Übernahme einer zusätzlichen Arbeit, die nicht im Arbeitsvertrag vereinbart wurde

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3 Antworten

Wenn Du in einem großen Amt arbeitest, habt Ihr doch bestimmt eine Personalvertretung (Betriebsrat). Den würde ich sofort kontaktieren.

Was das AGG betrifft, da hast Du wohl schlechte Karten, es sei denn, du sollst wegen Deiner Rasse oder ethnischer Herkunft, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, aufgrund des Alters oder Deiner sexuellen Identität die Türe abschließen. Das halte ich für unwahrscheinlich.

Wer trägt die Konsequenzen, wenn da was schief geht?

Mehrere Leute. Zum einen der, der abschließt bzw. abschließen soll, aber auch derjenige, der diese Pflicht generell inne hat, meist der Amtsleiter. Denn der Auftrag zum Abschließen wird ja nur delegiert, damit wird aber die eigene Verantwortung nicht abgegeben.

Wenn in eurem Vertrag steht dass ihr Gleitzeit habt und keine Klausel enthalten ist, die eben solche Aufgaben umfassen könnte (kann sehr allgemein formuliert sein), dann braucht ihr diese auch nicht zu machen.

Fakt ist: Es gibt jemanden der diese Pflicht inne hat und der muss das machen (z.B. der Amtsleiter), entweder selber oder jemanden dafür beauftragen. Dies muss aber im entsprechenden Rahmen passieren. Das heißt er darf durch die Delegation dieser Aufgabe nicht den Arbeitsvertrag verletzen.

Und, über wieviel Prozent unserer Gleitzeit darf unser Chef verfügen?

Das muss im Vertrag geregelt sein. Steht dazu nichts, dann darf der Chef gar nicht darüber verfügen. Es gibt aber eigentlich immer entsprechenden Klauseln. Schließlich hat man auch mal Teambesprechungen, Schulungen usw. und da ist ja auch Anwesenheitspflicht. Diese ist eigentlich auch immer im Vertrag mit aufgeführt.

Verstößt diese Aufgabenverteilung gegen das Gleichbehandlungsgesetz?

Nein, oder müssen diese Aufgabe nur Frauen machen, oder nur "Schwarze" oder nur Nicht-Christen? Das AGG greift nur bei Diskriminierung durch Religion, Alter, "Rasse", Geschlecht, Sexuelle Orientierung oder Identität usw.

Was möglich wäre, wäre ein Schließplan. In dem wird festgelegt, wer wann dafür zuständig ist. Dort müssen aber ALLE Mitarbeiter integriert werden (ausgenommen Teilzweitkräfte die gemäß Vertrag nur Vormittags arbeiten).

Bei meiner alten Arbeitsstelle (Krankenkasse) hatten wir auch Gleitzeit (ohne Kernarbeitszeit), aber es gab den Telefondienst. Da wurden Mitarbeiter eingeteilt, die bis 18 Uhr da bleiben mussten, damit die Versicherten auch jemanden erreichen konnten und nicht ab 14/15 Uhr niemand mehr da war. Da mussten auch alle Mitarbeiter mit machen. Es gab einen Plan und da haben sich die Leute eingetragen... es gab also auch Absprachen untereinander... je nachdem wer wann konnte bzw. wann nicht konnte.

Es sollte ein Plan erstellt werden, dass jeder Mitarbeiter mal Sperrdienst macht. Das kann der Chef veranlassen

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