Übernahme von Azubi laut Tarifvertrag, Arbeitgeber weigert sich?

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2 Antworten

Rein rechtlich wirst du sicher, notfalls vor dem Arbeitsgericht gewinnen. Aber ist es erstrebenswert in einer Firma zu arbeiten, die dich im Grunde nicht will? Nein, und wirst dort auch einen sehr schweren Stand haben. Im Schluß wird alles auf eine Abfindung hinauslaufen. Der Arbeitgeber zahlt dir einen Betrag x und im Gegenzug verzichtest du auf die Übernahme.

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Wie die Erfolgsaussichten sind, ist schwer zu beurteilen. Grundsätzlich sehe ich aber eigentlich den Betriebsrat gar nicht dazu berechtigt die Einigungsstelle in diesem Fall anzurufen, da anscheinend dein Tarifvertrag einen Rechtsanspruch beinhaltet (Paragraph 85 Abs. 2 BetrVG). Der Betriebsrat soll auch eigentlich nur in Ausnahmen individuelle Interessenwahrnehmung vornehmen (bspw. bei Kündigung) und sonst eher Betriebsvereinbarungen für die Gesamtheit der Belegschaft abschließen.

Sprich deinen individuellen Rechtsanspruch aus dem Tarifvertrag müsstest du selbst einklagen.

Dabei gilt es zu beachten, dass personenbedingte Gründe bei der in Frage kommen. Die personenbedingte Kündigung wird oftmals bei zu vielen Krankheitstagen ausgesprochen. Die Frage ist natürlich, was ist zu viel und sie sieht der Richter das und und und.

Das alles zu beleuchten ist in einer einfachen Antwort nicht möglich und bedarf mehr Informationen und Unterlagen.

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