Übergabe von Haus, Kosten nach Tod

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3 Antworten

In gewisser Weise beantworten sie die Frage doch selbst:

Im Gegenzug habe ich meinem Onkel im Erdgeschoss meiner Hälfte eine lebenslanges Wohnrecht gewährt.

lebenslang bedeutet, solange der Berechtigte lebt. D.h. das Wohnrecht fällt nicht in das Erbe.

Muss ich nachträglich Schenkungssteuer bezahlen? Wir haben ja eigentlich nur getauscht, Besitz gegen Wohnrecht.

Nachträglich nicht. Das Erlöschen des Wohnrechts ist keine Schenkung. Für die Schenkungssteuer kommt es auf den Zeitpunkt der Übertragung an. Wenn der Tausch zu einen wesentlichen Teil aus einer Schenkung bestand, sogenannte gemischte Schenkung, dann ist der Schenkungsanteil, wenn er über den Freibeträgen liegt steuerpflichtig.

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Im Gegenzug habe ich meinem Onkel im Erdgeschoss meiner Hälfte eine lebenslanges Wohnrecht gewährt.

Damit soltest du doch den inhalt der Vereinbarung zum Wohn(ungs)recht und insbesondere die entsprechende Eintragung (Grundbuchauszug) doch kennen bzw. nachlesen können?

Entweder wurde nach § 1039 BGB eine Wohnungsrecht vereinbart, dass gem. § 1055 BGB mit dem Tod des Berechtigten dem Eigentümer wieder zufällt.

Oder es liegt ein "verebliches Wohnrecht" oder Dauerwohnrecht nach § 33 WEG vor, das Ansprüche der Erben auslöst.

G imager761

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Ein lebenslanges Wohnrecht für eine Person erlischt mit dessen Tod, es hat keinen materiellen Wert, der zu vererben gewesen wäre.

Nur wenn der "Wohnrechtbesitzer" in Abstimmung mit dem Hausbesitzer ausgezogen wäre, hätte eine "Ablöse" dafür gezahlt werden können...)

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