Übermäßige Identifikation mit der Borderline-Störung?

7 Antworten

Also ich kann nur aus meinen Erfahrungen berichten, aber ich denke, dass heutzutage viel zu schnell bestimmte diagnosen von den Ärzten getroffen werden. Meistens werden nur ein paar test durchgeführt die zur Bestätigung des Verdachts führen. Oft werden eventuell andere Erkrankungen die in Betracht kommen könnten, erst garnicht richtig mit einer vernümpftigen Diagnostik ausgeschlossen. Es wird meist an dem bloßen Verdacht festgemacht, was man für eine Erkrankung hat. Dann noch ein paar Fragebögen zum Wohlbefinden ausgefüllt und schon bestätigt sich der Verdacht.

Ich selbst hatte das gleiche durch, dass mir Borderline Diagnostiziert wurde, aber ich wusste von Anfang an, das irgendwas falsch gelaufen sein musste. Mit mir wurde leider keine vernümpftige Diagnostik gemacht. Das ich mich damals Selbstverletzt hatte war für die Ärzte nämlich der Punkt, weshalb ich diese Diagnose erhalten hatte.

Ich ließ das nicht auf mir sitzen und war paar Wochen später bei einem anderen Psychologen, welcher die Diagnose überhaupt nicht verstanden hatte - genauso wenig wie ich. Die Borderline Diagnose wurde somit "aufgehoben", und ich erhielt daraufhin dann auch meine wirkliche Diagnose.

Was ich mit dem ganzen geschreibe nun sagen möchte ist, dass ich der Meinung bin das viele Psychologen sich garnicht mehr um eine richtige Diagnostik kümmern, sondern mit eventuellen Verdachtsdiagnosen um sich werfen. Deshalb bin ich der Meinung das viele dieser Leute denken, sie hätten eine Borderline persönlichkeitsstörung, steigern sich nach der Diagnose eventuell noch mehr darein, und in Wahrheit haben sie eine ganz andere Psychische Komponente.

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

Ich vermute, viele kommen erst durch heutige Medien auf die Idee. Schwierig, zu sagen, da es keine verlässliche Statistik gab und gibt. Ich weiß nicht, ob es ein "Battle" wirklich gibt. Therapeuten sehen (hoffentlich) jeden so individuell, wie er ist. Menschen und Biografien sind soo unterschiedlich, selbst wenn es Gemeinsamkeiten gibt. Selbstverletzung ist ja "nur" ein Symptom, um Druck abzulassen, oder um sich selbst zu "bestrafen". Das eigentliche Problem liegt woanders und lässt sich subjektiv aus Sicht des Betroffenen nicht lösen. Aber ich bin nur Laie.

borderline wird grundsätzlich erst ab 18 jahren diagnostiziert, vorher gibt es nur einen verdacht auf ...

ich denke manchmal ist es schlicht koketterie, da die jungen leute probleme haben und wenig gehör finden. dazu noch die verbreitung bestimmter ansichten über das internet , wo man sowieso immer höher und weiter übers ziel hinaus muss, um überhaupt noch wahrgenommen zu werden in der ganzen informationsflut unserer welt und fertig ist der cocktail..

wer allerdings menschen kennt, die wirklich borderline haben, bei denen dieses krankheitsbild in schwerer art und weise sich manifestiert hat, der weiß ganz genau, dass ein solches leben weit weit von den vorstellungen irgendwelcher jugendlicher entfernt ist, die sich ein wenig oberflächlich die haut aufritzen, probleme haben und ansonsten aber ein 'normales' leben führen können.

borderline ist heftig, borderline ist schlimm und kann in vielen fällen teilhabe unmöglich machen. wer es nur in schwach ausgeprägter form hat, kann sich einfach glücklich schätzen, es hätte auch anders werden können.

ansonsten haben die jungen leute halt noch keine ahnung vom leben und wissen gar nicht WIE froh sie sein können eben nicht an borderline erkrankt zu sein, denn der aufenthalt in psychiatrien, die medikamente, die ganzen therapien und der ausschluss durch die gesellschaft, sofern man überhaupt in der lage ist an etwas teilzunehmen, sind kein witz und auch keine phase, sie sind lebenslänglich.

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Gibt es trotz Borderline - Persönlichkeitsstörung Hoffnung auf ein normales / gesundes Leben ? Ich höre immer nur total erschreckende Lebensläufe die meistens in Drogenabhängigkeit, wiederkehrenden depressiven Episoden , chronischen Essstörungen oder mit Suizid enden ... Gibt es denn gar keine Hoffnung , auf ein erfülltes Leben..?! Mir sagen auch viele ganz direkt, das man nicht wissen kann wie es bei mir endet aber ich trotzdem die Hoffnung niemals aufgeben sollte, aber so viel Hoffnung ist da momentan nicht und erst recht nicht wenn man mitbekommt wie der Lebenslauf anderer Borderliner aussieht ...!! Mein größter Wunsch ist es einen tollen Beruf zu haben , der mir Spaß macht und später eine eigene Familie zu haben ..!! Und nicht immer wieder in der Psychiatrie zu landen ! Welche Erfahrungen habt ihr so mit Borderline gemacht ?

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