Überhitzten sich die Turbine bei den Flugzeugen nicht?

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3 Antworten

Nein, die modernen Triebwerk sind Spitzenleistungen der Werkstoffkunde. Für das Trent von Rolls Royce gilt z. B.: 

Die Turbinenschaufeln sind aus einem Monokristall auf Nickelbasis hergestellt, um die Festigkeit zu erhöhen. Sie sind in einer Keramik beschichtet, um sie vor den extremen Temperaturen zu schützen, obwohl Gasdruck und Temperatur bei Turbineneintritt sofort abfallen. 

Die Hochdruckturbine arbeitet bei 1.600 °C. Die Gastemperatur der Hochdruckturbine liegt rund 400 °C über dem Schmelzpunkt der Schaufeln. Sie müssen daher gekühlt werden. Dazu wird Luft aus dem Kompressor verwendet. 

Die Kühlung jeder Turbinenschaufel ist so effektiv, dass sie einen Eiswürfel in einem normalen Haushaltsofen, der auf höchste Temperatur eingestellt ist, unbegrenzte Zeit kühlen kann. (RR-Info) 

Turbinen sind auch in der Fliegerei relativ genau darauf ausgelegt, dass sie innerhalb eines bestimmten Leisungsbereiches ihre optimale Leistung und Rückkühlung durch die Durch - / und "Nebenmantelströmung" noch bekommen.

Piloten müssen also sehr genau über die Belastungs- / Temperatur und Luftdruck-Kennlinienien ihrer Antriebsaggregate "nebenbei" am jeweiligen Flugzeug bescheid wissen.

Piloten müssen hier gegenüber z.B. einem Rennfahrer professioneller Art ( Standard-Rennstrecke ) "dreidimensional" denken.

Eine Turbine an sich hat aber auch einen Brennraum, der nicht thermisch wegen möglicher Nachteile an der Materialstabilitat überlastet werden darf.

Die erreichen die Temperaturen für die sie konstruiert sind ... und das kann ein bisschen wärmer sein als der Boxermotor von meinem Mopped ... darum sind da auch high tech Materialien wie Schaufeln und Lagerschalen aus Keramik verbaut. 

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