Übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung in Österreich Kosten von Behandlungen auch, wenn ich selbst verantwortlich für meine Verletzungen bin?

3 Antworten

Hallo,

findet eine ärztliche Behandlung statt, wird von dem Leistungsbeziehr (Arzt oder Krankenhaus) die Diagnose deiner Krankenversicherung gemeldet. Vermutet diese einen Unfall oder hat gar eine kalre Meldung als Unfallursprung erhalten, wird dem Versicherten eine Unfallmeldung zugesandt. Es wird geprüft, ob die Krankenkasse sich Leistungen von einer Dritten Person aus Haftungsgründen nach BGB § 823 für die Kosten/Schaden einholen kann. Der Fragebogen ist wahreitsgerecht auszufüllen. Du kannst diese vermeintliche Fehlmeldung aber aufklären.

Beste Grüße

Dickie59

Wenn du Pech hast, kann die Versicherung dich wegen § 298 StGB Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung anzeigen.

Quelle: http://www.jusline.at/298_Vort%C3%A4uschung_einer_mit_Strafe_bedrohten_Handlung_StGB.html


Die angeforderte Leistung wurde in deinem Fall ja durch eine angebliche Straftat (Körperverletzung) zunächst legitimiert.


Also über die eigentliche Zahlung des Arzthonorars würde ich mir weniger Gedanken machen. Das wäre so und so bezahlt worden.

Du musst eine Unfallmeldung bei der GKV abgeben, wo du den Vorgang wahrheitsgemäß schilderst.

Die Kosten werden auf jeden Fall von deiner GKV übernommen. Unter Umständen wir der Verursacher in Regress genommen.

Vielen Dank für die Antwort.

Wird die GKV dann aber nicht stutzig, wenn im Befundbericht des Krankenhauses ein ganz anderer Unfallhergang steht? Oder hat die GKV gar keinen Zugang zu den Angaben, die ich im Krankenhaus gemacht habe?

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@IamX5

Kann ich nicht beurteilen, aber vermutlich wurde die GKV darüber informiert, dass hier ein Unfall vorlag. Und dafür muss man immer einen Unfallbericht abgeben.

Sinnvoll wäre, wenn du ehrlich gegenüber der Krankenkasse bist und mitteilst, dass du dich geschämt hast und daher was falschen im Krankenhaus geäußert hast.

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