DRV kann "Jederzeit" eine erneute "Leistungsüberprüfung" veranlassen! Schauen Sie hierzu bitte in Ihren Rentenbewilligungsbescheid!

Aus den genannten Gründen sind Betroffene sehr gut beraten, wenn Sie während des Bezugs der Erwerbsminderungsrente regelmäßig Ihre Ärzte aufsuchen und den Fortbestand der gesundheitlichen Gebrechen jederzeit, zusammen mit den behandelnden Ärzten, nachweisen können!

Im Zweifelsfall können Sie sich jederzeit bei Ihrer zuständigen DRV-Rentenanstalt beraten lassen oder z.B. beim VDK!

google>>

vdk.de/deutschland/pages/mitgliedschaft/64026/rechtsberatung

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Erst wenn der Rentengutachter nicht mehr annimmt, dass sich der Gesundheitszustand bessern könnte, wird die Rente auf Dauer festgeschrieben. Einen Automatismus gibt es da nicht.

Was ist denn so schlimm an dieser Untersuchung. Man macht praktisch einen Gesundheits-Check und bekommt die Kosten erstattet.

ausschlaggebend ist nicht, wie oft sie befristet wurde, sondern seit wievielen Jahren die befristete Rente bereits besteht. die Grenze liegt dabei bei 9 Jahren. wenn man also nach 9 Jahren immer noch erwerbsgemindert/erwerbsunfähig ist, kann davon ausgegangen werden, dass keine Besserung mehr eintreten wird und die Rente in eine unbefristete geleitet wird.

Ausnahme hierbei ist die Arbeitsmarktrente. diese kann auch weiterhin befristet werden.

http://www.behindertenbeauftragte.de/DE/Themen/Soziales/Renten/Erwerbsminderungsrente/Erwerbsminderungsrente.html;jsessionid=EEE785ABFBE7600531BB6051F4A2DE3B.2_cid345?nn=1829200#doc1829202bodyText8

Erwerbsminderungsrente abgelehnt, weil die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllt sind?

Servus Leute!

Wenn die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllt sind und der Antrag auf Erwerbsminderungsrente -ohne ärztliche Überprüfung- abgelehnt wird... Bedeutet das, dass die DRV den behandelnden Arzt des erwerbsgeminderten, gar nicht erst anschreibt, um sich über den gesundheitlichen Zustand des Patienten zu erkundigen?

Vielen Dank im Voraus :)

...zur Frage

Wer kennt sich aus Rente?

Ich bekomme seit 15 Jahren eine Erwerbsminderungsrente die hoch gerechnet wurde bis zur Altersrente, ich habe 50% Behinderungsschein und kann ab 63 in Altersrente gehen. Wer weiss, ob die Rentenhöhe bei der Altersrente so bleibt, oder ob es weniger ist und nach der Einzahlung berechnet wird?

...zur Frage

Rente wegen Erwerbsminderung Überprüfung?

Hallo,

kann mir jemand sagen wie eine Überprüfung der Rentenversicherung aussieht wenn man arbeitet und eine Erwerbsminderungsrente bezieht? Kommt dann jemand an den Arbeitsplatz und fragt die Kollegen oder den Chef, will die Arbeitszeitenzettel sehen oder wie kann man sich das vorstellen?

Danke!

...zur Frage

Rente mit 20 Jahren, nicht lang genug eingezahlt ?

Hallo ich bin 20 Jahre alt, habe 50% gdb. Ich bin seit 12 Jahren wegen schweren rezidivierenden depressionen, borderline und Angst und Panik Störung krank. War mehrfach stationär in Behandlung und zweimal auf kur. Nun habe ich die Grenze der Krankengeld Zahlung Überschritten und beziehe Arbeitslosengeld 1. Ein Antrag auf EMR wurde gestellt und abgelehnt, da ich nicht lang genug eingezahlt habe. Es gibt mehrere Gutachten die, die volle erwerbsminderung bestätigen. Aktuell läuft der Wiederspruch, welcher von mehreren Ärzten begleitet wird. Meine große Frage ist, wenn ich die Erwerbsminderungsrente nicht bekomme, was passiert dann ???

...zur Frage

Wann wird meine Erwerbsminderungsrente gezahlt,Feststellung 1.11.2014

Ich habe am 13.3.2012 einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente bei der Deutschen Rentenversicherung Rheinland gestellt. Dieser Antrag wurde abgehnt.Über den vdk habe ich widersruch eingelegt. Danach wurde mein Antrag wieder Abgelehnt,und die sache ging for das Sozialgericht. Durch die vielzahl meiner Erkrankungen wurde mir dann durch das Sozialgericht am 20.01.2015 mitgeteilt das die Rentenversicherung die Erwerbsminderungsrente zum 1.11.2014 bewilligt.Wann wird Sie nun offiziell gezahlt.

...zur Frage

Neckermann: Problem: Ratenzahlung

Hallo zusammen,

ich habe bei Neckermann im September 2012 einen Artikel auf Raten gekauft. Ich habe Anfangs die Raten ganz regulär bezahlt.

Durch die Insolvenz von Neckermann war ich der Bezahlung wegen verunsichert. Ich habe Anfragen an Neckermann bzgl. dem Kontostand angefordert bzw. ob die Zahlung angekommen sind. (Hatte schon desöftern Probleme wegen falscher Überweisungsvordrucke). Nur ein Vordruck kam als Antwort, bla bla wir sind insolvent.

Nach mehrfachen erneuten Anfagen diesbzgl. und wie es weiter gehen soll, kam erneut keine Antwort, daher habe ich die Ratenzahlung erstmal eingestellt. Kann beruflich leider nicht die schäbigen telefonischen Sprechzeiten wahrnehmen, daher nur E-Mail.

Nun ist ca. 1 Jahr vergangen (Habe ca. 12 E-Mails + ein paar Neckermannwebsitemails vesendet) und Neckermann reagiert endlich mal, leider mit ständigen Mahnungen ohne auf mein Problem einzugehen. Habe von denen, nachdem ich "nicht" Reagiert habe, eine Umschuldung erhalten weil ich die Raten und Mahnungen nicht bezahlt habe.

Daher musste ich einen Tag Urlaub genommen um telefonisch Kontakt aufzunehmen. Die Dame am Telefon sagte dass sie das ganze nachvollziehen kann und die Bearbeitungszeit von einem Jahr selbst als Unverschämt hält. Daher hat sie mir vorerst eine Mahnsperre eingerichtet und ich sollte die Umschuldung doch postialisch widerrufen. Dies hat auch soweit funktioniert, zumindestens eine Reaktion von Neckermann. Der Umschuldungszins konnte abgezogen werden, die Mahngebühren hingegen können nicht verrechnet werden.

Daher soll ich die 42,95 € trotzdem mitbezahlen.

Was soll ich jetzt tun? Ich finde das eine Unverschähmtheit von Neckermann.

Was soll ich tun?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?