Überhang der Nachbartannen auf unserem Grundstück

4 Antworten

Mach Dir keine Sorgen, er kann ruhig zum Umweltamt gehen. Ich darf zwar keine Rechtshinweise geben, aber es, Dein Nachbar hat dafür zu sorgen, das Sein Eigentum niemanden stört, bzw. Schaden anrichtet. Das ist wichtig. Der Baum auf Seinem Grundstück ist Sein Eigentum, für das er verantwortlich ist. Schöner wäre wahrscheinlich, wenn Sie Ihm gesagt hätten, das er das zu entfernen hat, aus besagten Günden. Wenn das Amt oder er Strss machen, bleibt nur der Gang zu Anwalt. Bei uns wird es so gehandhabt, das ein Amt nicht einschreitet, aber man kann nie wissen. Ein Anwalt, weiss es genau. Eine 5 cm Kürzung pro Jahr ist Quatsch, wer weiss was Dein Nachbar das gelesen hat. Grundsätzlich hat jeder Eigentümer dafür zu sorgen, das die nachbarschaftliche Einfriedung eingehalten wird. Auch bei Bäumen. Es gibt auch Abstandsvorgaben für das Pflanzen von Bäumen zum Nachbargrundstück. Keine Sorge, alles wird gut. Denke ich.

Hallo,

Beim Gehölzschnitt bleibt für beide Seiten aber grundlegend zu beachten, dass bestimmte Jahreszeiten für solche Arbeiten allgemein tabu sind. Mal abgesehen vom Rückschnitt des Baumes an sich greifen hier mitunter auch Schutzbestimmungen für diverse Tierarten. Und wenn der Baum dadurch nachträglich Schaden nimmt, könnte es ggf. zivilrechtlich noch um Schadenersatz gehen.

Eigentumsrechtlich hättest Du zunächst dem Nachbarn den Hinweis / die Chance per Aufforderung geben müssen, diesen Misstand selber zu beseitigen, weil der Baum nun mal primär sein Eigentum ist.

Radikaler Rückschnitt ohne Rücksparche kann dann durchaus zu Problemen führen, wenn die Bäume nachträglich Schaden erleiden oder gegen Auflagen ( Zulässige Jahreszeiten umfangreicherer Rückschnittarbeiten an Bäumen ) des Naturschutzes verstoßen wurde.

mfg

Parhalia

Du darfst die Zweige natürlich nicht so einfach abschneiden. Du hättest mit deinem Nachbarn vorher reden müssen. Jetzt gibt es verständlicherweise Ärger. 3 Meter ist aber auch schon ganz schön lang. Du hättest ihn darauf ansprechen müssen das es dich stört und er seine Tannen bitte schneiden soll.Tut er das dann immer noch nicht ( natürlich mit Fristsetzung) dann hättest du sie schneiden dürfen , ohne das er was machen kann. Was dir jetzt passieren kann , weiß ich auch nicht so genau . Vielleicht Schadensersatz leisten.???? Ich wünsche dir viel Glück und das es nicht ganz so schlimm wird.LG

Hi, Du hättest den Nachbarn auffordern sollen, die Zweige abzuschneiden. Ansonsten siehe Link. Gruß Osmond http://www.baeumeundrecht.de/htm_dat/uberh_o.htm Zitat: Überhang von Zweigen, eindringende Wurzeln - ohne baumschutzrechtliche Regelungen

Soweit keine baumschutzrechtlichen Vorschriften zur Anwendung kommen und nicht das Nachbarrecht in den Landesgesetzen (wie z.B. in Baden-Württemberg) etwas anderes vorsieht, gilt für den Überhang von Zweigen und das Eindringen von Wurzeln in Nachbargrundstücke in der Regel (Ausnahme z.B. der Grenzbaum) die Vorschrift des § 910 BGB.

§ 910 BGB (Überhang)

I. Der Eigentümer eines Grundstücks kann Wurzeln eines Baumes oder eines Strauches, die von einem Nachbargrundstück eingedrungen sind, abschneiden und behalten. Das gleiche gilt von herüberragenden Zweigen, wenn der Eigentümer dem Besitzer des Nachbargrundstücks eine angemessene Frist zur Beseitigung bestimmt hat und die Beseitigung nicht innerhalb der Frist erfolgt. II. Dem Eigentümer steht dieses Recht nicht zu, wenn die Wurzeln und die Zweige die Benutzung des Grundstücks nicht beeinträchtigen. Das Abschneiderecht des Nachbarn setzt immer eine Beeinträchtigung seines Grundstücks durch die Wurzeln oder den Überhang voraus.

Zur Feststellung, ob eine Beeinträchtigung vorliegt, wird vom Gericht in der Regel ein Sachverständiger eingeschaltet. Dieser hat festzustellen, ob eine "nicht unwesentliche Beeinträchtigung" vorliegt. Geringfügige Beeinträchtigungen wie beispielsweise vereinzelte Schwachwurzeln in einer Gehölzfläche oder Überhang in großer Höhe über einer Rasenfläche können beispielsweise das Abschneidrecht ausschließen. Im Einzelfall kann es sehr schwierig sein, aus fachlicher Sicht das Maß der Beeinträchtigung festzustellen.

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