Übernimmt das wirklich keine Haftpflichtversicherung?

9 Antworten

Gehen wir es einmal durch. Zunächst hast Du zwar Zutritt zur Wohnung aufgrund des überlassenen Schlüssels, aber das impliziert nicht die Nutzung des KFZ. Eine mutmaßliche Leihe ersetzt keine echte Leihe (standardmäßig wird der Besitz, nicht das Eigentum durch eine Haftpflicht geschützt, bei geliehenen Gegenständen, die man selber beschädigt, ist man selber Besitzer und damit de Schaden nicht abgedeckt, allerdings haben einige Haftpflichtversicherungen eine Erweiterung, die auch geliehene Gegenstände erfaßt).

Da aber keine rechtsgültige Erlaubnis zur Nutzung des KFZ vorlag, was die Nutzung rechtswidrig, der Verlust des Schlüssels also Folge einer rechtswidrigen Handlung. Für Folgen eines rechtswidrigen Handelns kommt aber keine Haftpflichtversicherung auf. Die Verweigerung einer Übernahme des Schadens war somit rechtens und stellt keinen Kündigungsgrund dar.

Ach ja. Da der Schlüssel nicht im Zusammenhang mit dem Betrieb des KFZ verlorenging, greift die "Benzinklausel" nicht. Sie erfaßt nur Fälle, die der KFZ-Haftpflicht unterliegen.

DANKE!! (wenn auch doppelt)

Das sind doch mal Erklärungen (die letzten drei), die ich brauchte, um zu verstehen!

Den Glauben an verständliche Antworten (auf Grundlage des dazugehörigen Wissens) habt Ihr mir dann noch bewahrt!

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Ich fange mal mit deiner Suche an. Wieso vermutest du den Schlüssel am Flughafen? Hast du den Smart heim getragen;-)? Manchmal hilft es in Ruhe alle Schritte nochmal zu durch denken. Ich gebe dir aber Recht, ein Schlüssel kann sich gut verstecken. 

Nur deine Versicherung kann dafür nichts. Geliehene Gegenstände sind in engem Rahmen  vielleicht noch gegen Schäden tlw. auch noch gegen Diebstahl  abgesichert, jedoch nie gegen Verlust. Selbst wenn du beim geliehenen Gegenstand noch abgesichert wärest, hättest du sehr wahrscheinlich eine Eigenbeteiligung, die über den 180€ liegt. 

Ich will nicht wissen, wieviele Autobesitzer nicht wissen, wo sich ihr Zweitschlüssel befindet, ohne dass sie ihn verliehen haben. 

Jupp, bin tatsächlich mit den Öffentlichen nach Hause gefahren. Wollte aber sein Auto nun nicht dem rohbeinigen Berliner Straßenland überlassen. Somit habe den Zweitschlüssel aus seiner Wohnung geholt, um - nun wieder mit den Öffentlichen - zum Flughafen, dort überall gesucht und nachgefragt und dann mit dem Smart nach Hause.

Als ich (noch am Flughafen) vor dem verschlossenen Fahrzeug stand, war mir bereits klar, dass der Schlüssel nur während der Kurzreise abhanden gekommen sein kann.

Danke Dir für diese sinnvolle Erklärung! Deine, sowie drei weitere Antworten bringen mir zwar nicht den Schlüssel zurück aber wenigstens etwas Übersicht in die (für mich) mystischen Sphären der Versicherungen. ;-)

 

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schließlich verborge man ja seine Frau und sein Auto nicht

Hahaha, du wirst doch wohl nix bei unserem Mäxchen von der HUK Coburg versichert sein, oder?

Naja wenn Abhandenkommen von geliehenen beweglichen Sachen nicht versichert ist, dann wird der Schaden auch nicht reguliert.

Kündigen kannst du alle Verträge zur Hauptfälligkeit, meist mit 3 Monaten Frist.

Edit: Bei genauerer Überlegung, würde es ja unter Schlüsselverlust fallen, der eigentlich überall mitversichert ist. Wobei ich hier mit Autoschlüsseln auch noch keine Erfahrung hab. Interessant.

Mit welcher Begründung wird denn der Schaden offiziell abgelehnt? Und damit meine ich von der Schadenabteilung der Versicherung, nicht vom arroganten Vermittler.

Nein, nix HUK Coburg ;-)  ...Danke Dir für den Tipp mit der Schadenabteilung! Klar, eigentlich logisch... (wenn man den Kopf mit Suchen und Grübeln voll auslastet, dann greift das wieder mit dem Wald und den vielen Bäumen davor...)

Ich werde berichten...

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